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April 2016. Die Bundesliga hat am 29. Spieltag einen Abstiegsknaller parat. Auf dem Feld gegenüber stehen sich Eintracht Frankfurt und 1899 Hoffenheim. An der Seitenlinie wippen zwei Trainer auf und ab, die diesen Mannschaften aus der Misere helfen werden. Julian Nagelsmann und Niko Kovac.
„Notnagelsmann“ nannte ihn ein Fernsehsender, als er seine Mission in der Bundesliga antrat. Ein 28-Jähriger ohne Trainererfahrung betrat im Februar 2016 die große Bühne Fußball-Bundesliga: Julian Nagelsmann. Das Kunststück, das er vorführen sollte: Die abstiegsgefährdete 1899 Hoffenheim aus dem Tabellenkeller ziehen.
In der anderen Bühnen-Box Niko Kovac. Die Bundesliga-Show kannte der Kroate zuvor nur als Akteur auf dem Platz – als Trainer coachte er 2016 zum ersten Mal in der Bundesliga. Als er Eintracht Frankfurt im März 2016 übernahm, standen die Hessen mit beiden Beinen in der Krise. Relegationsplatz in der Bundesliga, der Abstieg so nah wie Kovac der Seitenlinie.
Nagelsmann und Kovac: Das Drehbuch zum Happy End
Auch 1899 Hoffenheim hatte da schon bessere Tage gesehen. Nur einen Punkt Vorsprung hatte die Neu-Nagelsmann-Elf vor der Partie auf Eintracht Frankfurt. Der Vorsprung auf den Keller in der Bundesliga somit ein Hauch von Nichts. Am 29. Spieltag wippten zwei Trainer zum Takt einer Mission: Klassenerhalt.
Das Abstiegsduell zwischen Eintracht Frankfurt und 1899 Hoffenheim war umkämpft. Insgesamt 43 Mal pfiff der Schiedsrichter Foul. Die Eintracht um Niko Kovac investierte mehr, hatte mehr Torschüsse, mehr Ballbesitz, doch „so ungerecht kann der Fußball sein“, stellte schon einst Joe Enochs fest. Die Tore erzielten andere.

































