Bis auf den FC Bayern München haben alle deutschen Mannschaften am letzten Spieltag der Champions-League-Gruppenphase ein Endspiel. Die Vorschau von Comunioblog.

Borussia Dortmund: Es sind harte Wochen für den Ruhrpott-Klub. Bundesliga-Heimniederlagen gegen den FC Bayern und Bayer Leverkusen mit keinem einzigen erzielten Treffer, dazu die schier nicht enden wollende Verletztenliste.

Vor dem abschließenden Gruppenspiel in der Champions League gegen Olympique Marseille fallen neben Mats Hummels, Neven Subotic und Marcel Schmelzer wohl auch Nuri Sahin und Sven Bender aus. Hinzu kommt der Langzeitverletzte Ilkay Gündogan. Keine guten Voraussetzungen für den Clash in Südfrankreich. Eines sollte trotz der großen Sorgenfalten jedoch für Aufmunterung sorgen: Der BVB hat das Weiterkommen selbst in der Hand.

Gewinnt der letztjährige Champions-League-Finalist, ist das Ticket für das Achtelfinale gebucht. Auch geht es in die Runde der letzten 16, wenn die Dortmunder genau das gleiche Ergebnis erzielen wie der SSC Neapel im Spiel gegen den FC Arsenal.

Als zusätzliche Motivation soll vor allem das letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams im Stade Velodrome dienen. Damals spielte der BVB Marseille zeitweise an die Wand, am Ende hieß es jedoch 0:3 aus Sicht der Dortmunder.

„Nach den Spielen in der Gruppenphase vor zwei Jahren haben wir noch eine Rechnung offen. Wir haben da etwas gutzumachen“, sagt Trainer Jürgen Klopp. „Aber Marseille will sicher nicht mit null Punkten aus der Champions League ausscheiden. Dort wird im Stadion bestimmt einiges los sein.“

Bayer 04 Leverkusen: Problemzone Abwehr

Bayer 04 Leverkusen besticht traditionell in der Offensive. Aber die Defensive ist oftmals ein Problem - auch in dieser Spielzeit. Dabei schien alles wunderbar zu beginnen.

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Bayer Leverkusen: Durch die 0:5-Abreibung im heimischen Stadion gegen Manchester United am letzten Spieltag hat Bayer 04 Leverkusen eine vorzeitige Entscheidung zugunsten des Achtelfinales verpasst – die Mannschaft von Trainer Sami Hyypiä erwartet im spanischen San Sebastian ebenfalls ein Finale.

Die Ausgangslage: Die Werkself muss mehr Punkte holen als Schachtjor Donezk, das zeitgleich im Old Trafford bei United antritt. Theoretisch würde also bereits ein Punkt reichen, solange Donezk in Manchester verliert, da Leverkusen den direkten Vergleich gegen die Ukrainer gewonnen hat.

Für Aufwind sollte vor allem der beeindruckende 1:0-Erfolg bei Borussia Dortmund sorgen. Bayer präsentierte sich von seiner besten Seite: aggressiv, forsch und effizient. Attribute, die vor allem in der Champions League vonnöten sind.

„Wir gehen mit einem guten Gefühl nach Spanien“, sagte Lars Bender dem vereinseigenen Medium. „Wir sind fokussiert. Gegen den BVB war es ein rundum gelungener Abend, ein gutes Spiel und einfach wichtig im Hinblick auf Dienstag.“

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FC Schalke 04: Wilde Wochen auf Schalke – eigentlich ist also alles wie immer. Deutliches und blutleeres Aus im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen 1899 Hoffenheim, wettbewerbersübergreifend gelang Königsblau lediglich ein Sieg aus den letzten fünf Partien.

Klar, dass in Gelsenkirchen mit solchen Leistungen die Trainerfrage einhergeht. Der Stuhl von Jens Keller wackelt gewaltig: Die Medien bringen bereits Nachfolger ins Spiel. Hinzu kommt Sport-Vorstand Horst Heldt, der Kellers Jobgarantie nur noch tageweise ausstellt.

Da kommt so ein Endspiel um den Einzug ins Champions-League-Achtelfinale sicherlich nicht zum besten Zeitpunkt. Dennoch: Schalke weiß genau, was geleistet werden muss. Nur ein Sieg im Heimspiel über den FC Basel ebnet den Weg in die K.o.-Runde.

„Wir wissen, dass nur ein Sieg zählt“, sagt Kevin-Price Boateng. „Das sollten der Gegner und die Fans von der ersten Minute an spüren.“

Autor: Sebastian Schramm

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