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Der BVB steht auf Platz 1. Bisher hat der neue Coach also alles richtig gemacht. Nach dem 1. Spieltag wird noch einmal deutlich, auf welche Spieler Peter Bosz setzt und wer um seinen Platz kämpfen muss. Drei Gewinner und drei Verlierer.

Gewinner

Gonzalo Castro (6.790.000)

Die Konkurrenz im Mittelfeld ist groß, doch schon jetzt hat sich Gonzalo Castro im internen Duell mit Neuzugang Mo Dahoud durchgesetzt. Bei Thomas Tuchel kam der gebürtige Wuppertaler letzte Saison nur auf 23 Startelf-Einsätze. Auf Castro ist die Rolle des Achters im 4-3-3 von Bosz perfekt aber nun zugeschnitten. Castro kann hier als Box-to-Box-Player seine Stärken sowohl in der Defensive als auch nach vorne einbringen. Gegen Wolfsburg holte er dabei starke acht Punkte. Es könnte seine Saison werden.

Dan-Axel Zagadou (2.900.000)

Viele, die den Auftritt des hoch gewachsenen Franzosen im Supercup gegen den FC Bayern noch belächelten, wurden jetzt eines besseren belehrt. Sicher in der Rückwärtsbewegung, gute Lösungen auf engem Raum, dazu gelegentlich auch Traumpässe, wie vor dem 1:0 von Pulisic über den halben Platz.

 

Youngster to watch 2017/18

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Bayern München: Kingsley Coman. Es war der Hauptkritikpunkt, den Ancelotti sich anhören musste. Er würde nicht auf die Jugend setzen und auch wenn er dies niemals einräumte, hat man nun das Gefühl, dass er den geforderten Umbruch einleiten wird. Dazu gehört auch, Coman mehr zu fördern und zu fordern. Der Franzose dürfte mehr Einsatzzeiten als zuletzt erhalten und könnte auch aufgrund der neuen Comunio-Regel für Kurzeinsätze eine lohnende Alternative sein. Foto: imago

Keine Frage: Es steckt viel Potenzial im 18-Jährigen, der gerade erst sein zweites Pflichtspiel im Seniorenbereich absolviert hat. Natürlich wird sich Zagadou nach der Rückkehr von Marcel Schmelzer wieder ins zweite Glied einreihen müssen, für den verletzungsanfälligen Kapitän dürfte er jedoch erster Vertreter bleiben.

Mario Götze (7.460.000)

Dass Mario Götze noch längst nicht wieder bei  100 Prozent ist, betont auch Peter Bosz in aller Regelmäßigkeit. Umso erstaunlicher ist es, dass Götze beim ersten Bundesliga-Spiel dann gleich das Vertrauen von Beginn an genießen durfte. Ein Auftritt, der darauf hoffen lässt, dass Götze bald wieder an alte Leistungen anknüpfen könnte.

Dennoch wird auch klar: Für mehr als eine Stunde reicht es aktuell noch nicht. Bosz ist dennoch voll es Lobes: „Er ist ein exzeptioneller Spieler“, womit wohl „außergewöhnlich“ gemeint wäre. Auch Götze kommt die 4-3-3-Formation hervorragend entgegen, hat er als kreatives Element in der Zentrale doch die wesentlich defensiv orientierteren Castro und Sahin hinter sich als

Verlierer

Shinji Kagawa (3.770.000)

Und weil Götze ein Gewinner ist, zählt Shinji Kagawa zu den Verlierern. Gewiss, der Japaner hat Teile der Vorbereitung wegen einer Schulterverletzung verpasst, meldete sich bereits aber schon wieder fit, als Götze noch im Supercup wegen Rückenproblemen pausieren musste. In den wenigen Minuten, die er gegen Wolfsburg noch bekam, verpasste er es außerdem, sich mit einer relativ guten Torchance in die Torschützenliste einzutragen und sich damit nachhaltig zu empfehlen.

Das Problem für Kagawa: Es dürfte als unwahrscheinlich gelten, dass er mit Götze gemeinsam in der Zentrale agiert. Die beiden Kreativen in die Mitte, dazu noch zwei Außenstürmer und Aubameyang ist wohl selbst für den Niederländer Bosz etwas zuviel Offensivgeist. Kagawas Marktwert ist zuletzt auch bei Comunio stark gesunken.

Felix Passlack (1.810.000)

Dortmund agiert aktuell ohne Linksverteidiger im Kader. Dabei hat Felix Passlack diese Position in der Vergangenheit schon das ein- oder andere Mal gespielt. Und das sogar recht ordentlich. Dass dort jetzt entweder Greenhorn Zagadou oder U19-Aushilfe Jan-Niklas Beste dort spielen, spricht nicht unbedingt für das Vertrauen des Trainers in Passlack.

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Das 19-Jährige Kraftpaket gehört aber ohnehin zu den Kandidaten, die wohl noch zur Ausdünnung des Kaders beitragen werden. Ein Leihgeschäft mit Hoffenheim gilt als einigermaßen sicher. Der Grund auch, warum Passlacks Marktwert aktuell noch verhältnismäßig hoch ist. Ob er sich dort gegen den zuletzt sehr starken Pavel Kaderabek durchsetzen kann, ist ein anderes Kapitel.

Jacob Bruun Larsen (690.000)

Reus verletzt, Schürrle verletzt, Dembele suspendiert, Mor so halb auf dem Weg nach Mailand: Es wäre die beste Gelegenheit für Jacob Bruun Larsen, auf eine der wenigen Chancen, die man bei einem Verein wie Dortmund als junger Spieler bekommt. Der hoch gelobte Däne (Zorc: „Wir trauen ihm eine ähnliche Entwicklung wie Pulisic zu“) fühlt sich auf den offensiven Außenpositionen am wohlsten, fehlte gegen Wolfsburg aber im Kader. Es wird für ihn nicht einfacher, wenn die großen Namen wieder zurückkehren.

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Autor: Karol Herrmann

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