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Borussia Dortmund musste Achraf Hakimi ziehen lassen und sicherte sich stattdessen frühzeitig und ablösefrei die Dienste des belgischen Nationalspielers Thomas Meunier. Ist er ein gleichwertiger Ersatz? Thomas Meunier im Comunio-Check. 

Position: Der 28 Jahre alte Spieler ist ein klassischer Rechtsverteidiger, der dabei durchaus defensiver als Vorgänger Hakimi agiert, wenngleich er auch im rechten Mittelfeld zum Einsatz kommen kann. Das geschah in den letzten Jahren aber eher selten. In Dortmund dürfte er als rechter Schienenspieler im 3-4-3 eingeplant sein.

Bisherige Karriere: Meunier startete seine Profikarriere als 17-Jähriger beim damaligen Zweitligisten Royal Excelsior Virton. Zweienhalb Jahre später wechselte er zum belgischen Topklub FC Brügge und debütierte mit 19 Jahren in der ersten belgischen Liga.

In Brügge sammelte er auch erste Erfahrungen in der Europa League (insgesamt 30 Spiele). In fünf Jahren absolvierte der Rechtsverteidiger insgesamt 198 Spiele für Club Brügge ehe es ihn 2016 zu Paris Saint-Germain zog. Mit 42 Scorerpunkten im Gepäck hatte er keine schlechte Visitenkarte für den Sprung zum neureichen Scheichklub. 


Bei PSG war die Konkurrenzsituation allerdings ungleich größer und so kam er in keiner Saison für die Franzosen auf mehr als 24 Ligaspiele. Doch auch hier kann er mit einer sehr ordentlichen Scorerbilanz aufwarten. In 128 Spielen gelangen ihm 13 Tore und 21 Assists. 

Für Belgiens Nationalteam lief er insgesamt 40 Mal auf, zuletzt im Oktober 2019. 

Einstiegsmarktwert: 10 Millionen. Ein stolzer Preis, aber damit ist er im Dortmunder Kader nur auf Platz 11. Sein Gegenpart Raphael Guerreiro ist über 13 Millionen wert. Meunier dürfte nach dem Saisonübergang gleich mal nach oben schießen. 

Situation: Meunier ist fest für einen Stammplatz eingeplant. Der Belgier wird 1-zu-1 Hakimi ersetzen. Gegen die Konkurrenten Lukasz Piszczek (eher in der Dreierkette gebraucht), Marius Wolf (dürfte Dortmund wieder verlassen) und Mateu Morey (muss als Talent noch herangeführt werden) wird er sich durchsetzen.

Ein Fragezeichen steht noch hinter seinem Fitnesszustand. Die Ligue 1 wurde vorzeitig beendet und Meunier hat daher seit Anfang März kein Spiel mehr bestritten. 

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Marktwertpotenzial: Nach dem Saisonübergang wird der Marktwert sicher steigen. Hier gibt es also die Möglichkeit, die eine oder andere Million mitzunehmen. In Richtung Saisonstart dürfte sich sein Marktwert bei 8-11 Millionen einpendeln. 

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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