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Am Samstag geht es für das DFB-Team gegen Weißrussland um die letzten entscheidenden Punkte für das EM-Ticket. Mit einem Sieg wäre die Löw-Elf qualifiziert, wenn die Niederlande zeitgleich gegen Nordirland gewinnt. Weißrusslands wohl erfolgreichster Fußballer mischte auch einst die Bundesliga auf. Die Rede ist von Aliaksandr Hleb. ComunioMagazin erinnert sich. 

Im Jahr 2000 verpflichtete der VfB Stuttgart einen blassen Jungen von BATE Borissow für schlappe 150.000€. Eigentlich war vorgesehen, den hageren Jüngling in der zweiten Mannschaft einzusetzen, doch Ralf Rangnick entschied sich früh anders, 

Bereits am 3. Spieltag in der Saison 2000/01 wurde Aliaksandr Hleb in der 56. Minute gegen den 1. FC Kaiserslautern für keinen Geringeren als Krassimir Balakov bei den VfB-Profis eingewechselt.

Comunio History: Aliaksandr Hleb – Seine Anfänge

Die Schwaben gewannen die Partie 3:0, Hleb fiel nicht wirklich großartig auf, durfte aber trotzdem in dieser Spielzeit als 19-Jähriger dreimal Bundesligaluft schnuppern. Außerdem ließ ihn Rangnick im UEFA-Cup ran. 

Bei Comunio verlief seine erste Saison eher semi-gut. Vier Minuspunkte in den insgesamt vier Einsätzen waren jetzt kein verheißungsvoller Start. 

Die 25 besten Saisonleistungen

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Platz 25: Thomas Müller (Bayern München, 2015/16, 204 Punkte)

Im Jahr darauf verlief es dann schon wesentlich besser. Hleb erkämpfte sich einen Stammplatz, absolvierte 32 Partien in der Liga und holte bei Comunio 62 Punkte. Auch wenn diesbezüglich noch Luft nach oben war, deutete der weißrussische Youngster an, dass ordentlich Potenzial in ihm schlummert.

Comunio History: Aliaksandr Hleb – sein Durchbruch

In der darauffolgenden Saison hätte er fast die 100er-Marke geknackt. Am Ende fehlten Hleb mickrige zwei Pünktchen. Dass er aber inzwischen zu den Besten in der Liga gehörte, das bewies er dann in der Spielzeit 2003/04, in der er 112 Punkte holte. 

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Diesen Wert konnte er in der folgenden Saison tatsächlich noch einmal toppen und holte starke 122 Zähler. Dass solche Leistungen Begehrlichkeiten wecken, dürfte auch den VfB-Verantwortlichen klar gewesen sein. So wechselte Hleb 2005 für 15 Millionen auf die Insel zum FC Arsenal. 

Auch bei den Gunners wusste er zu überzeugen, wurde dreimal in Folge zum Spieler des Jahres gewählt. Die großen Titel aber konnte er mit Arsenal freilich nicht erringen. So zog es ihn 2008 zum FC Barcelona, wo er in seiner Debüt-Saison sofort die Champions League gewann. 

Comunio History: Aliaksandr Hleb – sein „Ende“

Allerdings fühlte sich Hleb bei den Katalanen alles andere als wohl und kam selten zum Zug, weshalb er sich zur Saison 2009/10 wieder an den VfB Stuttgart ausleihen ließ. Die hohen Erwartungen, die ihn ihn gesteckt wurden, konnte Hleb bei den Schwaben aber auch mehr nicht erfüllen. Überschaubare 26 Punkte holte er bei seiner Rückkehr.

Quelle: ComStats

Anschließend lieh Barca ihn an Birmingham City aus, ehe daraufhin 2011 der VfL Wolfsburg zuschlug und den damals 31-Jährigen vom FC Barcelona auslieh. Allerdings konnte Hleb auch im Wölfe-Trikot nicht glänzen und kam lediglich viermal zum Einsatz.

Kurioserweise holte er in den vier Partie genauso viele Punkte wie in seinen ersten vier Partien am Anfang seiner Karriere – nämlich -4…

Anschließend begann für Hleb eine wahre Odyssee. Zunächst zog es ihn nach Russland, dann kurzzeitig in seine Heimat, ehe er sein Glück in der Türkei suchte. Zuletzt versuchte er es nochmals bei BATE. Inzwischen schnürt der nun 38-jährige Hleb seine Schuhe für den FC Isloch, einen weißrussischen Erstligisten. Immerhin. 

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Autor: Florian Schimak

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