VfB Stuttgart: Leo Sauer (r.) kommt von Feyenoord Rotterdam

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Der VfB Stuttgart hat mit Leo Sauer ein Top-Talent für den Flügel verpflichtet, muss den 20-Jährigen aber gezielt aufbauen. Zudem ist mit Marius Funk ein neuer Torhüter da. Wir stellen die beiden Bundesliga-Transfers vor.

Leo Sauer: Stammplatzkandidat auf dem VfB-Flügel?

Position und bisherige Karriere: Leo Sauer ist auf dem offensiven Flügel zu Hause, am liebsten als Linksaußen. Bei Comunio wurde er als Stürmer freigeschaltet. Sowohl in einem 4-2-3-1-System als auch in einem 3-4-2-1-System des VfB Stuttgart würde er wohl vorne links agieren – mit einem starken rechten Fuß, also Zug zum Tor.

Der 20-Jährige hat bereits elf Länderspiele für die Slowakei auf dem Buckel, darunter den 2:0-Erfolg über Deutschland im September 2025, bei dem er startete. Seit 2022 spielte er in der Niederlande, kam über die U21 von Feyenoord Rotterdam leihweise zu NAC Breda, für die er im Jahr 2024/25 sieben Ligatore schoss. Für Feyenoord war Sauer in der letzten Saison in 29 Pflichtspielen an sechs Toren beteiligt, darunter eines in der Europa League.

Situation: VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth bezeichnet Sauer als einen „Mann mit Perspektive“. Hinter Chris Führich dürfte der 20-Jährige erst einmal Backup, Joker und Rotationsspieler sein. Führich kann aber auch im 3-4-2-1-System auf die Schiene rücken, wodurch vorne Platz wäre. Somit ist Sauer zwar ein Herausforderer, aber keiner mit unüberwindbarer Konkurrenz.

Zunächst einmal ist allerdings Geduld gefragt. Sauer bringt eine Verletzung aus der vergangenen Saison mit und muss laut den Stuttgarter Nachrichten noch Aufbautraining absolvieren. Er werde nahe an der Mannschaft gezielt aufgebaut. Die Startelf in den ersten Saisonspielen ist wohl unwahrscheinlich.

Marktwert und Entwicklung: Sauer hat aktuell einen Comunio-Marktwert zwischen vier und fünf Millionen. Dieser wird seinem langfristigen Potenzial gerecht, die kurzfristige Perspektive dürfte den Preis jedoch in Richtung Saisonstart eher noch etwas nach unten drücken. Im September könnte es wieder bergauf gehen, sollte Sauer erste gute Leistungen auf den Bundesliga-Rasen bringen.

 

Marius Funk: Beim VfB Stuttgart die Nummer drei

Position und bisherige Karriere: Marius Funk ist ein erfahrener Torhüter. Der 30-Jährige spielte schon in der Jugend für den VfB Stuttgart, ehe er im Sommer 2016 zu Greuther Fürth wechselte. Bei den Franken wurde er erst in seinem sechsten Jahr kurzzeitig Stammspieler, absolvierte acht Bundesliga-Spiele über 90 Minuten, ehe ein Meniskuseinriss ihn fast den Rest der Saison 2021/22 kostete.

Anschließend ging es weiter in die 3. Liga. Beim FC Ingolstadt war er zweieinhalb Jahre lang gesetzt, ehe er in der Rückrunde 2024/25 seinen Stammplatz verlor. In der Saison 2025/26 spielte er für Energie Cottbus, verpasste ab dem 5. Spieltag keine einzige Minute und stieg in die 2. Bundesliga auf. Diesen Weg geht Funk allerdings nicht weiter, stattdessen zieht es ihn zu seinem Heimatklub.

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Situation: Beim VfB Stuttgart ist Funk nicht in erster Linie für den Bundesliga-Kader vorgesehen. Dennis Seimen ist die Nummer eins, Fabian Bredlow die Nummer zwei. Nun fällt Seimen zwar mindestens bis Ende September aus, doch Funk wird maximal der Backup für Bredlow sein, sollte nicht noch ein weiterer Torhüter dazugeholt werden. Praktisch: Für die Champions League kann Funk einen Platz als „lokal ausgebildeter Spieler“ einnehmen.

Marktwert und Entwicklung: Aufgrund der mangelnden Einsatzperspektive ist Funk bei Comunio nahe am unteren Marktwertrand angelangt. Das könnte sich leicht verändern, sollte der VfB keinen neuen Torhüter verpflichten und Funk zumindest als Nummer zwei in die Saison gehen. Selbst in diesem Fall ist das Preispotenzial aber sehr gering.