Thiago FC Bayern München Supercup

Der erste Titel der Saison ist vergeben: Im heimischen Stadion schnappte Wolfsburg den Bayern das Edelmetall weg. Gibt das Spiel Aufschlüsse für die neue Comunio-Saison? Eine kleine Einschätzung.

Costa scheint zu rocken: Sicher. Ein paar gute Vorbereitungsspiele taugen noch nicht, um einen Spieler gänzlich einschätzen zu können. Schon gar nicht, wenn er in der Bundesliga noch keine einzige Partie absolviert hat. Dennoch ist Bayerns Neuzugang Douglas Costa bislang eine der positivsten Erscheinungen des Sommers.

Als vorläufiger Backup für die Flügelflitzer Arjen Robben und Franck Ribery geholt, macht sich der Brasilianer bereits jetzt daran,  zumindest im ersten Teil der Saison fest zum bayerischen Startelf-Konsortium zu gehören.

Klar, Franck Ribery laboriert noch immer an seiner Verletzung, konserviert Costa aber die Form aus dem Supercup, fällt der Ausfall des Franzosen nicht allzu sehr ins Gewicht.

Der 24-Jährige bringt auf beiden Außenbahnen unheimlich viel Speed ins Spiel; zudem suchte er in der Vorbereitung weniger den Abschluss als die entscheidende Vorlage – und bringt über die Flügel somit ein neues Element ins Spiel der Bayern.

Beobachtungen, die bereits viele Comunio-Manager gemacht haben. Costa kostet nicht weniger als 18,2 Millionen Euro Ablöse. Lediglich Arturo Vidal ist teurer. Das Geld ausgeben oder warten, bis sich der Markt ein wenig beruhigt hat? Was meint Ihr?

Neuzugänge im Check!

Bendtner rockt: Der Lord ist schon ein Phänomen. Kommt rein, schießt kurz vor Schluss den Ausgleich und besorgt mit dem
entscheidenden Elfmeter den Titel für den VfL. Schon witzig, was die sozialen Netzwerke infolge der Bendter-Darbietungen abwarfen.

Doch ungeachtet des Internet-Hypes um den Angreifer: Bendter scheint verstanden zu haben, um was es in Wolfsburg geht. Coach Dieter Hecking beobachte seit knapp zwei Wochen einen veränderten Bendtner, der mit Extraschichten verbissen um einen Platz in der ersten Elf kämpfen würde.

Nach der Partie feierte er sich nicht selbst, sondern sprach demütig vom Erfolg des gesamten Teams. Indizien für mehr Einsätze in der kommenden Saison? Comunios Manger sollten in jedem Fall darüber nachdenken, ob in ihren Kadern nicht noch ein Plätzchen frei ist für den Dänen. 1,1 Millionen Euro Ablöse!

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Xabi mit schwerem Stand?: Pep Guardiola versuchte die Diskussion im Keim zu ersticken. „Wir haben Alonso nicht geholt, damit er die Wege nach hinten macht“, sagte er am Montag. „Er hat eine andere Qualität. Wenn er nach hinten laufen muss, dann ist unsere Organisation nicht gut.“

Nicht wenige kritisierten den Auftritt Alonsos im Anschluss des Supercups. Zu langsam, zu behäbig würde der 33 Jahre alte Spanier agieren. Doch hat Guardiola mit seiner Aussage ob der Organisation nicht unrecht. Bayern versuchte die Außenbahnen früh zuzustellen, um schnelle Gegenstöße des VfL zu verhindern. Das Zentrum blieb infolge des Öfteren unterbesetzt.

Dass Alonso dann gegen wieselflinke Gegenspieler nicht gut aussieht, liegt in der Natur der Sache. Dennoch wird sich der Spanier in der kommenden Saison behaupten müssen. Arturo Vidal steht in seiner Blüte, Thiago ist Guardiolas Fixpunkt.

Dahinter kratzen und beißen Sebastian Rode, Joshua Kimmich und Pierre-Emile Höjbjerg. Andere taktische Varianten lasse ich mal unberührt. Der Marktwert im Moment unverändert. Über 6 Millionen Euro. Kaufen oder nicht?

Schürrle nur auf der Bank?: Wolfsburgs Verantwortliche wurden nach dem Ende der letzten Saison nicht müde, zu betonen, dass die Zeit von Andre Schürrle noch kommen würde.

Die unregelmäßigen Einsätze, die damit einhergehenden Probleme mit der Fitness – alles würde sich im Sommer aufheben. Und dann der Supercup: Auf den Wolfsburger Flügeln ackerten Daniel Caligiuri und Ivan Perisic.

Für Schürrle blieb mal wieder nur der Platz auf der Bank. Zu wenig für einen Weltmeister, der mit großen Ambitionen in die VW-Stadt wechselte? Oder doch nur eine Momentaufnahme?

Schürrle selbst fühle sich gut, sagte er im Anschluss an die Partie, bekräftigte aber, dass auch wieder der Kopf mitspielen müsse: „Ich brauche Selbstvertrauen, auch das Vertrauen vom Trainer.“

Vorerst steht der 24-Jährige wohl auf der Startelfkippe. Sind 6,8 Millionen Euro Ablöse in diesem Fall zu viel?

Bayerns Jugend hinten an?: Noch vor ein paar Wochen schätzte Comunioblog die Chancen der bayerischen Jugend ein.

Das Problem ist klar: Die Jüngsten im Kader haben es trotz ihrer Begabung unheimlich schwer, auf wertvolle Minuten zu kommen. Es tummelt sich einfach ziemlich viel Weltklasse an der Säbener Straße.

Allerdings bekamen nicht wenige bei der China-Reise den Eindruck, dass vor allem Joshua Kimmich und Pierre-Emile Höjbjerg realistische Chancen hätten, auch bei einem solch wichtigen Spiel von der Leine gelassen zu werden.

Aber: Nix da. Kimmich und Rode kamen nicht zum Einsatz. Höjbjerg war nicht im Kader. Ebenso wenig Gianluca Gaudino oder Sinan Kurt. Ein Fingerzeig? Oder einfach noch zu früh, um Schlüsse zu ziehen?

Schon am Comunio zocken?

Autor: Sebastian Schramm

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