Der VfL Wolfsburg ist dabei, sich in der Spitzengruppe der Bundesliga festzubeißen. Comunioblog blickt in die Statistik – und findet interessante Fakten.  

Nach der Meisterschaft 2009 ging es für den alimentierten Klub eigentlich nur noch in die Tiefe. Abstiegskampf, ein aufgeblähter Kader und ständige Trainerwechsel haben den Wunsch nach Europa und Kontinuität ad absurdum geführt.

Doch die Zeit der Aufs und Abs scheint (vorerst) vorbei. Mit der Verpflichtung von Sportdirektor Klaus Allofs und dem Coup, Dieter Hecking inmitten der Saison 2012/13 vom funktionierenden Nürnberg in die Autostadt zu locken, landete der Klub zwei Volltreffer.

Allofs hat schon in Bremen bewiesen, mit Vernunft eine über Jahre funktionierende Spitzenmannschaft aufzubauen. Hecking ist für vorbildlichen Umgang mit jungen Spielern bekannt, seine fachliche Expertise steht außer Frage.

Mittlerweile stehen die Wölfe nach zwölf Spieltagen auf Platz fünf der Bundesliga – einen Punkt hinter dem Rang für die Qualifikation zur Champions League. „Das ist eine herrliche Momentaufnahme“, sagt Hecking. „Wir sind wieder positiv in aller Munde. Das wollen wir so lange wie möglich in dieser Saison mitnehmen“.

Wolfsburg in Zahlen: Der VfL hat einen Lauf. Die letzten vier Partien gewannen die Niedersachsen allesamt. Die positive Stimmung kulminierte am letzten Spieltag. Die Wölfe besiegten Vize-Meister Borussia Dortmund mit 2:1 in der heimischen Arena.

Überhaupt scheint sich Wolfsburgs Stadion in dieser Spielzeit zu einer Festung zu entwickeln. Schon 15 Punkte sammelte die Mannschaft von Hecking zu Hause, dazu eine starke Quote von lediglich vier Heim-Gegentoren.

Wolfsburg teilte sich in dieser Saison noch nicht einmal die Punkte – als einziger Verein der Bundesliga. Bittere Niederlagen wie gegen Eintracht Braunschweig werden intern aufgearbeitet und danach abgehakt.

„Das war eins von zwölf Spielen, in dem wir richtig daneben lagen. Der Misserfolg brachte uns aber auch nach vorne“, erklärt Dieter Hecking. „Die Mannschaft hat sich geschüttelt und ist wieder aufgestanden.“

Bei Comunio hat Wolfsburg einen ebenso beeindruckenden Run hingelegt wie in der deutschen Eliteklasse. Innerhalb eines Monats hat sich der Marktwert um fast 20 Millionen Euro gesteigert und liegt zurzeit bei starken 68 Millionen.

Die Grün-Weißen lassen zudem wenig Punkte zu (237). Zum Vergleich: Leverkusen liegt mit 192 zugelassenen Zählern ungefähr in einer Gewichtsklasse.

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Die jungen Gesichter des Aufschwungs: 

Maximilian Arnold: Der 19-Jährige hat sich innerhalb weniger Wochen zum Gesicht des neuen Wolfsburger Weges entwickelt. In der eigenen Jugend ausgebildet, ist Arnold nun fester Bestandteil des Profi-Kaders. Hecking hat derart großes Vertrauen in ihn, dass er den eigentlichen Spielmacher Diego nach Außen beordert hat, nur um Arnold in die Zentrale stellen zu können und ihn dort noch besser zur Entfaltung kommen zu lassen. Ein unangenehmes Gefühl, den Brasilianer zu verdrängen?

„Unangenehm, kann ich nicht sagen. Mir gefällt die Rolle. Diego ist ein super Mitspieler, er weiß genau, wie er sich auf jeder Position im Offensivbereich zu verhalten hat. Ich glaube, davon profitiere nicht nur ich, sondern die ganze Mannschaft“, sagt Arnold.

In sechs Spielen hat der 19-Jährige drei Tore geschossen, sein Marktwert ist bei Comunio durch seine guten Leistungen regelrecht explodiert. Noch am 14. Oktober stand er bei knapp einer Million Euro – nun sind es sechs! 16 Zähler sammelte Arnold bislang, 3,20 Punkte im Schnitt.

„Maximilian ist bodenständig und beliebt. Er steht als ein Junge aus der eigenen Jugend für einen wichtigen Teil unserer Philosophie“, erklärt Sportdirektor Allofs: „Maximilian Arnold tut dem VfL gut.“

Robin Knoche: Heimlich, still und leise hat sich Robin Knoche in die Stammformation des VfL Wolfsburg gespielt. Der 21-Jährige ist seit 2005 im Verein – damals kickte er in seiner Heimatstadt Braunschweig. In der laufenden Spielzeit bildet er zusammen mit Naldo (49 Punkte) eine der besten Comunio-Verteidiger-Kombos.

Knoche kommt bislang auf 33 Zähler bei einem Marktwert von 3,8 Millionen Euro. Im Comunio-Rangking der besten Abwehrspieler liegt er auf Rang zehn. In der Bundesliga spielte der Innenverteidiger bei zwölf Einsätzen elfmal von Beginn an, bei keinem Spiel setzte es eine Karte. Trotzdem gewinnt Knoche 69 Prozent seiner Zweikämpfe.

„Seine Entwicklung war vor einem halben Jahr noch nicht zu erwarten“, sagte Allofs der „Wolfsburger Allgemeinen Zeitung“. „Er hat seine Chance genutzt und bekommt nun immer mehr Sicherheit.“

(Stand: 14. November 2013)

Autor: Sebastian Schramm

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