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Ist der brasilianische Linksverteidiger Iago bereits der Spieler, der den abwanderungswilligen Philipp Max ersetzen soll? Comunio Magazin nimmt den 6-Millionen-Neuzugang unter die Lupe.

Position: Iago ist ein klassicher Linksverteidiger mit starkem linken Fuß, der mit 1,81 für einen Brasilianer durchaus hoch gewachsen ist. „Wir freuen uns sehr, dass sich Iago trotz zahlreicher anderer Angebote für einen Wechsel nach Augsburg entschieden hat“, so FCA-Sportchef Stefan Reuter. „Wir haben uns in den letzten Wochen und Monaten intensiv um ihn bemüht, da er über enorme Qualitäten verfügt und auf mehreren Positionen einsetzbar ist.“ Transfermarkt.de listet als Zweitposition das linke Mittelfeld auf. Bei den Konkurrenten, die um die Gunst des 22-Jährigen gebuhlt haben, soll es sich in der Bundesliga um Wolfsburg und Bremen gehandelt haben, aber auch der FC Porto und Atletico Madrid sollen ihre Fühler ausgestreckt haben. Zu den Stärken Iagos zählt neben seiner Dynamik und seinem Vorwärtsdrang auch ein solides Aufbauspiel.

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Platz 1: Joshua Kimmich | FC Bayern München | 13.410.000 | 224 Punkte | Bildquelle: imago images / Jan Huebner

Bisherige Karriere: Iago Amaral Borduchi, wie er mit vollem Namen heißt, kommt aus der Jugend von Internacional Porto Alegre, wo er Anfang 2017 in der brasilianischen Serie B debütierte, den Aufstieg in die erste Liga schaffte und dort im letzten Jahr Stammspieler wurde. Insgesamt kam er auf 81 Pflichtspiele, zog mit Internacional ins Achtelfinale der Copa Libertadores, dem Pendant zur europäischen Champions League und gehört aktuell zum Kader der U23 Brasiliens.

Einstiegsmarktwert: Drei Mio. zum Einstieg sind durchaus moderat, da gibt es aktuell fast ein halbes Dutzend Augsburger, die mehr kosten. Trotzdem bewegt sich der junge Brasilianer damit gleich mal auf einem Niveau mit einem Lukasz Piszczek.

Situation: Je nach Zahl der Einsätze kann sich die Ablöse von sechs auf acht Millionen erhöhen. Damit ist Iago, je nach Quelle, sogar schon zweitteuerster Augsburger der Vereinsgeschichte. Lediglich Martin Hinteregger war 2016 noch eine Million teurer. Dass Iago deshalb der Ersatz des nach Hoffenheim abgewanderten Kostas Stafylidis ist, bleibt zu bezweifeln. Denn der Grieche hat in den letzten beiden Jahren kaum eine Rolle gespielt. Vielmehr könnte er bereits ein Vorgriff auf einen möglichen Wechsel von Philipp Max sein, der zuletzt öffentlich über eine Luftveränderung nachdachte. Aber natürlich können auch beide zusammen spielen. Iago würde dann wohl – trotz seines Vorwärtsdrangs – den Linksverteidiger machen, während der offensivfreudige Max etwas weiter vorne auf Linksaußen agieren würde. Bleibt die Frage: Wie schnell gewöhnt sich der junge Brasilianer an das Klima in Deutschland? Das gelang zuletzt nicht allen hoch gehandelten Talenten (Paulinho, Walace) vom Zuckerhut.

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Marktwertpotenzial: Es lohnt sich erst mal noch zu investieren. Wie fast alle Neuzugänge legt Iago derzeit zu. Wie schnell sich der 22-Jährige aber akklimatisieren kann, hängt von vielen Faktoren ab. Fakt ist nur: Augsburg wird definitiv auf ihn bauen, zumindest nach einer kurzen Eingewöhnungszeit. Um den aktuellen Marktwert langristig zu halten, müsste er aber schon richtig einschlagen.

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Autor: Karol Herrmann

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