Foto: © imago images / Moritz Müller
An dieser Stelle präsentieren wir jede Woche einen Spieler, der unter dem Radar läuft, ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hat und seinen Marktwert schnell steigern könnte. Diesmal mit Salih Özcan von Borussia Dortmund.
Marktwert: 420.000 (Stand 21. Januar)
Punkte: 5
Punkte pro Spiel: 2,5
Özcan profitiert beim BVB von Abgang und Verletzung
Noch vor wenigen Wochen sah alles danach aus, als würde Salih Özcan Borussia Dortmund bereits in der Winterpause verlassen. Der Vertrag des Mittelfeldspielers läuft im Sommer aus, der BVB will nicht mehr mit ihm verlängern. Doch dann kam plötzlich der Transfer von Pascal Groß zurück zu seinem Ex-Verein Brighton & Hove Albion dazwischen und Özcan musste bleiben.
Dem BVB stehen für zwei Positionen im zentralen Mittelfeld nur noch vier Spieler zur Verfügung: Felix Nmecha ist gesetzt, neben ihm liefen zuletzt abwechselnd Jobe Bellingham und Marcel Sabitzer auf. Und dahinter reiht sich Salih Özcan als Notnagel ein – eigentlich. Denn jetzt ist Sabitzer verletzt. „Einige Zeit“ müsse er pausieren, sagte BVB-Trainer Niko Kovac.
BVB-Rotation mit Özcan?
Da Borussia Dortmund derzeit eine Englische Woche nach der nächsten spielt und Kovac ein Fan von Rotation ist, ergeben sich plötzlich größere Einsatzchancen für Özcan. Weil er vom BVB nicht für die Champions League gemeldet wurde, kann ihn Kovac nur in der Bundesliga einsetzen. Am vergangenen Wochenende kam er schon zu seinem ersten Kurzeinsatz seit dem 4. Spieltag.
Aufgrund der aktuell stärkeren Belastung ist es durchaus wahrscheinlich, dass Özcan am Samstag bei Union Berlin und danach im Heimspiel gegen Heidenheim früher eingewechselt wird – oder sogar überraschend in der Startelf auftaucht. Die Trainingsleistungen dürften stimmen, denn Özcan ist kein Typ, der sich hängen lässt, wenn es mal schwierig wird.
Özcan gilt als „Mentalitätsspieler“
Der BVB hatte den 28-Jährigen im Sommer 2022 vom 1. FC Köln zu sich geholt. Damals war es eine Transferperiode, in der sich die Borussen das erklärte Ziel gesetzt hatten „Mentalitätsspieler“ für ihren Kader zu verpflichten. Sportdirektor Sebastian Kehl lobte Özcan bei der Verpflichtung explizit für „seine Mentalität und seine Physis“.
Letztlich konnte er die in ihn gesetzten Erwartungen an der Strobelallee nicht dauerhaft erfüllen, weshalb es im Sommer nach vier Jahren zur Trennung kommen wird. Doch bis dahin hat Özcan jetzt noch einmal die Chance, auf sich aufmerksam zu machen. Mit Blick auf eine mögliche WM-Teilnahme mit der Türkei im Sommer dürfte seine Motivation groß sein.





























