Vincenzo Grifo vom SC Freiburg

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Lohnt sich Vincenzo Grifo noch? Und sollte man auf einen Stürmer des HSV oder einen Mittelfeldmann des FC St. Pauli setzen? Eine neue Woche, eine neue Ausgabe des Instagram-Formats Frag Comunio!

HSV-Stürmer Philippe oder Sands vom FC St. Pauli?

  

Der HSV gegen den FC St. Pauli – ein pikantes Duell! Wir lösen uns natürlich von Vereinsfragen und blicken individuell auf Rayan Philippe und James Sands. Philippe hat gegen Heidenheim ein Jokertor erzielt – über diese Rolle kam er in der Rückrunde bislang nicht heraus. Dafür war der Herbst zu durchwachsen. 

Sands ist knapp eine halbe Million günstiger und gesetzt. Auch ohne Tor hat er in den letzten vier Spielen mehr Punkte gesammelt als Philippe, sein Schnitt seit der Winterpause beträgt 4,33. Für einen Marktwert von weniger als drei Millionen ist das sehr gut.

Was Philippe Sands voraushat, ist das Potenzial, mal eine stärkere Woche einzubauen – und der Fakt, dass der HSV noch das Nachholspiel gegen Bayer Leverkusen hat. Sands ist dafür günstiger, anders als Philippe gesetzt, und konstanter. Ich würde mich alles in allem für Sands entscheiden, da ich Philippe am Wochenende eher wieder in der Jokerrolle sehe und das nicht jede Woche gutgehen kann.

Frag Comunio: Was tun mit Vincenzo Grifo?

Schon vor zwei Wochen stellte sich diese Frage in Frag Comunio: Vincenzo Grifo halten oder verkaufen? Ich zeigte mich damals optimistisch und sagte: „Verkaufen würde ich ihn nur, wenn es eine vergleichbare Big Gun auf dem Transfermarkt gibt, mit der du dich wohler fühlst“. Seither blieb Grifo mit fünf Punkten aus zwei Spielen weiter unter den Erwartungen.

Trotzdem bleibe ich bei meiner Meinung. Es ist nicht das erste Mal in den letzten Jahren, dass Grifo eine kleine Durststrecke hat. Es wäre aber das erste Mal, dass der Routinier des SC Freiburg nicht aus seinem Formloch kommt. Ich hätte zu große Sorge, dass bei Grifo gerade dann der Knoten platzt, wenn ich ihn zu einem niedrigen Preis verkauft habe – und habe weiter die Zuversicht, dass bessere Punktzahlen bald folgen werden.

 

Schlägt Brajan Gruda bei RB Leipzig ein?

Der Schritt in die Premier League kam für Brajan Gruda wohl zu früh. Auch von Verletzungsproblemen geplagt, erzielte der Offensivmann für Brighton & Hove Albion in eineinhalb Jahren und 39 Premier-League-Einsätzen nur zwei Tore. Oftmals war er dabei nur Joker. Wird sich das bei RB Leipzig ändern?

Der Start ist gemacht, gegen den 1. FC Köln durfte Gruda von Beginn an ran – auf einer Doppel-Acht mit Christoph Baumgartner. Lichtet sich das Lazarett, wird es für den 21-Jährigen aber eng. Castello Lukeba könnte im Laufe des Monats zurückkommen und Nicolas Seiwald ins Mittelfeld schieben. Dann droht Gruda auch in Leipzig die Jokerrolle.

Gegen Köln erhielt der ehemalige Mainzer zwei Comunio-Punkte. Sein Marktwert lebt noch vom Hype, im Managerspiel kostet er rund zehn Millionen. Für mich wäre Gruda dafür zu teuer.