Reus Dortmund

Foto: picture alliance / pressefoto ulmer
In Dortmund fallen mit Mats Hummels und Ilkay Gündogan zwei absolute Stützpfeiler aus dem Fundament der Mannschaft, mit Henrikh Mkhitaryan könnte ein Dritter folgen. Marco Reus schlug daher jüngst medialen Alarm und forderte seine Klub-Bosse auf, in neue Spieler zu investieren. Doch in wen könnten Watzke, Zorc & Co. investieren? Eine Auswahl.

Sebastian Rode, Mittelfeld, 25, aktueller Verein: FC Bayern München

Obwohl ihm beim FC Bayern der Durchbruch verwehrt blieb, trauen die Verantwortlichen des BVB Sebastian Rode zu, in die Fußstapfen von Mittelfeld-Maestro Ilkay Gündogan zu treten. Dieser war in Dortmund zwar menschlich umstritten, fußballerisch jedoch über jeden Zweifel erhaben.

Bei der Suche nach einem Nachfolger sind die Dortmunder offenbar auf Rode aufmerksam geworden, der in Frankfurt vielversprechende Ansätze zeigte, sich im Münchner Starensemble jedoch nicht durchzusetzen wusste. Mit Thomas Tuchel hätte er nun allerdings einen Trainer, der ihn wirklich will und obendrein ein ausgewiesener (Roh-)Diamantenschleifer ist. Wohl auch deshalb sollen sich Rode und der BVB bereits in groben Zügen einig sein.

Wechsel-Wahrscheinlichkeit: 80%

Ömer Toprak, Abwehr, 26, aktueller Verein: Bayer 04 Leverkusen

Bereits in der gestrigen Gerüchteküche berichteten wir von der „Toprak-Schmerzgrenze“. Diese muss der BVB überschreiten, um Ömer Toprak von Bayer 04 Leverkusen loszueisen. 22 Millionen Euro, das wissen wir seit heute, entsprechen offenbar noch nicht jener Schmerzgrenze, denn mit diesem Angebot blitzten die Offiziellen aus Dortmund ab.

Abgesehen von der Preisfrage scheint dem Wechsel jedoch nichts mehr im Wege zu stehen. Toprak will nach Dortmund, Dortmund braucht (mindestens) einen neuen Innenverteidiger nach dem Abgang von Gallionsfigur Hummels. Allerdings ist Vorsicht geboten: Angesichts der anekdotenreichen Verletzungshistorie Topraks muss man sich fragen, ob man wirklich um die 30 Millionen Euro für einen überdurchschnittlich anfälligen Verteidiger ausgeben möchte.

Wechselwahrscheinlichkeit: 55%

Marc Bartra, Abwehr, 25, aktueller Verein: FC Barcelona

Mit dem Ausgang der Toprak-Story entscheidet sich vermutlich auch die Zukunft bzw. Nicht-Zukunft von Marc Bartra in Dortmund. Der Spanier hat es den BVB-Bossen ebenfalls angetan, ist er mit seinem filigranen Passspiel doch eher ein Innenverteidiger der Hummels-Garde. Beim FC Barcelona kam er damit jedoch nicht weit.

Als ewiges Talent verschrien scheint Bartra mittlerweile selbst nicht mehr an den Durchbruch bei den Katalanen zu glauben und bat deshalb Medienberichten zufolge um die Freigabe. In Dortmund wird er als Toprak-Alternative gesehen.

Wechselwahrscheinlichkeit: 30%

Raphael Guerreiro, 22, Abwehr, aktueller Verein: FC Lorient

Leverkusen ist nicht die einzige Adresse, bei der der BVB noch nicht die Schmerzgrenze erreicht hat. Auch beim FC Lorient ziert man sich aktuell noch. Dort bieten die Dortmunder um Raphael Guerreiro, einen vielseitigen portugiesischen Abwehrspieler. Ähnlich wie im Fall Toprak geht es lediglich noch ums Geld.

Zehn Millionen plus Erfolgsprämien warf der BVB mit seinem 1. Angebot in die Wagschale – nicht genug. Lorient lehnte ab. Dass dürfte die Zuversicht auf Seiten des BVB jedoch kaum schmälern, denn der Spieler soll bereits klipp und klar geäußert haben, dass er einzig und alleine nach Dortmund möchte. Konkurrenz gibt es somit keine.

Wechselwahrscheinlichkeit: 90%

Alvaro Morata, 23, Sturm, aktueller Verein: Juventus Turin

Dafür in unserem letzten Fall umso mehr! Alvaro Morata fühlt sich in Italien nicht mehr wohl und wird der Alten Dame bei passendem Angebot wohl den Rücken kehren. In der Pole Position befindet sich Real Madrid dank der 30 Millionen Rückkauf-Option, die sie einst mit Juve aushandelten. Allerdings soll Morata den Königlichen nach seiner Ausbootung vor drei Jahren nicht unbedingt wohlgesinnt gegenüberstehen.

Dieser Umstand hat zahlreiche andere Vereine auf den Plan geworfen – unter anderem den BVB, der schon jetzt nach Nachfolgern für den abwanderungswilligen Pierre-Emerick Aubameyang sucht. Mit Morata käme ein Stürmer derselben Güteklasse. Jedoch fehlen sachlich betrachtet die Argumente, die einen Stürmer dieses Kalibers von einem Wechsel nach Dortmund überzeugen sollen, anstatt sich Arsenal, Chelsea oder einem der Manchester-Clubs anzuschließen.

Wechselwahrscheinlichkeit: 5%

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Autor: Philipp Awounou

Leidenschaftlicher Schreiber und Student an der Sporthochschule Köln;)

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