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Mit Bernard Tekpetey hat sich Fortuna Düsseldorf einen Mann geholt, der zuletzt in der 2. Bundesliga für Furore gesorgt hat. Kann das der vermeintliche Raman-Ersatz auch eine Klasse höher?

Position: Bernard Tekpetey ist in erster Linie ein offensiver Flügelspieler, der zwar einen starken rechten Fuß hat, jedoch auf beiden Angriffsseiten spielen kann. Auch als Mittelstürmer kam er in der letzten Spielzeit zum Einsatz, mit seiner Größe von 1,72 Metern zählt er jedoch nicht zum Typus Sturmtank. Sofern im Zentrum eingesetzt, agiert er deshalb eher etwas zurückgesetzt als Halbstürmer. Bei Comunio geht er aber nominell als Stürmer an den Start.

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Platz 1: Kevin Stöger (Mittelfeld), 130 Punkte, Bildquelle: imago images / Uwe Kraft

Bisherige Karriere: Mit 18 Jahren holte Schalke das Junge Talent von der UniStar Soccer Academy aus Ghana. Zwar rückte er recht schnell in den Profikader auf, doch wirklich durchsetzen konnte er sich nicht. Nach einer Leihe zum SCR Altach nach Österreich verscherbelte Schalke – Tekpetey hatte gerade zwei Mal Bundesliga gespielt – ihn im letzten Sommer für 150.000 Euro zum SC Paderborn. Dort ging er dann aber so richtig durch die Decke. Mit zehn Toren und sechs Vorlagen trug er maßgeblich zum Sensationsaufstieg der Ostwestfalen bei. Immerhin hatte sich Schalke für 2,5 Millionen Euro eine Rückkauf-Option gesichert. Aber noch immer gibt es bei den Königsblauen keine wirkliche Verwendung für Tekpetey. Er wurde deshalb direkt nach Düsseldorf verliehen und war somit auch ein Faustpfand der Schalker im Ringen um Benito Raman, der ja bekanntlich in die entgegengesetzte Richtung wechselte. 

Tekpetey ist übrigens zweifacher Nationalspieler Ghanas und wurde beim Afrika Cup 2017 dritter, doch seit zweieinhalb Jahren wurde er nicht mehr für die Nationalelf nominiert.

Einstiegsmarktwert: Mit 2 Mio. wurde er einsortiert und damit befindet er sich direkt auf einem Niveau mit Rouwen Hennings und ist hinter dem Düsseldorfer Mittelstürmer und Innenverteidiger Kaan Ayhan gleich mal drittteuerster Düsseldorfer.

Situation: Nach den Abgängen der 20-Tore-Flügelzange um Dodi Lukebakio und Benito Raman herrscht bei Düsseldorf Notstand auf den offensiven Außenbahnen. Tekpetey könnte diese Lücke schließen, doch so weit wie seine beiden prominenten Vorgänger ist er noch nicht. In der Bundesliga konnte sich Tekpetey in mehreren Anläufen bislang noch nicht beweisen, wenngleich er in der 2. Bundesliga zuletzt eine immense Leistungsexplosion erlebte.

Stand heute wäre der 21-Jährige wohl gesetzt, doch Düsseldorf ist noch längst nicht fertig mit den Personalplanungen. So wird wohl Erik Thommy aus Stuttgart kommen, der die Nase dank seiner Bundesliga-Erfahrung erst einmal vorne haben dürfte. Auch Rekordtransfer Dawid Kownacki kann auf der Außenbahn spielen. Es würde wenig verwundern, wenn der Schalke-Leihgabe erst einmal nur die Joker-Rolle bleibt.

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Marktwertentwicklung: Bei 2,5 Mio hat sich Tekpetey eingependelt. Mit einem Stammplatz ist es absolut möglich, dieses Niveau auch über die Saison zu halten. Viel wahrscheinlicher ist es aber, dass es für den Ghanaer etwas runtergeht. Dennoch kann er eine Überraschung der nächsten Saison werden.

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Autor: Karol Herrmann

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