Bald in unterschiedlichen Ligen unterwegs? Keita und Vidal

Foto: © imago /DeFodi
Der erste Rückrundenspieltag biegt auf die Zielgerade ein und mancher Manager wird panisch feststellen: Der Kader ist noch nicht fertig. Aber heute gibt es vor allem Statements von und zu Spielern, die im Winter nicht wechseln – definitiv (vielleicht)!

Naby Keita (RB Leipzig, Mittelfeld)

Schalke geschlagen, Tor erzielt, auf Platz zwei gesprungen, Gelbsperre klar gemacht: Man kann nicht behaupten, dass das tägliche Wechselwirrwarr um seine Person Naby Keita von einem intensiven Spieltag abgehalten hätte. Da war wirklich alles drin am gestrigen Samstagabend. Und doch wird weiter geredet werden. Über den Mann aus Guinea, vielleicht auch mit ihm. Auch, wenn RB-Sportdirektor Ralf Rangnick gestern am Sky-Mikrofon sagte: „Es liegt für keinen unserer Spieler von irgendeinem Verein ein Angebot vor. Wir haben letztes Jahr im September schon eine Lösung gefunden. Ich gehe davon aus, dass er noch 19 Spiele bei uns spielt.“

Andere Quellen sagen, dass Liverpool „nur“ 20 Millionen auf das für den Sommer verabschiedete Angebot (etwa 70 Millionen Euro) drauflegen müssen, um den Transfer des Mittelfeldspielers noch im Winter vollziehen zu können. Manchem Comunio-Manager mit Keita im Kader wäre ein schnelles Ende des Hickhacks (samt Wechsel auf die Insel) wohl inzwischen ganz lieb: Mit schlappen 20 Punkten gehört der Senkrechtstarter der vergangenen Saison in dieser Runde zu den ganz großen Enttäuschungen – und weitere Punkte kommen am anstehenden Spieltag aufgrund der Gelbsperre definitiv nicht dazu.

Aber Pech gehabt: Heute zogen die Leipziger einen (vorläufigen?) Schlussstrich unter das Thema und verkündeten via ihrer Social Media-Kanäle: Naby Keita bleibt bis zum 30.6.2018 Spieler von RB Leipzig. Damit beenden wir die Spekulationen um einen vorzeitigen Wechsel im Winter von Keita zum FC Liverpool. Auch Naby und sein Berater haben diese Entscheidung akzeptiert.“ Wäre das dann ja geklärt. Vielleicht.

Die zehn besten Leipziger der Hinrunde 17/18

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Platz 10: Peter Gulacsi, Tor, 36 Punkte in 16 Spielen | Bildquelle: Imago

Walace (Hamburger SV, Mittelfeld)

Ja, was Walace denn nun haben für ihren Mittelfeldspieler? Klar ist, dass es mehr als schaler Wortwitze bedarf, um Walace vom Hamburger SV loszueisen. Das deute HSV-Sportchef Jens Todt gestern Abend nach der 0:1-Niederlage beim FC Augsburg gegenüber Sport1 an: „Walace ist unser Spieler, wir wollen ihn nicht abgeben und wir sehen eigentlich auch keine Veranlassung von uns aus irgendwie aktiv zu werden. Wenn jemand an dieser Situation etwas ändern will, muss er auf uns zukommen und das ist bisher bei weitem nicht ausreichend passiert.“ Soll wohl heißen: Es gibt Interessenten und man ist bereit, sich deren Angebote anzuhören.

Der 22-jährige Goldmedaillengewinner von Rio hatte seinen Heimaturlaub eigenmächtig verlängert und scheint die Lust an einem weiteren Engagement im Norden schon längst verloren zu haben. Die Verzweiflung bei HSV-Trainer Markus Gisdol scheint sich darüber in Grenzen zu halten: Für den Rückrundenauftakt hatte er Walace bereits nicht mehr für den Kader berücksichtigt. Walace war erst in der Winterpause 16/17 für gut 9 Millionen Euro nach Hamburg gewechselt.

Dominik Kaiser (RB Leipzig, Mittelfeld)

Einer, der wohl zum HSV könnte, wenn er denn wollte, spielt derzeit noch in Leipzig. Oder genauer gesagt: Spielt nicht. Dominik Kaisers Zeit im Mittelfeld des Bayern-„Verfolgers“ ist abgelaufen, auch zum Rückrundenauftakt kam der Kapitän nicht zum Einsatz. Nach diesem erneuten Fingerzeig könnte es schnell gehen. HSV-Vorstandschef Heribert Bruchhagen verriet Sky: „Unser Sportchef Jens Todt ist in konkreten Gesprächen mit RB Leipzig. Ich habe zuvor auch mit Ralf Rangnick darüber gesprochen, der uns die Erlaubnis erteilt hat, mit dem Spieler zu verhandeln. Aber der Spieler muss es auch wollen.“ Na dann…

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Manuel Akanji (FC Basel, Abwehr)

Hier fehlt wohl nur noch die Tinte: Manuel Akanji, Schweizer Nationalspieler vom FC Basel, wechselt zum BVB und absolviert in diesen Stunden schon den Medizincheck. In Dortmund sagt man zwar noch, man kommentiere keine Gerüchte, aber die Anwesenheit Akanjis in Dortmund – die von Der Westen und anderen Medien berichtet wird – spricht für sich. Bild vermeldete den Transfer schon als perfekt und kennt natürlich auch die Ablösesumme: 21,5 Millionen Euro sollen aus dem Ruhrgebiet in die Schweiz fließen. Dass der Transfer eines Innenverteidigers Sinn ergibt, darüber gibt es keinen Zweifel: Mit 24 Gegentoren stellt der BVB eine überaus mittelmäßige Abwehr.

Arturo Vidal (FC Bayern München, Mittelfeld)

Jupp Heynckes hatte dem Werben des FC Chelsea um seinen Mittelfeldspieler schon einen Dämpfer erteilt, nun hat sich Arturo Vidal auch persönlich noch einmal zum FC Bayern München bekannt: „Ich bleibe definitiv hier, ich habe drei große Ziele mit Bayern und denke an nichts anderes. Mein Traum ist, die Champions League zu gewinnen. Mit ein bisschen Glück können wir dieses Jahr das Triple holen“, sagte der Chilene ADN Radio aus seiner Heimat. Das wird man in München gern hören. Beim 3:1-Sieg in Leverkusen stand „der Krieger“ in der Anfangsformation.

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Autor: Till Erdenberger

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