Die neue Saison steht vor der Tür

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Der Bundesligastart der Saison 21/22 lässt nicht mehr lange auf sich warten und die Spannung der Fans steigt. Einiges ist neu in der kommenden Spielzeit, da vor allem das Trainerkarussell für mächtig Stimmung sorgte. Auch der VfL Bochum und die SpVgg Greuther Fürth sind nach etlichen Jahren der Abwesenheit zurück in Deutschlands höchster Spielklasse. Während Fürth zuletzt in der Saison 12/13 in der 1. Bundesliga anzutreffen war, ist es bei Bochum sogar über ein Jahrzehnt her.

Viele ligainterne Trainerwechsel

Zuerst ein Blick auf die Trainerwechsel, die nach der abgelaufenen Saison vonstatten gingen. Teilweise wurden einige Transfers schon während der Saison angekündigt, wodurch bei der ein oder anderen Mannschaft Unruhe aufkam. So geschehen bei Adi Hütter, Erfolgscoach bei Eintracht Frankfurt. Nach anfänglichen Zusagen gegenüber dem Verein verkündete er seinen Wechsel zu Borussia Mönchengladbach und verspielte mit seiner Mannschaft schlussendlich noch eine erstmalige Teilnahme an der Champions League.

Hütter löste Marco Rose bei Gladbach ab, die wiederum einen Platz für die internationalen Ränge verspielten und somit nächstes Jahr nicht in den europäischen Wettbewerben dabei sein werden. Rose übernimmt dafür das Amt von Edin Terzic bei Borussia Dortmund und darf sich somit auf die Champions League mit dem BVB freuen. Neuer Coach in Frankfurt ist Oliver Glasner, der auf eine hervorragende Saison mit dem VfL Wolfsburg zurückblicken kann und dort kürzlich von Mark van Bommel beerbt wurde.

Wie bereits bekannt, übernahm RB Leipzig Coach Julian Nagelsmann den Posten des Cheftrainers bei Rekordmeister Bayern München, da Hansi Flick künftig die deutsche Nationalmannschaft nach dem Ende der Ära Löw trainieren wird. Mit ihrem neuen Coach geht Bayern München laut seriösen Wettanbietern nach wie vor als unangefochtener Favorit ins Titelrennen der nächsten Saison. Gefolgt von Dortmund und Leipzig bilden sie das prognostizierte Spitzentrio. In Leipzig hat dafür Jesse Marsch das Zepter übernommen, er kam vom Schwesterclub RB Salzburg nach Sachsen.

Ansonsten hat in Köln Steffen Baumgart, der vorher beim SC Paderborn war, Interimstrainer Friedhelm Funkel abgelöst. Hannes Wolf war bereits während der laufenden Spielzeit als Interimslösung vorgestellt worden, Ende Juni übernahm Gerardo Seoane das Amt bei Bayer Leverkusen.

Spannende Transfers bei den Topclubs

Natürlich gibt es nicht nur bei den Funktionären der Teams einige Änderungen. Auch im Personalbereich der Spieler tut sich so einiges in diesem Sommer. Angefangen beim amtierenden deutschen Meister aus München, der unter Neu-Coach Nagelsmann gleich drei Größen der letzten Jahre ziehen lassen mussten. So ist David Alaba nach langem Hin und Her zu den Königlichen nach Madrid gewechselt. Trotz eines Marktwerts von 55 Millionen Euro wechselte der Österreicher ablösefrei.

Jérôme Boateng wird den Verein ebenfalls nach 363 Spielen verlassen. Ein neues Team hat er bislang nicht gefunden, die Transferperiode geht allerdings noch bis zum 31. August. Auch der Vertrag von Javi Martinez läuft aus. Den Spanier zieht es nach Qatar. Trotz der namhaften Abgänge ist der wohl wichtigste Transfer der Münchner Neuzugang Dayot Upamecano. Der erst 22-jährige Innenverteidiger kam für 42,5 Millionen Euro aus Leipzig an die Säbener Straße.

In Leipzig versucht man seinen ligainternen Wechsel mit der Verpflichtung von Josko Gvardiol (19) von Dinamo Zagreb und Mohamed Simakan (21) von RC Straßburg zu kompensieren. Denn auch Innenverteidiger Ibrahima Konaté wurde für 40 Millionen Euro an den FC Liverpool verkauft, wodurch großer Bedarf auf der Position bestand. Nach seiner Leihe von AS Monaco, wechselt Benjamin Henrichs außerdem dauerhaft zu den Leipzigern. Im Sturm verstärkt sich RB mit dem Portugiesen André Silva, der für Eintracht Frankfurt letzte Saison 36 Torbeteiligungen in 32 Spielen vorzuweisen hatte.

