Nils Petersen und der SC Freiburg blicken auf einen schwachen Saisonstart zurück

Foto: © imago / Sven Simon
Vier Spiele, ein Tor, zwei Klatschen, -24 Comunio-Punkte, Platz 18 der Tabelle im Managerspiel: Der SC Freiburg ist schlecht in die Saison gestartet. Comunioblog analysiert die Mannschaft, die Probleme und die Hoffnungsträger.

Schon im Frühling begann die gefährliche Saison 2016/17 für den SC Freiburg. Früh stand fest, dass nicht alle Leistungsträger gehalten werden können. Vincenzo Grifo war der erste, der sich abmeldete – in Richtung Borussia Mönchengladbach. Für Maximilian Philipp, den es nach Dortmund zog, kassierten die Breisgauer immerhin satte 20 Millionen.

Das zweite vermeintliche Problem war die Dreifachbelastung. Heute wäre Freiburg vielleicht froh darum, nicht nur in der Bundesliga-Tristesse zu verkehren. Das peinliche Aus in Domzale zerstörte den Traum von der Europa Leauge und dürfte bei vielen Spielern hängen geblieben sein.

Am 1. Spieltag wurde der SC Freiburg auch noch das erste „Opfer“ des Videobeweises: Ein Tor wurde aberkannt, gegen Eintracht Frankfurt blieb es am Ende beim 0:0. Das torlose Remis in Unterzahl gegen den BVB war fast schon das kämpferische Saisonhighlight, in Leipzig und Leverkusen kassierte der SC am Ende vier Gegentore.

Die Top-Elf des 4. Spieltags

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Abwehr: Lamine Sane (SV Werder Bremen) - 11 Punkte | Bildquelle: Imago

Die nackten Zahlen

Mit -24 Punkten ist Freiburg bei Comunio die schlechteste Mannschaft, fünf der sieben Spieler mit den meisten Minuspunkten gehören zu Christian Streichs Mannschaft. Insgesamt neun Spieler stehen aktuell im negativen Punktebereich, nur acht im positiven.

Zweistellig steht nur einer: Florian Niederlechner, der einzige Torschütze, hat 13 Punkte gesammelt. Marco Terrazzino, Alexander Schwolow und der inzwischen verletzte Marc-Oliver Kempf folgen mit sechs Zählern bereits auf Platz zwei. Wirklich gelohnt hat sich bei Comunio bislang kein einziger Freiburger.

Defensive – Wechselspiele statt Vertrauen und Stabilität

Freiburg schwankt zwischen zwei Systemen. Dreier- oder Viererkette? In Streichs Wechselspiel fehlt die Konstanz, gegen Leipzig und Leverkusen fehlte komplett der Plan. Kapitän Julian Schuster stand zweimal in der Startelf und anschließend nicht einmal im Kader, Außenverteidiger Pascal Stenzel wurde ohne Erfolg gegen Lukas Kübler ausgetauscht, Shooting Star Caglar Söyüncü war zu Saisonbeginn außen vor, weil ihm gegen Domzale ein folgenschwerer Fehler unterlaufen war.

Auch auf der Doppelsechs fehlt die Stabilität. Mike Frantz wurde nun zweimal früh eingewechselt, Nicolas Höfler flog in Leipzig vom Platz, Amir Abrashi fehlt jetzt vier Wochen. Schwierige Positionen für den Sportclub – vor allem, da mit Marc-Oliver Kempf der beste Verteidiger verletzt ist. Dennoch: Spieler wie Lienhart oder Söyüncü verfügen über großes Potenzial, wenn man ihnen Vertrauen mit auf den Weg gibt. Die Außenverteidigung und das zentrale Mittelfeld sind dagegen echte Problemzonen.

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Offensive – kein Nachfolger für Philipp und Grifo

Auf ein großes Problem will man sich beim SC Freiburg gar nicht festlegen. Denn auch der Angriff ist nach den Abgängen von Philipp und Grifo nicht mehr, was er in der Vorsaison war. Niederlechner hat seine Qualität gezeigt, bekommt aber zu wenige Bälle. Die Enttäuschung des Saisonstarts heißt Janik Haberer – nach der U21-EM fehlt es dem variablen Offensivmann, der bereits -12 Punkte eingefahren hat, an Spritzigkeit.

Doch wenn Haberer nicht als Bindeglied zum Angriff dienen kann, wer dann? Dass Neuzugang Ravet lange gesperrt wurde, schmerzt umso mehr, da die anderen potenziellen Grifo-Nachfolger Kapustka und Kent noch nicht so weit sind. Ein Durchbruch eines Neuzugangs käme aus dem Nichts, ist aber unabdingbar für das offensive Mittelfeld und die Außenbahnen des SC. Terrazzino kann es nicht alleine richten.

Ein Spieler, nach dem sich Streich sehnt, ist Nils Petersen. Das Fehlen des Edel-Jokers machte sich in den letzten Wochen deutlich bemerkbar, obwohl Petersen selbst mit Minuspunkten in die Saison startete. Nach Hüftbeschwerden trainiert der Ex-Bayer noch individuell. Bei Comunio kostet er aktuell kaum mehr als 1,5 Millionen. Wenn sich ein Comunio-Manager in dieser schwierigen Phase einen Freiburger holen will, macht Petersen als Hoffnungsträger am meisten Sinn.

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