Kai Havertz blieb bislang hinter den Erwartungen zurück.

Foto: © imago images / Jörg Schüler
Bayer 04 Leverkusen spielte eine Hinserie, wie man sie von Bayer 04 Leverkusen eigentlich gewohnt ist. Für einen Top-Platz in der Liga reichte es nach schwankenden Leistungen nicht, aber trotzdem befindet sich die Werkself noch in Schlagdistanz zu den Champions-League-Plätzen. Was ist der Elf von Peter Bosz nun zuzutrauen? Die Comunio-Rückrundenvorschau für Bayer Leverkusen.  

Kaderwert: 106.480.000
Kaderpunkte: 689
Comunio-Platzierung: 5.
Bester Spieler: Kevin Volland (72 Punkte)

Die Situation

Dei Ansprüche unter dem Bayer-Kreuz waren vor der Saison mit Sicherheit ein bisschen anders. Platz 6 wäre nach der final noch geglückten Qualifikation für die Champions League im vergangenen Sommer nicht das, was die Mannschaft von Peter Bosz vor der aktuellen Spielzeit unterschrieben hätte. 

Letztlich beträgt der Rückstand von Bayer Leverkusen auf Platz 4 aber lediglich zwei Punkte, was die Hinrunde doch zu einer ordentlichen, aber keiner wirklich zufriedenstellenden macht. Zu schwankend waren die Leistungen, vor allem die nicht günstigen Neuzugänge überzeugten dabei nicht restlos. 

Auch der neue Superstar musste erstmals in seiner noch sehr jungen Laufbahn eine etwas schwächere Phase durchleben. Kai Havertz lieferte eine durchwachsene Hinrunde ab, kam lediglich auf 38 Comunio-Punkte, erzielte nur zwei Treffer und bereitete lediglich ein Tor vor. 

Im Trainingslager in La Manga zeigte seine Formkurve wieder deutlich nach oben. „Das war wieder der Kai, wie wir ihn alle kennen“, sagte Coach Peter Bosz gegenüber dem kicker nach dem verlorenen Test gegen den FC Utrecht (3:4) nach zwei Havertz-Toren. Auffällig oft, wurde in den Gazetten das Wohl und Weh der Bayer-Elf Rückrunde mit dem „Erwachen“ des Youngsters gleichgesetzt. 

Die Wunschelf von Bayer Leverkusen in der Rückrunde 2019/20.

Die Wunschelf von Bayer Leverkusen in der Rückrunde 2019/20.

Auch Kerem Demirbay, der nach seinem Wechsel aus Hoffenheim nach Leverkusen bislang noch nicht an die von ihm gewohnten Leistungen anknüpfen kann, könnte sich als offensiveren Part der Doppelsechs neben Baumgartlinger etablieren. Nadiem Amiri, ebenfalls im Sommer aus dem Kraichau ins Rheinkand gewechselt, sucht weiterhin seien Platz im Bayer-System.

Zum Auftakt in die Rückrunde muss Bosz auf Charles Aranguiz verzichten. Der Chilene, dessen Zukunft immer noch nicht geklärt ist (Vertrag läuft im Sommer aus) fällt mit einem Muskelfaserriss in der Wade aus. Winter-Neuzugang Exequiel Palacios ist nach seiner Roten Karte im Trikot von River Plate noch gesperrt. 

Apropos Zukunft: Der Vertrag von Peter Bosz dürfte bald verlängert werden. Der kicker schreibt, dass sich Coach und Verein einig sind, nur das Finanzielle müsse noch mit dem Berater geklärt werden. Bayer plant also längerfristig mit dem Niederländer. Ebenfalls ein wichtiges Zeichen für die Zukunft.

Das sagten wir vor der Saison

„Leverkusen hat viel Potenzial. Doch am Trio Bayern, Dortmund und Leipzig gibt es in dieser Saison kein Vorbeikommen. Für den Status des ersten Verfolgers und damit Champions-League-Anwärters, hat Bayer aber beste Karten.“

Nicht einhundertprozentig richtig lagen wir mit dieser Einschätzung, da sich die Borussia aus Mönchengladbach in das Trio eingeschlichen hat und man mit dem Comeback des FC Schalke nicht unbedingt rechnen konnte. Trotzdem stimmt die Aussage, dass der Werkself bei aktuell zwei Punkten Rückstand durchaus noch die Quali für die Königsklasse zuzutrauen ist. 

Die Top-Elf der Hinrunde 2019/20

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Abwehr: Joshua Kimmich (FC Bayern München) - 106 Punkte | Bildquelle: imago images / Sven Simon

Comunio-Player to watch

Mit einem aktuellen Marktwert von unter 7 Millionen ist Demirbay ein Spieler, den man für die Rückrunde sicherlich im Auge behalten sollte. Wenn man die Hinrunde als Eingewöhnungszeit sieht, dürfte diese nach einem halben Jahr abgeschlossen sein. Die 150 Comunio-Punkte aus dem Vorjahr dürften zwar schwer zu holen sein, doch bei aktuell 40 Zählern sind diese nicht gänzlich ausgeschlossen. 

Ähnlich sieht es bei Kai Havertz aus. Der Über-Spieler aus der vergangenen Rückrunde spielte eine schwache Hinserie 2019/20 – es kann also nur besser werden. Vielleicht ist es ein kleines Risiko, für ihn jetzt über 12 Millionen auf den Tisch zu legen – andererseits könnte er in den kommenden Wochen wieder zur alten Stärken finden. Und dann wäre das fast ein Schnäppchen… 

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Prognose

Den FC Bayern geschlagen, aber gegen den 1. FC Köln verloren. Das war typisch für die Werkself in der Hinrunde, die allerdings nicht an die tollen und mitreißenden Auftritte aus der Rückrunde 2019 anknüpfen konnte. Viel wird auch davon abhängen, ob Youngster Kai Havertz wieder zu seine Form findet – wonach es nach dem Trainingslager ja aussieht. Dann wäre ein CL-Platz nicht utopisch…

Zugänge: Exequiel Palacios (River Plate, 17 Mio.)

Abgänge: – 

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Autor: Florian Schimak

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