Borussia Mönchengladbach spielt in der Saison 2015/2016 in der Champions League. Dass die Fohlen es nach Jahrzehnten der Entbehrung wieder so weit geschafft haben, ist maßgeblich der Arbeit von Sportdirektor Max Eberl zu verdanken.  

Dritter. Borussia Mönchengladbach hat eine überzeugende Saison gespielt und sich dafür mit der direkten Qualifikation für die Champions League selbst belohnt.

Das letzte Mal, dass die Borussia es in der Bundesliga nach 34 Spieltagen in das Toptrio geschafft hatte, ist ganze 28 Jahre her! Die Saison 86/87 beendete Gladbach ebenfalls auf Platz drei, hinter Bayern München und dem Hamburger SV. Damals noch mit Spielern wie Ewald Lienen, Michael Frontzeck, Uli Borowka und Andre Winkhold.

In der Zwischenzeit stieg die Borussia zweimal ab und wieder auf, zog in ein neues Stadion um und schrammte 2011 in der Relegation gegen den VfL Bochum nur knapp an der 2. Bundesliga vorbei.

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Auf dem Weg zurück zu alter Stärke?

Borussia Mönchengladbach war Jahrzehnte lang nur ein bleiches Abziehbild seiner ruhmreichen 70er-Jahre, als Günter Netzer, Herbert Wimmer, Berti Vogts und Konsorten Deutschland und Europa mit Fußball in Perfektion verzauberten.

Und nun das. 38 Jahre nach dem letzten Gewinn der deutschen Meisterschaft ist die Borussia auf dem Weg zurück zu alter Stärke – wenn man es denn so formulieren will.

Es ist das Verdienst einer handvoll Leute, die bei der Borussia die Fäden ziehen. Aber vor allem Max Eberl, seit Oktober 2008 Sportdirektor bei den Fohlen, darf sich den Wiederaufbau der Borussia fett und unterstrichen in seinen Lebenslauf schreiben.

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Wir verfolgen eine Doppelstrategie“

Eberl, der von einigen zu Beginn seiner Amtszeit nur mild belächelt wurde, hat der Borussia den Spiegel vorgehalten – und ihr so zu einem neuen Selbstbild verholfen.

„Wir lassen uns nicht als Ausbildungsklub abstempeln. Wir verfolgen eine Doppelstrategie“, sagte Eberl mal in einem Interview mit „Spox“: „Einerseits haben wir den Klub aus dem Abstiegskampf nachhaltig in die Einstelligkeit und sogar in die Europa League geführt und wollen Gladbach weiter nach vorne bringen. Aber dieser Weg beinhaltet auch, dass große Klubs uns nach wie vor Talente weg kaufen. Dadurch bekommen wir sehr viel Geld, um uns wieder weiterzuentwickeln.“

Weltklub der 70er-Jahre, Absturz ins Mittelmaß, zwischenzeitlicher Zweitligist, Durchlauferhitzer für junge Talente, Champions League. Max Eberl verfolgt einen Plan. Für dessen Durchführung hat er im Februar 2011 Lucien Favre als Trainer installiert, einen der begehrtesten Übungsleiter der Bundesliga.

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Nur nichts überstürzen

Dieser Plan beinhaltet unter anderem, sich in sehr kleinen Schritten der Borussia anzunähern, die jüngere Fans nur aus Erzählungen der Alten und aus Hochglanz-Bildbänden aus dem Fanshop kennen.

Eberl will nichts überstürzen. Er sucht auf dem Transfermarkt nicht nach alternden Weltstars, die sich in Gladbach einen ruhigen Karriereabend machen wollen, sondern nach ambitionierten Spielern, die bei der Borussia ihre große Chance sehen.

Für Marc-Andre ter Stegen holte er vor der gerade beendeten Saison keinen Torhüter mit Stallgeruch, sondern den Basler Yann Sommer, den bis dahin in Deutschland kaum einer kannte. Für zweieinhalb Millionen Euro holte er André Hahn aus Augsburg, heute soll der 24-Jährige um die acht Millionen Euro wert sein. Aus Stuttgart kam ablösefrei Ibrahima Traore, der in 24 Saisonspielen zwei Tore und drei Vorlagen beisteuerte.

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Champions League im Borussia-Park

Mit demselben Handwerkszeug bereitet die Borussia aktuell die kommende Saison vor. Max Kruse verlässt Gladbach in Richtung VfL Wolfsburg – der Transfer kostet die Wölfe zwölf Millionen Euro, die Fohlen hatten für Kruse nur 2,5 Millionen bezahlt. Weltmeister Christoph Kramer kehrt nach dem Ende seiner Leihe zurück zu Bayer 04 Leverkusen.

Im Gegenzug hat Eberl den vom FC Chelsea ausgeliehenen Thorgan Hazard für acht Millionen Euro bis 2019 fest verpflichtet. Und mit Lars Stindl kommt einer zur Borussia, der für Hannover 96 in der abgelaufenen Saison in 21 Spielen zehn Tore und vier Vorlagen gemacht hat. Sein Preis: drei Millionen Euro. Ein Transfer nach Eberls Geschmack.

Man darf annehmen, dass zu den schon feststehenden Neuverpflichtungen noch die eine oder andere dazu kommt. Immerhin muss die Borussia nicht mehr nur für den Angriff auf die Tabellenspitze in der Bundesliga planen. Die Gruppenphase der Champions League beginnt im September.

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Autor: Marcus Erberich

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