BVB: Die Spieler von Borussia Dortmund im Ranking mit Fabio Silva, Serhou Guirassy, Konstantinos Karetsas, Giannis Konstantelias und Co.

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Wir blicken auf den gesamten Kader eines Teams und ordnen alle Akteure in Comunio-Kategorien ein – von unbedingt kaufen bis unbedingt verkaufen. Dieses Mal steht Borussia Dortmund im Fokus.

Der BVB hat in diesem Sommer unter dem neuen Sportdirektor Ole Book einen radikalen Kaderumbau vorgenommen und setzt deutlich stärker auf junge, internationale Talente und verabschiedete gleichzeitig Spieler wie Julian Brandt, Salih Özcan, Niklas Süle und Karim Adeyemi. Die Erwartungshaltung an Borussia Dortmund unter der sportlichen Führung um Hans-Joachim Watzke und Geschäftsführer Sport Lars Ricken ist wie immer sehr hoch. BVB-Spieler sind bei Comunio entsprechend oft relativ teuer. Unser Ranking fällt so aus:

Unbedingt kaufen

Serhou Guirassy (15.330.000), Felix Nmecha (11.810.000)

Serhou Guirassy ist der einzige Dortmunder, bei dem Preis und erwartete Punkteausbeute klar zusammenpassen. 15 Millionen sind auch bei Comunio eine stolze Summe, aber Torjäger mit realistischen 15 bis 20 Saisontoren kosten bei Comunio nun einmal so viel.

Was wurde Borussia Dortmund damals für den teuren Transfer von Felix Nmecha kritisiert. Inzwischen ist von den kritischen Stimmen nichts mehr zu hören, Nmecha ist beim BVB komplett angekommen und entwickelt sich immer mehr zum Führungsspieler. Zuletzt wurde von den Medien ein möglicher Winter-Wechsel in die Premier League ins Spiel gebracht, das ist aber noch Zukunftsmusik. Mit seinen zwei Toren gegen den SC Paderborn hat er ein echtes Ausrufezeichen gesetzt, sein Marktwert zeigt steil nach oben.

Aktuell gute Anlagen beim BVB

Nico Schlotterbeck (10.990.000), Gregor Kobel (3.550.000), Julian Ryerson (4.780.000), Maximilian Beier (7.180.000), Waldemar Anton (7.820.000), Daniel Svensson (6.940.000), Emre Can (470.000)

Knapp den Sprung in die Top-Kategorie verpasst hat Innenverteidiger Nico Schlotterbeck. Er ist ohne jeden Zweifel einer der besten Verteidiger der Liga und könnte durchaus an der 200-Punkte-Marke kratzen. Allerdings ist er bereits der teuerste Verteidiger der Bundesliga und leicht günstigere Konkurrenten wie Alphonso Davies, Maxi Mittelstädt oder Miguel Gutierrez haben allesamt Stand jetzt deutlich mehr Comunio-Punkte eingefahren. Nico Schlotterbeck ist ein Verteidiger für alle Manager, die sich mit der größten Sicherheit regelmäßige Punkte einkaufen möchten. Finanziell wird der Transfer vermutlich eher ein Minusgeschäft, da Nico Schlotterbeck in den meisten Ligen nicht ohne Overpay zu haben sein wird und sein hoher Wert ohnehin gerade sinkt. Wer das monetäre Minus verkraften kann, holt sich einen sehr konstanten Verteidiger zu einem hohen Preis ins Team.

Trotz 4 Siegen und seinem Stammplatz ist BVB-Rechtsverteidiger Julian Ryerson noch kein Punktelieferant in dieser Saison. Nach 4 Partien steht er bei 13 Punkten (3,25 im Schnitt). In der abgelaufenen Saison landete er bei 128 Punkten und hatte ebenfalls Phasen, in denen er etwas weniger punktete. Sein großer Vorteil ist, dass er in einem starken BVB-Team zumindest bis zum Winter-Transferfenster gesetzt ist und mit unter 5 Millionen Marktwert zu den günstigeren Dortmundern gehört.

