Die Eintracht hat den Klassenerhalt selbst in der Hand

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Eigentlich galt Eintracht Frankfurt vor wenigen Wochen als sicherer Absteiger. Die Hessen schienen sich ihrem Schicksal ergeben zu haben und standen kurz vor dem Gang in die Zweitklassigkeit. Doch dann riss Niko Kovac das Ruder um und feiert mit der SGE der Siege in Folge. Am letzten Spieltag hat die Eintracht den Klassenerhalt im Spiele gegen Werder Bremen selbst in der Hand. 

Als die Eintracht am 30. Spieltag mit 0:3 bei Bayer Leverkusen verlor, schienen die Frankfurter am Abgrund. Sechs Punkte Rückstand hatten die Hessen auf das rettende Ufer, sechs Punkt zwischen der Eintracht und dem VfB Stuttgart.

Mit nicht einmal einem Funken Selbstvertrauen erwartete die Elf von Niko Kovac den FSV Mainz 05. Doch genau in diesem Spiel sollte die Wende gelingen, womöglich war dieses Spiel der Turnaround und das entscheidende Match für den Klassenerhalt. Zwar geriert die Eintracht früh ins Hintertreffen, doch in diesem Derby entdeckten die Frankfurter die wichtigsten Tugenden im Abstiegskampf: Kampf, Einsatz und einfach mal Glück!

Das gewinnbringende 2:1 durch ein Eigentor von Niko Bungert war ein Paradebeispiel dafür – und es war der Startschuss für eine mehr als wichtige Siegesserie. Denn auch im darauffolgenden Hessenderby siegte die Eintracht nach Rückstand durch eine Leistungssteigerung im zweiten Durchgang beim SV Darmstadt 98.

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Am vergangenen Samstag wählte Kovac dann eine komplett neue Formation gegen Borussia Dortmund und hatte selbst damit Erfolg. Bastian Oczipka gab den Libero, davor baute die Eintracht zwei dichtgestaffelte Viererketten auf, in der Hoffnung, die Angriffswucht des BVB zu abzufangen.

Stefan Aigner war wich schon gegen die Lilien der entscheidende Mann, als er in der 14. Minute das 1:0 erzielte. Anschießend hatte der BVB zwar bis zu 80 Prozent Ballbesitz, schaffte es aber nicht den Ausgleich zu erzielen und so feierte die Kovac-Elf den dritten Sieg in Folge.

Nun haben es die Kicker vom Main am kommenden Samstag bei Werder Bremen (35 Punkte, -16) selbst in der Hand. Mit 36 Punkten würde der Eintracht ein Remis zum Klassenerhalt genügen. Selbst bei einer Niederlage scheint einzig der Relegationsplatz realistisch, hat man doch drei Punkte und sechs Tore Vorsprung auf Platz 17 und den VfB.

Der Umschwung ist vor allem an fünf Spieler festzumachen, wie auch die Comunio-Stats beweisen.

Lukas Hradecky (Punkte insgesamt: 96, Marktwert: 700.000, Punkte aus den letzten drei Partien: 14)

Der Keeper spielte bislang eine eher durchwachsene Saison, steigerte sich in den letzten Wochen aber immer mehr und war zuletzt gegen Dortmund Garant für den Erfolg. Hatte er die Sasion über immer mal wieder seine Wackler im Spiel, so zeigt er sich im Endspurt von seiner besten Seite und gibt der Eintracht Defensive halt.

David Abraham (40, 1.280.000, 10)

Auch der Ex-Hoffenheimer hatte kein einfaches Jahr am Main. Nicht immer Stammspieler, zeigte er erst in den letzten Wochen seinen Wert. Vor allem gegen den BVB mit einer bärenstarken Leistung, die er auch gegen Bremen an den Tag leben muss, wenn die Hessen den entscheidenden Punkte holen wollen.

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Marco Russ (59, 2.620.000, 17)

Vielleicht der wichtige Mann bei der Eintracht in den letzten Wochen. Ihm gelang in Mainz der Ausgleich und somit der Turnaround. Marschiert vorneweg und ist sich für nichts zu schade – ein echter Führungsspieler im Abstiegskampf eben.

Makoto Hasebe (34, 1.000.000, 12)

In der kompletten Runde eigentlich kaum auffällig, dreht der Japaner in den letzten #Spielen richtig auf. Vor allem im Hessenderby gegen die Lilien einer der besten Spieler auf dem Platz, erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich. Seine Übersicht und seine Defensivstärke wird auch gegen Werder gefragt sein.

Stefan Aigner (40, 1.950.000, 14)

Mister Big Point! Erzielte gegen Darmstadt und Dortmund jeweils den entscheidenden Treffer und könnte somit zum Nicht-Abstiegshelden bei der Eintracht avancieren. Vielleicht trifft er ja auch im Weserstadion – dann würde man ihm vermutlich eine Statur bauen.

Alex Meier (73, 2.670.000, 0)

Diese Statue hat Alex Meier als Fußballgott in Frankfurt natürlich schon längst. Fast zehn Wochen fehlte er der Eintracht im Abstiegskampf – nun kehrte er wieder ins Mannschaftstraining zurück. Alleine seine Anwesenheit dürfte die Adler in Bremen noch mehr beflügeln.

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Autor: Florian Schimak

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