Foto: © imago/Eibner

Wir schreiben die Saison 2014/15. Weder die Hessen von Eintracht Frankfurt, noch die Schwaben vom VfB Stuttgart werden sich in dieser Spielzeit mit Ruhm bekleckern. Allerdings lieferten sich beide Teams im direkten Aufeinandertreffen einen irren Clash.

Für VfB-Trainer Armin Veh war es ein Treffen mit der Vergangenheit, saß der Coach doch zuvor noch auf der Bank der Hessen. Dort hatte inzwischen Thomas Schaaf Platz genommen.

Dass beide Trainer jetzt nicht zwingend Verfechter der Defensivkunst sind, war damals schon bekannt. Vor dem Aufeinandertreffen der beiden Klubs am 9. Spieltag hatte die Eintracht die dritt- und der VfB die zweitmeisten Gegentreffer bekommen. Lediglich Werder hatte zudem bis dahin sieglos mehr Treffer gefressen.

So entwickelte sich zwischen Frankfurt und Stuttgart von Beginn an ein Match der offenen Visiere, bei dem der VfB in der Anfangsphase die besseren Gelegenheiten hatte, doch weder Filip Kostic noch Christian Gentner gelang ein Tor.

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20. Roman Bürki, Borussia Dortmund, Tor, 26 Punkte

Ganz anders sah es in der 21. Minute bei der Eintracht aus, die durch den neu in die Mannschaft gekommenen Alex Madlung die schmeichelhafte Führung erzielte. Diese währte allerdings nur knapp 15 Minute, dann war Martin Harnik per Doppelschlag zur Stelle (34. + 36.) und sorgte so für die verdiente Pausenführung des VfB.

Schaaf reagierte und brachte mit Marc Stendera und Stefan Aigner nach dem Seitenwechsel zwei neue Offensivspieler, doch bevor diese wirklich in Erscheinung treten konnte, erzielte Gentner das 3:1 für die Gäste (51.).

Allerdings wäre die Eintracht unter Schaaf nicht die Eintracht unter Schaaf gewesen, wenn sie sich damals aufgegeben hätte und so gelang es den Hessen innerhalb von acht Minute die Partie zu drehen. Erst war es Alex Meier, der den Anschlusstreffer erzielte (54.), dann sorgte Aigner für den Ausgleich (61.), ehe abermals Madlung sogar die Führung erzielte (65.).

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Der Turnaround? Von wegen! Wenn eine Schaaf-Truppe etwas nicht kann, dann auf Ergebnis halten spielen. So natürlich auch die Frankfurter.

Zunächst gelang dem eingewechslete Timo Werner in der 81. Minute der Ausgleich, dann nutzte Gentner einen Patzer von Eintracht Keeper Felix Wiedwald für die abermalige Führung – 4:5! Kurz darauf zeigte Haris Seferovic Schiedsrichter Christian Dingert „die Brille“ und flogt mit Rot vom Platz.

Kurioserweise verpasste die SGE in der Nachspielzeit in Form von Aigner den Ausgleich nur ganz knapp und so siegten die Stuttgarter in einem irren Match am Ende dank einer klasse Moral in Frankfurt.

Quelle: Comstats

Quelle: Comstats

In Sachen Comunio war Doppeltorschütze Madlung natürlich der Star des Spiels (20 Punkte), auch wenn fünf Gegentreffer nicht zwingend für einen Abwehrspieler sprechen. Außerdem punktete Alex Meier fast schon gewohnt zweistellig (10). Die beiden sorgte so fast für die komplette Punktzahl der Hessen (34).

Beim VfB überzeugten natürlich mit Gentner (18) und Harnik (16) auch die beiden Akteure, denen zwei Treffer gelangen. Insgesamt erzielte das Veh-Team 51 Punkte.

Am Ende war die Inkonstanz in dieser Partie eine Blaupause für die komplette der Saison der beiden Teams. Während der VfB sich erst mit einem furiosen Saisonfinale rettete, hatten die Frankfurter zwischenzeitlich sogar einmal Europapokalhoffnungen, mussten diese dann aber am Ende doch begraben.

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Autor: Florian Schimak

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