Maxi Beier wurde am 4. Spieltag gegen den VfB Stuttgart zum „Man of the Match“. Gegen den VfB spielte der 23-jährige auf der offensiven Halbposition hinter Serhou Guirassy. In der 70. Spielminute verwandelte er eine Hereingabe des eingewechselten Jobe Bellingham zum 1:0 für den VfB. „Maxi Beier ist nicht dabei bei der Nationalmannschaft, aber heute macht er das Tor.“, freute sich Kovac nach dem Spiel für seinen Spieler. Die Nicht-Nominierung könnte auch positive Auswirkungen auf seine Startelf-Chancen nach der Länderspielpause haben. Er bringt ein gewisses Risiko mit, für um die 7 Millionen kann man es mit Beier aber durchaus versuchen.

Länderspielpausen sind gute Gelegenheiten, um die Augen nach Trades offen zu halten. Gute Chancen auf Marktwertgewinn bringt Emre Can mit. Im Februar zog sich der BVB-Kapitän einen Kreuzbandriss zu, Updates zu seiner Rückkehr gibt es bislang nicht. Sollte dazu innerhalb der Pause irgendetwas vermeldet werden, wird sein Marktwert nach oben schnellen. Aktuell kostet er nichtmal 500.000, sodass sich das Risiko in Grenzen hält und er zu einer guten Anlage wird.

Preis-Punktepotenzial in Ordnung

Fabio Silva (9.170.000), Joane Gadou (5.210.000)

Es klingt etwas kurios, doch Fabio Silva ist einer der besten BVB-Spieler in dieser noch jungen Saison – obwohl er von 4 möglichen Partien nur in einer in der Startelf stand. Nach 3 absolvierten Partien (saß am 1. Spieltag nur auf der Bank) stehen unter dem Strich 2 Tore. Gegen Paderborn startete Silva neben Guirassy und lieferte eine exzellente Leistung ab. Gut denkbar, dass Silva in dieser Saison häufiger neben Guirassy in der Startaufstellung zu finden ist. Sein Marktwert ist von rund 3 Millionen Anfang September bereits auf rund 10 Millionen explodiert, weshalb etwas Vorsicht geboten ist, da sein Wert aktuell relativ stark fällt. Es bietet sich an, mit einem Gebot noch ein paar Tage zu warten, dann dürfte das Preis-Punktepotenzial definitiv in Ordnung zu sein.

 

Nico Schlotterbeck schwärmte von BVB-Neuzugang Joane Gadou. In richtig vielen Comunio-Punkten schlug sich die Leistung des Innenverteidigers noch nicht nieder. Gadou kam in allen vier Partien zum Einsatz, holte im Schnitt 3,5 Punkte. Mit seinen 19 Jahren hat er sicherlich noch enormes Entwicklungspotenzial. Solange der 1,95-Meter-Hüne unter Kovac gesetzt ist, ist das kurzfristige Potenzial in Ordnung.

Eher nicht kaufen bei Borussia Dortmund

Ethan Nwaneri (9.850.000), Konstantinos Karetsas (17.310.000), Joey Veerman (10.590.000), Jobe Bellingham (9.280.000), Ramy Bensebaini (3.190.000), Fillipo Mane (1.100.000), Marcel Sabitzer (3.220.000), Carney Chukwuemeka (1.540.000)

Bei BVB-Leihspieler Ethan Nwaneri gibt letztlich der Preis von über 10 Millionen den entscheidenden Ausschlag für „eher nicht kaufen“. In 3 Partien holte die Leihgabe des FC Arsenal insgesamt 13 Comunio-Punkte, was ordentlich ist, jedoch keinen Marktwert von über 10 Millionen rechtfertigt. Und dann ist da auch noch das Problem, dass Nwaneri den Platz für BVB-Eigengewächse blockiert. Im Laufe der Saison wird Niko Kovac gezwungen sein, statt Nwaneri auch Mal Samuele Inacio oder Mathis Albert eine Chance zu geben. Beide brauchen für ihre Entwicklung dringend Spielzeit. Ihre Einsatzzeit liegt seit Nwaneris Ankunft bei 0 Minuten, Albert war zuletzt nicht einmal mehr im Kader zu finden.

