Fußball Training der deutschen Nationalmannschaft am 01.09.2014 in der Esprit arena in Düsseldorf Manuel Neuer ( Deutschland ), links - Roman Weidenfeller ( Deutschland ), mitte - Ron-Robert Zieler ( Deutschland ), rechts

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Bis zum Pokal-Wochenende waren einige Positionen zwischen den Pfosten umkämpft – nun aber ist (fast) überall die Entscheidung gefallen, wer als Nummer 1 in die Saison geht. Comunio gibt den Überblick.

FC Augsburg

Marwin Hitz stand bei der peinlichen 0:2-Niederlage gegen Magdeburg im Tor – und war am Ende sogar noch einer der besten Akteure beim FCA. Etwas überraschend bekam der Schweizer den Vorzug vor Fabian Giefer und Andreas Luthe, da Hitz zuvor als Vize-Kapitän abgesetzt und aus dem Mannschaftsrat entfernt wurde. Außerdem wird immer noch über einen möglichen Abgang spekuliert, so soll der FC Basel großes Interesse besitzen. Alles ein wenig verwirrend in Augsburg. Sollte Hitz also noch gehen, werden die Karten neu gemischt. Neuzugang Giefer stand aber im Pokal nicht einmal im Kader. Ein Fingerzeig? 

VfB Stuttgart

Lange war der Zweikampf zwischen Mitchell Langerak und Ron-Robert Zieler offen. Am Ende bekam dann aber doch der Weltmeister den Zuschlag, auch wenn VfB-Coach Hannes Wolf von keiner einfachen Wahl spricht: “Ron ist jetzt die Nummer eins. Es war eine schwierige Entscheidung. Beide sind fantastisch, auf einem sehr hohen Niveau.”

Bei den VfB-Fans hatte Aufstiegskeeper Langerak die Nase vorn, doch Zieler überzeugte letztlich im Pokal gegen Energie Cottbus und zeigte so, dass das Vertrauen vom Coach gerechtfertigt war.

Die zehn besten Keeper der Saison 2016/17

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Platz 10: Peter Gulacsi (RB Leipzig), 92 Punkte (2,79 im Schnitt), Bildquelle: Imago

Hannover 96

Für viele überraschend entschied sich Andre Breitenreiter bei den Niedersachsen für Philipp Tschauner und nicht für Neuzugang Michael Esser.  “Bruno (Esser, Anm. d. Red.) ist als Herausforderer ins Rennen gegangen und er war nicht besser als Tschauni. Er hat es nicht geschafft, an unserem Aufstiegstorwart vorbeizukommen.“ Der Neuzugang von den Lilien habe die Entscheidung „enttäuscht, aber sportlich“ aufgenommen, wird Breitenreiter zitiert. In der Vorbereitung sah es lange so aus, als würde Esser das Rennen machen.

Hamburger SV

Die alte und neue Nummer eins beim HSV heißt Christian Mathenia. darauf legte sich Coach Markus Gisdol vor dem blamablen Pokal-Aus fest. „Die Leistung von Christian war insgesamt in der Vorbereitung ein Tick besser als die von Julian. Das haben wir ganz fair bewertet“, begründete Gisdol seinen Entschluss. „Es war in dem Fall nicht so schwer, diese Entscheidung zu treffen”, verkündete der Trainer seine Wahl vor dem Spiel gegen den VfL Osnabrück. Allerdings sollte man jetzt nicht unbedingt davon ausgehen, dass Mathenia alle 34 Spiele macht – immerhin sprechen wir hier von einem HSV-Keeper.

RB Leipzig

Auch bei den Sachsen hat sich die Nummer eins aus der Vorsaison durchgesetzt und steht auch in dieser Spielzeit zwischen den Pfosten. Peter Gulacsi setzte sich im Zweikampf mit Neuzugang Yvon Mvogo durch und wurde zudem von seinen Mitspielern in den Mannschaftsrat gewählt und ist somit Stellvertreter von Kapitän Willi Orban. “Ich glaube, dass wir mit Pete einen Torwart haben, der nicht immer glänzt, sondern einfach ein solides Gesamtpaket ist”, sagte Ralph Hasenhüttl zuletzt im “kicker”-interview über den 27-jährigen Ungar.

Läuft bei Esswein und Co.: Die Marktwertgewinner der Woche – KW 33
Startelf zum Bundesligastart: A. Esswein von Hertha BSC

Zwei Startelf-Überraschungen und ein bundesligainterner Transfer sorgen für Gewinne. Allrounder Rudy hat in München momentan eine Stammplatzgarantie. Mathenia ist der Endboss beim HSV.

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Eintracht Frankfurt

Bleibt er? Geht er? Lukas Hradeckys Stammplatz stand zwar nie zur Diskussion, doch der Finne liebäugelte zuletzt immer mal wieder mit einem Abschied vom Main. Seinen 2018 auslaufenden Vertrag wollte er bislang nicht verlängern, dann kam ein Angebot von Benfica und nun soll Hradecky zwecks Verlängerung doch wieder gesprächsbereit sein. Bis 31. August bleibt es in jedem Fall spannend.

FC Bayern München

Ohne einen einzigen Einsatz in der Vorbereitung zum Auftakt direkt in die Startelf? Das kann nur der Welttorhüter. Momentan sieht es danach aus, als würde Manuel Neuer nach seinem Mittelfußbruch, den er sich im April zuzog, beim Saisonauftakt gegen Bayer Leverkusen am Freitag zwischen den Pfosten stehen können. Es wäre sein erstes Spiel seit genau vier Monaten und seine erste Partie als offizieller Bayern-Kapitän. Sollte es mit der Punktlandung nichts werden, steht Sven Ulreich parat. Der überzeugte im Supercup gegen den BVB.

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Autor: Florian Schimak

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