Neuzugang Martin Adeline bei einem Testspiel des HSV gegen Rapid Wien.

Foto: © imago images / Branislav Racko
Martin Adeline bringt Torgefahr fürs offensive Mittelfeld, Kofi Amoako soll das Zentrum mit Physis und Zweikampfstärke verstärken – wir nehmen die beiden Neuzugänge des HSV unter die Lupe!

Stand der Marktwerte: 21.07.2026

Martin Adeline: Torgefährlicher Offensivspieler für den HSV

Position und bisherige Karriere: 21 Torbeteiligungen in 32 Ligaspielen: So lautet die Bilanz von Martin Adeline in der vergangenen Saison bei Erstliga-Aufsteiger ES Troyes AC. Damit zählte er zu den besten Scorern der Liga und schoss sich auf den Transfer-Wunschzettel des Hamburger SV.

Der rechtsfüßige offensive Mittelfeldspieler „zeichnet sich durch hohe Aktivität, Intensität und Tiefgang aus. Er verfügt über ein gutes Gespür für Räume im letzten Drittel und hat die Fähigkeit, immer wieder in den torgefährlichen Bereich vorzustoßen. Darüber hinaus arbeitet er leidenschaftlich und diszipliniert gegen den Ball“, skizziert HSV-Sportdirektor Claus Costa das Profil des 22-Jährigen.

In der Jugend spielte Adeline ein Jahr für Paris Saint-Germain und wechselte von dort zu Stade Reims. Bei Reims stieg er in den Profibereich auf (14 Einsätze). Über Leihstationen bei Rodez AF und dem FC Annecy wechselte er 2024 zu Troyes, wo ihm der Durchbruch gelang.

Situation: Konkurrenten sind nach aktuellem Stand Albert Grönbaek und Mads Bröcker. Bröcker wurde aus der U19 von RB Leipzig geholt und dürfte noch Zeit brauchen. Grönbaek deutete nach einer Oberschenkelverletzung seine Qualität im Endspurt der letzten Saison an. 

Ob Spielmacher Immanuel Pherai in der neuen Saison Bestandteil des Kaders sein wird, darf bezweifelt werden. Er gilt laut Bild als Abgangskandidat. Im offensiven Mittelfeld dürfte es sich zwischen Adeline und Grönbaek entscheiden.

Marktwert und Entwicklung: Adeline wurde mit einem Comunio-Marktwert von vier Millionen freigeschaltet – die Summe, die der HSV laut Medienberichten auch an Troyes überweisen musste. Derzeit liegt er bei 4.57 Millionen. Damit ist er der teuerste HSV-Akteur bei Comunio. 

Bis zum Saisonstart ist nur noch mit einer leichten Steigerung zu rechnen. Im Saisonverlauf könnte er sich mit seiner Torgefahr aber als echter Punktelieferant erweisen.

Kofi Amoako: „Sehr spannendes Profil“ für den Hamburger SV

Position und bisherige Karriere: Kofi Amoako war der erste Neuzugang für den HSV. Der defensive Mittelfeldspieler wechselte von Zweitligist Dynamo Dresden zu den Rothosen. Amoako kann neben der Sechserposition auch als zentraler Mittelfeldspieler und Innenverteidiger auflaufen. Der gebürtige Hannoveraner spielte vor seiner Station in Dresden auch für Osnabrück und in der Jugend für Wolfsburg.

Costa beschreibt den 21-Jährigen wie folgt: „Kofi bringt ein sehr spannendes Profil mit – der Mix aus Physis und Athletik, seine Zweikampfstärke und seine Intensität gegen den Ball passen hervorragend zu unserer Spielidee. Darüber hinaus verfügt er über eine gute Qualität am Ball und taktische Flexibilität.“

 

Situation: Amoako sieht sich mit Nicolai Remberg und Albert Sambi Lokonga starker Konkurrenz gegenüber. Der Junioren-Nationalspieler verfügt über ein ähnliches Profil wie Remberg, gilt ebenso als Abräumer. 

„Es hat mich schon gereizt, dass so ein Spieler auf meiner Position spielt. Ich will von ihm viel lernen. Und hoffentlich mal neben ihm spielen oder für ihn“, äußert sich Amoako in Richtung von Remberg. Sowohl Remberg als auch Lokonga dürften erst mal den Vorzug erhalten. 

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Marktwert und Entwicklung: Kofi Amoako wurde mit einem Marktwert von einer Million freigeschaltet, lag anschließend etwas darüber und sank nun auf 610.000. In diesem Bereich zwischen 500.000 und einer Million dürfte sich der Sechser in den nächsten Wochen einpendeln.