Ohne Frage: Der Transfer von Konstantinos Karetsas zum BVB hat ordentlich Aufmerksamkeit erregt. In den ersten Partien zeigte der 18-jährige auch direkt warum. Umso größer der Schock, als der Youngster beim Champions League-Spiel gegen Villareal in der ersten Halbzeit zusammenbrach. Das ist jedoch nicht der Grund für die Empfehlung, den Spieler eher zu verkaufen. Auch bei Karetsas spielt der enorm hohe Preis die entscheidende Rolle. Bei 17 Millionen muss schon wirklich alles passen und 200 Saison-Punkte quasi sicher sein. Das sehen wir aktuell beim sehr jungen Karetsas noch nicht.

Beim starken 3:0 gegen Paderborn spielten die Borussen mit neuer Formation, Veerman als einziger Sechser, davor ein deutlich offensiverer Jobe Bellingham. Dadurch hat er weniger mit dem Spielaufbau zu tun und mehr Raum für Aktionen, in denen er richtig Torgefahr erzeugen kann. Plant Kovac mit Bellingham weiter in dieser offensiveren Position, dürfte er über die komplette Saison hinweg zu mehr Torabschlüssen und Toren kommen. Doch bei Bellingham gilt wie bei Fabio Silva: Sein Marktpreis ist in den letzten Wochen und Monaten extrem in die Höhe geschnellt, sodass hier eher mit einer Korrektur zu rechnen ist. Außerdem ist unklar, wem Kovac in der Zentrale den Vorzug gibt, sodass ein Bellingham aktuell etwas zu teuer scheint. Auch Veerman ist für seine Punkteausbeute aktuell zu teuer.

Ein Blick in die Vergangenheit deutet an: Ramy Bensebaini ist ein zuverlässiger Spieler, der konstant dreistellig pro Saison punktet. In dieser Saison stellt sich die Situation voraussichtlich ein wenig anders dar. Die Dreierkette Schlotterbeck – Anton – Gadou funktioniert. Kovac hat somit wenig Anlass, daran etwas zu ändern. Bensebaini könnte auch als Linksverteidiger auflaufen, dort duellieren sich aber eher Svensson und Beier. Das Budget von rund 3 Millionen dürfte bei anderen Spielern besser angelegt sein. Ähnliches gilt für Fillipo Mane, der an den ersten beiden Spieltage noch eingewechselt wurde und dann mit einer Muskelverletzung fehlte.

Unbedingt verkaufen

Giannis Konstantelias (11.060.000), Mathis Albert (1.100.000), Samuele Inacio (3.120.000), Alexander Meyer (300.000), Patrick Drewes (160.000), Silas Ostrzinski (160.000), Kaua Prates (770.000), Luca Reggiani (810.000), Justin Lerma (300.000), Enzo dos Santos (600.000), Mussa Kaba (210.000)

Giannis Konstantelias Marktwert steigt aktuell wieder. Doch bis zu seiner Rückkehr nach seinem beim Bundesliga-Debüt zugezogenen Kreuzbandriss ziehen noch einige Monate ins Land. Mit einem Comeback wird im Laufe der Rückrunde gerechnet. Einen verletzten Spieler, der 11 Millionen Budget blockiert, schleppt man in dieser Saisonphase nicht mit.

Mathis Albert ist ein vielversprechendes Offensivtalent beim BVB. Unter Kovac kommt er in dieser Saison noch nicht zum Zug. In der Saison könnte sich das durchaus ändern, bis dahin blockiert Mathis Albert in Comunio-Teams jedoch wertvolles Budget.

Das Gleiche und hier sogar nochmal mehr gilt für Samuele Inacio. Am 1. Spieltag wurde er in der 74. Minute eingewechselt und flog in der 77. Minute mit Rot vom Platz. Ergebnis: -4 Punkte und zwei Spiele Sperre. Beim 1:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart verzichtete Niko Kovac dann auf einen Einsatz des 18-jährigen. Sein Marktwert liegt noch immer bei über 3 Millionen. Unsere Empfehlung: Besser erstmal verkaufen, bis sich abzeichnet, dass Inacio Chancen auf regelmäßige Einsätze hat.

Der 18-jährige Kaua Prates wurde als Versprechen für die Zukunft verpflichtet. Als Linksverteidiger sind einige in der Rangfolge vor dem Youngster, sodass er in dieser Saison wohl eher keine Rolle spielen wird.