Die Bayern sind Deutscher Meister und pulverisieren womöglich alle Rekorde. Comunioblog wirft einen Blick zurück auf die lange Durststrecke und nennt Gründe für den Erfolg.  

Am 15. Mai 2010 ist für Bayern-Präsident Uli Hoeneß die Welt noch in Ordnung. Die Meisterschaft war bereits eingetütet, gerade hatten seine Mannen im DFB-Pokal-Endspiel Werder Bremen mit 4:0 nach Hause geschickt. „Wir spielen momentan einen Fußball vom Allerfeinsten – das muss auch der Gegner zugeben“, frohlockte Hoeneß.

Die Mannschaft sei spielerisch weiter und stärker als jene, die 2001 die Champions League nach München geholt hatte. „So wie wir im Moment die Gegner zumindest national dominieren, haben wir das damals nicht gemacht.“ Eine Woche später verloren die Münchner das Endspiel um die europäische Krone gegen Inter, der Titel in Berlin sollte der letzte für einen in Bayern-Rechnung bis dato nicht definierten Zeitraum gewesen sein – eine kleine Epoche, die Narben hinterlassen hat.

Harte Konkurrenz

In der Bundesliga erwuchs in Borussia Dortmund ein ebenbürtiger Konkurrent, der die Bayern nicht nur abwatschte, sondern in seinen Grundfesten erschütterte. Zweimal in Folge wurden die Schwarz-Gelben in beeindruckender Manier Deutscher Meister, im DFB-Pokal-Finale 2012 verprügelten die Dortmunder den Rekordmeister mit 5:2. Zu allem Überfluss ging das Champions-League-Endspiel im heimischen Stadion gegen den FC Chelsea verloren.

Die Bayern reagierten im Sommer und verpflichteten mit Matthias Sammer den wohl profiliertesten Sportdirektor Deutschlands. Darüber hinaus investierten die Münchner in den Kader, sowohl in Qualität, als auch in Quantität. Trainer Jupp Heynckes hievte die Mannschaft auf ein neues taktisches Niveau – die aktive Balleroberung bei gegnerischem Ballbesitz und bei eigenem Ballverlust sind zu einem Markenzeichen des FC Bayern geworden.

23. Meistertitel perfekt

Drei Faktoren, die innerhalb der Saison zu einer Wucht verschmolzen sind. Einer Wucht, die in der Bundesliga keiner stoppen konnte. Mit dem 1:0-Sieg bei Eintracht Frankfurt ist der 23. Meistertitel bereits nach 28. Spieltagen perfekt – nie war eine Mannschaft früher Deutscher Meister. „Die Spieler haben das erreicht, was sie sich über das Jahr hart erarbeitet haben“, freute sich Heynckes.

Bastian Schweinsteiger, mittlerweile mit sechs Meisterschalen dekoriert, habe noch nie eine Saison so dominant und so eindeutig gewonnen wie diese. Selbst der sonst immer mahnende Sport-Vorstand Sammer war nach dem Spiel spürbar erleichtert: „Man kann dieses Glücksgefühl nicht beschreiben. Ich kann nur sagen: Es fühlt sich richtig gut an.“

Bayern auch bei Comunio ganz oben

Neben den Verantwortlichen des Klubs dürften aber auch die Comunio-User Freude an den Leistungen der Münchner Spieler gehabt haben. Schweinsteiger (168), Dante (131) und Thomas Müller (160) spielen ihre beste Comunio-Spielzeit überhaupt – Philipp Lahm, Mario Mandzukic und David Alaba stehen kurz davor. Mit Franck Ribery (176) stellt der FC Bayern darüberhinaus den bis dato punktbesten Spieler. Als Mannschaft sammelten die Münchner die meisten Punkte, ließen die wenigstens Gegnerpunkte zu und haben den mit Abstand größten Marktwert.

Für Präsident Uli Hoeneß ist die Welt nun wieder in Ordnung, genau 1057 Tage nach dem Triumph im Berliner Olympiastadion: „In all den Jahren, seit denen ich beim FC Bayern bin, kann ich mich nicht daran erinnern, dass wir so überragend und eindeutig Meister geworden sind.“

Der Kader des FC Bayern im Überblick

Autor: Sebastian Schramm

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