Alexander Nouri, Markus Feldhoff

Foto: © imago / Werner Schmitt
Während die Comunio-Manager nach einem Trainerwechsel die Chancen auf Schnäppchen wittern, stehen dem nächsten Bundesligagegner Fragezeichen auf der Stirn. Gibt es eine neue Taktik? Welche Spieler laufen jetzt auf? Comunioblog schaut, ob das auch bei Comunio ein Problem sein kann. 

Die Analyse über den VfL Wolfsburg könne er „in die Tonne klopfen“ berichtete Mainz-Trainer Martin Schmidt dem „kicker“ vor dem letzten Spieltag. „So ein Trainerwechsel gibt der Mannschaft sicher einen Impuls“, erklärte der Schweizer. Am Ende wurde es ein 1:1, das auch in den Comunio-Punkten (31:25) ausgeglichen war. 

Doch geht es immer so glimpflich ab? Das können wir mit einem klaren „Ja“ beantworten. Acht Mal erwartete in dieser Saison eine Team einen Gegner mit neuem Trainer. Nur zwei Mal holte das Team mit neuem Übungsleiter mehr Punkte.

Darmstadt als Experten

Die Partie Darmstadt gegen Mönchengladbach am 17. Spieltag nicht eingerechnet. Da standen schließlich auf beiden Seiten neue Trainer an der Linie. Mal ganz davon zu schweigen, dass dies womöglich das schwächste Spiel der ganzen Saison war.

Die Lilien waren bereits fünf Mal betroffen. Drei Mal trafen sie selbst auf einen neuen Trainer, zwei Mal präsentierten sie einen neuen Mann. Einzig gegen Ingolstadt mit Maik Walpurgis sahen sie dabei Im Vergleich richtig mies aus (6:31). Gegen Gladbach war, wie erwähnt, alles grausig.

Trainerwechsel und die Auswirkungen auf Comunio
Alexander Nouri

Welchen Effekt hatten die Trainerwechsel auf die Comunio-Punkte? Während in Wolfsburg alles schlechter wurde, kommt der HSV-Aufschwung mit der zweiten Welle. Nouri und Walpurgis liefern beachtliche Zahlen.

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Dafür holte Darmstadt gegen Wolfsburgs neuen Coach Valerien Ismael sogar 59 Comunio-Punkte. Mit Ramon Berndroth als Interim an der Seite kamen sie zudem auf gute 30 Punkte in Freiburg, die aber ihrerseits auf 47 Zähler kamen. 

Hertha knallte den Hamburger SV im ersten Spiel von Markus Gisdol gleich 64 Zähler um die Ohren. Die Rothosen kamen nur auf acht. Wer sich noch an die Anfangszeit des Trainers erinnern kann, wird wissen, dass Gisdol schon wieder zur Diskussion stand, ehe seine Änderungen griffen und die Spieler seine Spielweise adaptiert hatten. 

Selten große Veränderungen im ersten Spiel

Es lässt sich auf jeden Fall sagen, dass in Spiel 1 nach einem Wechsel selten große Veränderungen vorgenommen werden. Keiner der neuen Trainer veränderte sein Team auf mehr als fünf Positionen. Fünf Wechsel sind jetzt nicht wenig, aber da sind Verletzungen und Sperren, auf die der Coach keinen Einfluss hat, schon hineingerechnet. Meist waren es erheblich weniger personelle Änderungen.

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Platz 20: Timo Hildebrand (VfB Stuttgart, 1899 Hoffenheim, FC Schalke 04, Eintracht Frankfurt), 1058 Punkte

Systemwechsel gab es immer nur von der Dreier- zurück zur bekannten Viererkette. So änderten Dieter Hecking und Andries Jonker das System weg von der neumodische Grundordnung, um dem Team Stabilität zu verleihen. Für den umgekehrten Wechsel braucht es mehr Zeit, entsprechend verzichteten Walpurgis und Ismael, die in der Folge fast ausschließlich mit drei Verteidigern aufliefen, in ihren Premierenauftritten darauf. 

Die tiefgreifenderen Änderungen kommen meist, nachdem die neuen Übungsleiter sich ein Bild von der Mannschaft gemacht haben. Dafür bleibt meist nach dem Amtsantritt erst mal keine Zeit. Das nächste Spiel steht in der Regel bereits wenige Tage später an.

Werder kann neue Trainer

Und so wird auch Leverkusens neuer Trainer Tayfun Korkut darauf verzichten, viele Änderungen vorzunehmen. Wenn es ihm gelingt, neue Stabilität in die Mannschaft zu bekommen, kann man durchaus davon ausgehen, dass die Werkself wieder mehr Comunio-Punkte generieren wird. 

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In Dortmund scheint ein Topverteidiger zu seiner Form gefunden zu haben. Leipzigs ältester Feldspieler ist ebenfalls wieder in der Spur. In Wolfsburg lautet die Devise: neuer Trainer, neues Glück.

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Ähnlich lief es in der Hinrunde bei Gegner Werder. Nach dem unterirdischen Auftritt gegen Mönchengladbach schaffte es Skripnik-Nachfolger Alexander Nouri binnen weniger Tage zumindest die Mannschaft wieder zu stabilisieren. Einen Sieg gab es zwar dennoch nicht gegen Mainz, aber aus Comunio-Sicht waren Bremer fortan wieder brauchbar. 

Werder präsentiert sich ob der kommenden Aufgabe auch selbstbewusst und nicht nur, weil die letzten drei Spiele gegen Leverkusen gewonnen wurden. 36 Mal stand Bremen einem neuen Trainer gegenüber, nur sieben dieser Spiele gingen verloren. Eine Bestätigung der Zahlen in dieser Saison. „Durch den Trainerwechsel gibt es mehr Fragezeichen. Aber der Fokus liegt mehr auf unserer Mannschaft“, legt Nouri die Marschroute fest.

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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