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Die Partien zwischen Borussia Mönchengladbach und Werder Bremen sind immer besonders torreich. So auch in der Saison 2009/2010, als vor allem Aymen Abdennour einen rabenschwarzen Tag erwischte und die Fohlen angeführt von Raul Bobadilla das Spiel sehr früh entschieden.

Fußball ist an und für sich ja ganz einfach. Es spielen 22 Mann gegeneinander und der bessere gewinnt. So oder so ähnlich lautet zumindest die einhergehende Definition des Spiels.

Anders sieht die ganze Sache aus, wenn der SV Werder Bremen dabei ist. Denn ab und an sind die Jungs von der Weser das spielbestimmende Team, verlieren am Ende aber doch recht deutlich oder sorgen dafür, dass zumindest die neutralen Zuschauer auf ihre Kosten kommen. Vor allem in der Ära von Thomas Schaaf.

Ein Beispiel? In der Saison 2009/2010 reisen die Bremer in den Borussia-Park nach Mönchengladbach. Die Fohlen werden trainiert von Michael Frontzek und tümpeln am 20. Spieltag irgendwo im Tabellennirvana rum, während sich die Schaaf-Truppe im Kampf um Europa befindet.

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Die Partie ist aber eigentlich nach 18 Minuten entschieden. Aymen Abdennour (inzwischen bei Olympique Marseille und mit zehn CL-Einsätzen) erwischte einen rabenschwarzen Abend und pennte zu Beginn gleich drei Mal. Raul Bobadilla bediente in der 4. Minute zunächst Marco Reus zur 1:0-Führung, ehe der Südamerikaner Sturmpartner Roberto Colautti das 2:0 auflegte und in der 18. Minute dann nach Vorarbeit von Reus das 3:0 erzielte. Bobadillas Rehabilitation nach 934 torlosen Minuten.

Kurioserweise waren die Bremer bis dahin eigentlich spielbestimmend, in der 26. Minute gelang dann auch der Anschlusstreffer durch Mesut Özil, doch der überragende Bobadilla stellte nach gut einer halben Stunde den alten Abstand wieder her (35.). Noch vor der Pause war es dann Claudio Pizarro, der das Ergebnis zum Pausentee erträglich gestaltete und die Bremer Hoffnung am Leben hielt. Fast wäre vor dem Pausentee sogar noch der 4:3-Anschlusstreffer gefallen, doch Ex-Borusse Marko Marin schloss lieber selbst ab, als Pizarro freistehend zu bedienen.

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Durchgang zwei war dann deutlich ereignisärmer, als die furiose erste Hälfe. Werder spielte weiter offensiv nach vorne, die erste Chance aber hatten die Gladbacher in Form von Reus, der Tim Wiese nach einem Arango-Freistoß prüfte. In der 74. Minute rettete der Keeper auf Höhe der Torlinie, nachdem Bobadilla ihn mit einem Heber überwinden wollte.

Richtig hektisch wurde es am Ende, als Torsten Frings einen fälligen Strafstoß (Bailly an Marin) verwandelte, doch mit etwas Glück und Geschick rettete die Borussia den Dreier über die Zeit.

Quelle: Comstats

Quelle: Comstats

Comunio-Monster des Spiels war natürlich Bobadilla, der bockstarke 18 Zähler einheimste. Auch Reus punktete zweistellig (10), ansonsten bekleckerte sich kein Fohle wirklich mit Ruhm.

Ähnlich sah es bei den Bremern aus, bei denen nur Özil und Pizarro ordentlich punkteten (8 bzw. 7). Ansonsten kam die ganze Truppe nur auf unterdurchschnittliche vier Zähler.

Am Ende der Saison erkämpfte sich Werder aber dennoch Platz 3 und nahm an der Qualifikation zur Champions League teil, während die Gladbacher am Ende einen biederen 12. Platz belegten.

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Autor: Florian Schimak

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