Der FC Bayern besiegte den BVB klar.

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Ende der Länderspielpause! Nun hoffte man wieder auf: Abstiegskampf, Topspiele, German Clasico! Was hatten man früher für absolute Highlights. Spiele, die epischen Schlachten glichen. Partien, die die Massen elektrisieren. Doch Zeiten ändern dich. Man hat die Fußball-Bundesliga 2018.

Die Lehren der Woche: Es war ja jetzt nicht so, als hätte man bei 18 Punkten Rückstand auf ein Duell auf Augenhöhe gehofft. Aber die Partie des FC Bayern gegen Borussia Dortmund, das ist eigentlich immer noch der Anspruch auf deutschen Spitzenfußball. Immerhin war es vor fünf Jahren mal das Finale der Champions League.

Ok, ok. Man sollte nicht in der Vergangenheit leben, schon klar. Aber vom „deutschen Clasico“ von einst, erhoffte man sich dann doch zwei Teams, die Bock haben, zu gewinnen. Am Samstagabend in der Allianz Arena hatte leidglich nur einer Spaß im Sandkasten, der andere hatte seine Förmchen daheim vergessen. Vermutlich.

Bereits nach 15 Minuten hätte es 4:0 für den FC Bayern stehen können. Zum Glück für den BVB reagierte man in Köln zumindest einmal auf Basti Dankerts Nachfrage, ob ein Bayern-Akteur im Abseits stand (Ribery tat es, Lewandowski allerdings wohl auch)

So war die Partie bereits nach nicht einmal einer halben Stunde entschieden. Die Heynckes-Elf, deren bockstarke Leistung wir hier in keiner Weise schmälern wollen, lag mit 3:0 vorne. Und vermutlich aus Angst, in der zweite Hälfte doch nochmal rankommen zu können, ließ sich der BVB kurz vor dem Halbzeitpfiff nochmal zwei Buden einschenken – bei 0:5 geht eh nix mehr.

Am Ende wurde es ein 0:6, aber auch nur, weil der FC Bayern gnädig war. „Das Ergebnis ist in der Höhe vollkommen in Ordnung. Wir haben eine Mannschaft gesehen, die bereit war, eine Mannschaft, die unsere Fehler ausgenutzt hat, giftig war, das Spiel zu gewinnen, in die Zweikämpfe zu gehen – Dinge, die ich bei meiner Mannschaft nicht wahrgenommen habe. Sie war fahrig, wenig konsequent im Defensivverhalten, es ist ganz einfach gegangen. Wir haben davon profitiert, dass die Bayern nächste Woche ein ganz wichtiges Spiel und rausgenommen haben. Deshalb sind wir mit eineinhalb blauen Augen davongekommen“, sagte BVB-Coach Peter Stöger nach dem Abpfiff.

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Was war das noch für eine Partie, als es in der 90. Minute noch Spitz auf Knopf stand. Beide Teams sich bis auf die Knochen bekriegten. Und jetzt? Jetzt ist es eine Demontage. Und das Schlimme ist, die Bayern müssen sich nicht mal besonders freuen, kommt es doch gar nicht so überraschend.

Wenn schon der Meisterschaftskampf nicht mehr spannend wird, dann darf man doch wenigstens auf knackige Spiele mit Herzblut im Kampf gegen den Abstieg hoffen, oder?

Ähm, ganz kurz… nope! Im „Abstiegskampf“ lässt der Effzeh sich von der TSG Hoffenheim mit 0:6 herschießen und freut sich lediglich darüber, dass der HSV auch nicht gewonnen hat. Und das soll was heißen.

Meisterschaft: entschieden. Abstiegskampf: albern. Daher dachte sich die DFL, bieten wir doch ein Topspiel zum Topspiel an. Samstagabend 20.30 Uhr. Ostern. Alle sind daheim. Das wird ein Fest.

Damit die ganze Sache dann von vornherein zum Scheitern verurteilt ist, setzt die Liga vorsichtshalber zu dieser epischen Anstoßzeit Hertha BSC gegen VfL Wolfsburg an.

Die Partie endete Nullnull. Damn you, spätes Samstagabendspiel!

Bushido hatte doch Recht: Zeiten ändern dich.

Tweet der Woche: Dieser Aki…

Story der Woche: Da Länderspielpause war, passierte unter der Woche relativ wenig, außer, dass es in der Luft zu erhöhtem Verkehrsaufkommen kam, da alle Nationalspieler aus ihrem Ländern wieder heimkehrten.

Einzig erwähnenswerte Geschichte ist vielleichte die Aussage von Toni Kroos nach dem – naja nennen wir es dürftigen Auftritt des DFB-Teams gegen Brasilien. Da sagte der sonst stets diplomatische Toni, dass man ja vielleicht doch gar nicht so geil ist, wie alle immer sagen. Und wenn der Toni das sagt, dann ist da auch was dran.

Elf des 22. Spieltags: ´

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Keine schlechte Ausbeute für die Comunio-Manager, die ein paar Spieler aus der Top-Elf aufgestellt haben. Alle zusammen erhielten ganze 150 Comunio-Punkte! Darunter sind fünf Akteure der Gala-Bayern.

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Tipp der Woche: Immer wieder Sonntags… dü dü dü dü düüü!

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Fast 40 Jahre alt und trotzdem Marktwertgewinner: Kölns Pizarro legte im März gemeinsam mit einem Mannschaftskollegen einen großen Sprung hin. Frankfurt kommt ebenfalls mit einem erfolgreichen Duo um die Ecke.

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Teuerster Spieler: Michy Batshuayi (Borussia Dortmund, 15.840.000)

Teuerste Mannschaft: FC Bayern München (149.580.000)

Punktbester Spieler: Robert Lewandowski (FC Bayern München, 202), Naldo (FC Schalke 04, 159), Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach, 151)

Bester Spieler nach Positionen: Jiri Pavlenka (SV Werder Bremen, 106), Naldo (FC Schalke 04, 153), James Rodriguez (FC Bayern München, 132), Robert Lewandowski (FC Bayern München, 202)

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Autor: Florian Schimak

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