Die brasilianische Nationalmannschaft im Testspiel gegen März.

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Weniger als der Titel wird von Brasilien – wie immer eigentlich – nicht erwartet. Die Truppe ist auch ohne PSG-Superstar Neymar wie bei allen großen Turnieren zum Siegen verdammt. Nach den Copa-Enttäuschungen zuletzt umso mehr. Das letzte Mal gewann die Selecao 2007 das Turnier – es wird also wieder mal Zeit. 

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Comunio-Copa-America-Kader: Die Selecao hat in jedem Mannschaftsteil unzählige Weltklasse-Akteure. Im Kasten steht kein geringerer als der amtierenden Champions-League-Sieger Alisson, der am Wochenende mit dem FC Liverpool die Königsklasse gewann. 

Als Nummer zwei steht Ederson von Manchester City parat. Alleine die Torhüterposition beweist schon, wie bockstark der brasilianische Kader ist. 

In der Abwehrzentrale hat man mit Thiago Silva, Marquinhos (beide PSG) oder Eder Militao (demnächst Real Madrid) definitiv Klasse vorzuweisen. Auf den Außenverteidigerpositionen hat man solche Namen wie Dani Alves (PSG), Filipe Luis (Atletico) oder Alex Sandro (Juve). Einzig das Alter könnte bei den brasilianischen Abwehrspielern bedenklich werden. Fast alle sind schon jenseits der 30. Aber Qualität kennt ja bekanntlich kein Alter. 

Auch das Mittelfeld ließt sich wie das Who-is-who des europäischen Fußballs. Fernandinho (ManCity), Casemiro (Real Madrid) oder Arthur (FC Barcelona). All dieses Spieler zählen zur absoluten Spitzenklasse. 

Im Angriff wird die Qualität nicht weniger. Auch ohne den bänderverletzten Neymar (PSG) hat man Leute wie Philippe Coutinho (Barca), Gabriel Jesus (City) oder CL-Sieger Roberto Firmino in seinen Reihen. Es klingt immer noch, als hätte man sich sein Übermannschaft bei FIFA Ultimate Team zusammen gestellt. Darüber hinaus hat man mit Richarlison, Everton oder David Neres noch hoffnungsvolle Youngster im Kader.  

Player to watch: Eigentlich war Neymar der absolute Pflichtkauf. Nach der Bänderverletzung des Führungsspielers, der die Kapitänsbinde allerdings kürzlich an Rechtsverteidiger Dani Alves weitergeben musste, ist nun interessant zu sehen, wie die Mannschaft oder auch einzelne Stars in die Bresche springen.

Von daher sollte man seine Augen eher auf das Mittelfeld richten. Dort gibt es mit Arthur und Allan (SSC Neapel) zwei hoch interessante Spieler, die aller Voraussicht nach nicht um einen Platz im Mittelfeld kämpfen. Da Barca-Star Arthur eine mehr als ordentliche Debütsaison bei den Katalanen hinlegte, ist ihm auch eine tolle Copa zuzutrauen.

Die 25 besten Saisonleistungen bei Comunio

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Platz 24: Kai Havertz (Bayer 04 Leverkusen, 2018/19, 207 Punkte) - Bildquelle: imago images / DeFodi

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Youngster to watch: Vor allem Neres von Ajax Amsterdam hat sich in den vergangenen sechs Monaten mit seinen Leistungen in das Blickfeld vieler europäischer Topklubs gespielt. Bei seinem Debüt für die Selecao im März gegen Tschechien gelang dem Flügelstürmer direkt mal ein Assist. 

In wettbewerbsübergreifend 50 Spielen gelange Neres zwölf Treffer und 15 Vorlagen. Die Copa America könnte das Turnier sein, wo sein Stern richtig aufgeht. Je nachdem ob Coach Tite den Youngster von der Leine lässt. 

Wenn Neymar im 4-3-3- oder 4-1-4-1-System als Linksaußen beginnt, könnte Neres über rechts kommen, wo er mit seinem starken linken Fuß in die Mitte ziehen könnte. Sein Konkurrent Coutinho hat in Barcelona eine alles andere als gute Saison hinter sich und strotzt nicht gerade vor Selbstvertrauen.  

Erfolge: Bislang gelang die Selecao acht Mal die Copa (1919, 1922, 1949, 1989, 1997, 1999, 2004, 2007) und standen zudem zwölf Mal im Finale. 

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Prognose: Wie so häufig liegt es bei der Selecao nicht an der individuellen Klasse, denn die ist definitiv vorhanden. Wichtig wird sein, dass Tite endlich aus dieser überragenden Fußballern eine Mannschaft formt. Möglicherweise schweißt der Ausfall von neymar die Mannschaft sogar weiter zusammen.

Auch wenn es Tite nicht gelingen sollte, einen verschworenen Haufen zu bilden, das Halbfinale ist definitiv drin. Und mit dieser Masse an herausragenden Einzelakteuren ist selbst dann der Titel möglich, wenn nicht die allerbesten elf Freunde auf dem Platz stehen. 

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Autor: Florian Schimak

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