Bei Borussia Dortmund sorgte der Wechsel von Megatalent Jadon Sancho für Wirbel. Den Engländer zieht es zurück in seine Heimat, wo er bis 2026 bei Manchester United unterschrieben hat. 85 Millionen Euro heimste der BVB für ihren Star ein. Dafür sicherten sich die Schwarz-Gelben die Dienste vom 22-jährigen Donyell Malen. Der Mittelstürmer wurde für 30 Millionen Euro von PSV Eindhoven verpflichtet. Zwei weitere spannende junge Talente kommen aus der U19 von Paris Saint-Germain. Soumaïla Coulibaly (17) und Abdoulaye Kamara (16) wurden als Perspektivspieler ablösefrei transferiert.

Auch der VfL Wolfsburg hat sich mit interessanten Personalien verstärkt. Teuerster Neuzugang mit 13,5 Millionen Euro ist Sebastiaan Bornauw vom 1. FC Köln. Der 22 Jahre alte Belgier soll in der Innenverteidigung für Stabilität sorgen. Mit Aster Vranckx (18) kommt ein weiterer Belgier in die Autostadt, der im zentralen Mittelfeld seine Position hat. Im Sturm wurde Lukas Nmecha von Manchester City verpflichtet, der bereits mit der U19 von England und mit der U21 von Deutschland Europameister wurde. Beim kürzlichen Triumph mit dem Nachwuchs des DFB wurde er sogar Torschützenkönig des Turniers.

Bei Eintracht Frankfurt kommen nach dem knappen Verpassen der Champions League die Leihgaben Danny da Costa und Gonçalo Paciência zurück an den Main. Luka Jovic wird nach mäßig erfolgreicher Leihe zurück zu Real Madrid kehren. Als spannendste Neuzugänge gelten der junge Däne Jesper Lindström für das offensive Mittelfeld und der argentinische Mittelstürmer Rafael Borré von River Plate.

Bayer Leverkusen verabschiedete sich bereits von den Brüdern Sven und Lars Bender. Die beiden defensiven Mittelfeldakteure werden nun in der Kreisklasse beim TSV Brannenburg angreifen. Auch Leon Bailey wird den Verein nach einer starken abgelaufenen Saison verlassen. Den Jamaikaner zieht es in die Premier League zu Aston Villa. Innenverteidiger Odilon Kossounou (20) von der Elfenbeinküste wechselt für 23 Millionen Euro zu den Leverkusenern, was ihn zum viertteuersten Einkauf der Geschichte des Vereins macht. Außerdem wird der junge Niederländer Mitchel Bakker von PSG die linke Abwehrseite verstärken.

Rekordtransfers bei weiteren Mannschaften

Weitere Rekordtransfers tätigten der 1. FC Union Berlin, der für den 23-jährigen Stürmer Taiwo Awoniyi eine bisher nicht dagewesene Ablöse von 6,5 Millionen Euro zahlte. Auch der VfB Stuttgart bekam für den Verkauf des Argentiniers Nicolás González zum AC Florenz eine Summe von 23,5 Millionen Euro. Damit wird ihr teuerster Einkauf (damals rund 11,3 Millionen Euro) der drittteuerste Verkauf ihrer Geschichte. Bei Aufsteiger Greuther Fürth wird Anton Stach mit einer Ablöse von 3,5 Millionen Euro zum profitabelsten Verkauf der Spielvereinigung.

Weitere Interessante Transfers

Der FC Augsburg verpflichtete nach einer überragenden U21-Europameisterschaft und einer guten Zeit bei KAA Gent den 23-jährigen Niklas Dorsch für das defensive Mittelfeld. Dorsch wurde unter anderem bei Bayern München ausgebildet und sammelte Erfahrung in der 2. Bundesliga beim FC Heidenheim. Im Gegensatz dazu hat Rani Khedira den Verein verlassen und wird in der kommenden Saison für Union Berlin auflaufen.

Sein Bruder Sami Khedira ließ die Karriere als Profifußballer bei Hertha BSC Berlin ausklingen und wird dementsprechend nicht mehr im Kader der Hauptstädter zu finden sein. Dafür holten sie allerdings einige interessante Spieler zur Hertha. Zum einen wird Suat Serdar vom FC Schalke den Kader verstärken, zum anderen soll Kevin-Prince Boateng für die nötige Erfahrung sorgen. Jhon Córdoba spielte nach seinem Transfer zu FK Krasnodar 20 Millionen Euro in die Kasse der Berliner.

Es darf sich also auf einige Neuerungen und frische Gesichter in der kommenden Bundesligasaison gefreut werden. Los geht es am Freitag, den 13. August mit dem Eröffnungsspiel Borussia Mönchengladbach gegen Bayern München.

Autor: ComunioMagazin

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