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Im Mai stemmten sie den DFB-Pokal in den Berliner Nachthimmel, heute dümpeln sie im Mittelfeld der Tabelle: Der VfL Wolfsburg ist mehr Rohrkrepierer als Bayernjäger. Was ist los beim VfL? Wir nehmen den Kader unter die Lupe.  

Vizemeister, Pokalsieger, der zweitbeste Angriff hinter dem übermächtigen FC Bayern München: Die letzte Saison muss sich für den VfL Wolfsburg wie ein Rausch angefühlt haben. Und was folgt auf einen solchen für gewöhnlich? Ein Kater.

Dieser gestaltet sich für die Wölfe so: Nach acht Spielen stehen sie mit zwölf Punkten auf Platz neun der Tabelle; auf einen guten Start mit drei Siegen und zwei Unentschieden folgten zuletzt zwei Niederlagen und ein Remis, darunter der Lewandowski-Fünferpack beim Gastspiel in München.

Für de Bruyne und Perisic kamen Draxler und Kruse

Für die eigenen Ansprüche ist das viel zu wenig – trotz der schwerwiegenden Abgänge von Kevin de Bruyne und Ivan Perisic. Immerhin hatte Klaus Allofs auch selbst Geld in die Hand genommen und als Kompensation Julian Draxler (36 Millionen Euro) und Max Kruse (12 Millionen Euro) gekauft – neben einigen anderen Neuzugängen.

Und obwohl die Mannschaft davon abgesehen im Kern bestehen blieb, ist Sand im Getriebe der Wolfsburger. Das zeigt sich nicht nur beim Blick auf die Tabelle, sondern auch bei der Analyse des Comunio-Kaders.

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In der Abwehr ragt wieder mal Rodriguez heraus

Torwart Diego Benaglio kann man nicht wirklich einen Vorwurf machen: Die ersten drei Saisonspiele fiel er wegen einer Rückenverletzung aus, seitdem bestritt er fünf Spiele, erhielt bei Comunio zweimal vier und dreimal zwei Punkte. Im Schnitt sind das 2,8 Punkte pro Spiel – kein guter, aber auch kein besonders schlechter Wert.

Schon in der letzten Saison war die Abwehr nicht gerade die Galionsfigur des VfL Wolfsburg: 38 Gegentore waren es nach 34 Spielen; bei Meister Bayern München waren es 18, Wolfsburgjäger Borussia Mönchengladbach hatte 26 Tore kassiert.

Auch dieses Jahr sind es nach knapp einem Viertel der Saison schon zehn Gegentore, entsprechend mäßig fallen die Punktausbeuten der Wölfe-Verteidiger aus. Leuchtturm unter seinen Kollegen ist wenig überraschend Ricardo Rodriguez mit 25 Punkten aus sieben bewerteten Einsätzen. Schon in der Vorsaison hatte der Schweizer bärenstarke 130 Punkte erspielt.

Das neue Wölfe-Mittelfeld muss sich noch finden

240 Punkte – das war die Ausbeute von Kevin de Bruyne in der Saison 2014/2015. Mittlerweile spielt der junge Belgier für Manchester City. Und in der aktuellen Mannschaft des VfL macht kein Mittelfeldspieler den Eindruck, diese Marke auch nur annähernd erreichen zu können.

Der beste Mittelfeldspieler im Kader ist aktuell Neuzugang Julian Draxler, der bis zum dritten Spieltag dieser Saison noch das Trikot des FC Schalke 04 trug. Am vierten Spieltag debütierte er dann für seinen neuen Arbeitgeber, seitdem bestritt er vier Spiele für den VfL Wolfsburg. Auf sein Konto gehen insgesamt 28 Comunio-Punkte, 16 davon sammelte er noch im Dienst für die Knappen, zwölf seit seinem Transfer zu den Wölfen.

Zweitbester Mittelfeldakteur beim VfL Wolfsburg ist Daniel Caligiuri mit 26 Punkten, die restlichen Spieler sind bisher aus Comunio-Sicht nicht der Rede wert.

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Im Sturm erledigt nur Bas Dost seine Hausaufgaben

Wie schon im letzten Jahr ist Bas Dost der gefährlichste Angreifer in den Reihen der Wolfsburger. Fünf Tore gehen schon jetzt auf sein Konto – bei Comunio ergibt das 29 Punkte. In der Liste der besten Comunio-Stürmer liegt er damit auf Platz elf hinter Frankfurts Alex Meier.

Weit entfernt von einer solchen Platzierung sind seine Sturmkollegen. Neuzugang Max Kruse spielte zwar in allen bisher absolvierten Bundesligaspielen, ein Tor gelang ihm dabei aber noch nicht. Sein bisheriges Highlight für seinen neuen Arbeitgeber war eine Vorlage am ersten Spieltag. Bei Comunio sind das bisher magere acht Punkte.

Noch viel schlechter läuft es bei Andre Schürrle. Der Weltmeister brachte es in bisher vier bewerteten Spielen auf zwölf Minuspunkte! Im September wurde er dafür mit dem Titel Loser des Monats, naja, ausgezeichnet. Und Nicklas Bendtner? Der spielte bisher zwar in jedem Spiel, meistens allerdings nur für ein paar Minuten. Immerhin: Ihm gelang schon ein Tor, bei Comunio hat er drei Punkte.

So ist das nun mal, wenn man einen Kater hat: Man kann ihn nur aussitzen und alles dafür tun, damit am nächsten Morgen alles wieder gut ist.

Du spielst noch nicht Comunio? Dann jetzt aber los!

Autor: Marcus Erberich

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