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Inzwischen ist es leicht auf den HSV einzudreschen, klar. Spielt er doch seit Jahren eher semigut, obwohl er Millionen in teure Stars investiert. Früher hat man an der Elbe aber auch schon die Spendierhosen angehabt, aber damals war man noch erfolgreich. So wie beim 6:2 gegen den 1. FC Köln am 27. Spieltag in der Saison 2010/11. Damals hatten beim Hamburger SV ein gewisser Ruud van Nistelrooy auf dem Platz – der Star an diesem Tag war aber ein anderer.

Wenn man in der Vorwoche mit 0:6 aus der Allianz Arena in München gefegt wird und mit Michael Oenning einen neuen Coach installiert, dann darf man gespannt sein, was im Spiel gegen den 1. FC Köln passiert. So schickte der neue Trainer mit Dennis Diekmeier gleich einmal einen Debütanten aufs Feld. Außerdem rückte Boris Mathijssen wird in die Startelf, bei der Ruud van Nistelrooy und Mladen Petric das Sturmduo und Heiko Westermann mit Ze Roberto die Doppelsechs bildete.

Auf Seiten der Kölner agierte Lukas Podolski etwas hängend hinter Milivoje Novakovic, während Michael Rensing im Kasten stand. Frank Schäfer nahm nach dem 4:0 gegen Hannover in der Vorwoche insgesamt nur eine Änderung vor, so durfte der zuletzt gesperrte Martin Lanig wieder ran und Christian Clemens musste auf der Bank Platz nehmen.

Stets bemüht: Diese Stürmer haben noch kein Tor erzielt

Kernaufgabe eines jeden Angreifers: Das Runde muss ins Eckige. Bei einigen Kandidaten hat das bisher aus unterschiedlichen Gründen noch nicht geklappt. Diese Stürmer haben frei nach Andreas Brehme "Scheiße am Schuh".

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Nach einem mehr oder weniger verhaltenen Beginn zerlegten die Hamburger den Effzeh im ersten Durchgang letztlich nach allen Regeln der Kunst. Petric sorgte in der 12. Minute für die Führung, anschließend setzten sich Podolski und Co. noch einmal zur wehr, doch spätestens nach dem 2:0 durch Änis Ben-Hatira spielte nur noch der HSV.  Mit einem Doppelschlag innerhalb von nur fünf Minuten (38.+43.) sorgte Petric für den 4:0-Halbzeitstand (!).

Kurz nach dem Seitenwechsel war dann Mato Jajalo für die Kölner erfolgreich, ehe Gojko Kacar nur wenige Minuten danach das 5:1 erzielte und spätestens somit die Partie entschied. Altmeister Ze Roberto brachte die Hausherren per Elfmeter gar mit 6:1 in Führung, Podolskis Treffer in der 62. Minute war dann nur noch Ergebniskosmetik und so feierte der HSV nach furiosen 60 Minuten einen absolut verdienten 6:2-Erfolg über den Effzeh.

Vor allem Petric mit seinen drei Buden rockte bei Comunio, so gab es für den Kroaten satte 21 Punkte. Sturmkollege van Nistelrooy holte lediglich sechs. Generell war Petric bei Comunio wesentlich erfolgreicher als “Van The Man”. So holte Patric in dieser Spielzeit 99 Zähler, der Niederländer nur 51 – überschaubar.

Quelle: ComStats

Quelle: ComStats

Neben Petric glänzten an diesem Tag vor allem Ze Roberto (11) und Ben-Hatira (14) für den HSV, die schlussendlich auf 86 Punkte kamen. Und der Effzeh? Der bekam natürlich ordentlich Minuspunkte. Ganze 39 an der Zahl. 

Am Ende der Saison belegten die Geißböcke dann Platz 10, während der HSV auf dem 8. Rang landete. Heute wäre das für die Rothosen definitiv ein großer Erfolg. Aber lassen wir das…

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Autor: Florian Schimak

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