Foto: © imago images / Matthias Koch
An dieser Stelle präsentieren wir euch jede Woche einen Spieler, der noch unter dem Radar läuft und von dem in Kürze eine deutliche Marktwertsteigerung zu erwarten ist. Heute mit Unions Andras Schäfer.

Marktwert: 670.000
Punkte: 1
Punkte pro Spiel: 0,33

Darum wird er unterschätzt

Fernab der vergangenen Europameisterschaft dürften wohl nur Experten des slowakischen Fußballs mit Andras Schäfer vertraut sein. Und dennoch werden die meisten Comunio-Spieler den Namen vor seiner Verpflichtung zu Union Berlin in diesem Winter zumindest schon einmal gehört haben: Schäfer erzielte nämlich  gegen Deutschland beim EM-Gruppenspiel in der Allianz Arena den zwischenzeitlichen 2:1-Führungstreffer für Ungarn (Endstand 2:2). 

Ansonsten gibt es aber nur wenig Referenzen, außer dass für den Ungar als Teenager die Serie A, er war einst für CFC Genua und Chievo Verona unter Vertrag, noch eine Nummer zu groß war. Auch die Ablösesumme von einer Million Euro dürfte bei keinem für erhöhten Puls gesorgt haben. Weil sich Schäfer nach seiner Ankunft nach Berlin auch noch verletzte, verlor er von seinem Einstiegsmarktwert von zwei Millionen rund drei Viertel. 


Das macht ihn so stark

Schäfer ist ein Mentalitätsspieler auf der Achter-Position, der sich für keinen Lauf nach hinten zu schade ist, gleichzeitig aber auch selbst für Torgefahr sorgt. In der ersten Halbserie dieser Saison war er für Dunajska Streda in 17 Spielen an sechs Toren direkt beteiligt (drei Tore, drei Vorlagen). Auch auf internationalem Niveau hat er sich schon bewiesen. Wenn auch nur mit der Nationalmannschaft. In einer der besten ungarischen Mannschaften der letzten Jahrzehnte ist Schäfer inzwischen absoluter Stammspieler und hat in nunmehr 16 Auftritten drei Tore erzielt. Eine gute Quote für einen defensiven Mittelfeldspieler. 

Beim 0:4 gegen Bayern nahm Schäfer zuletzt nach seiner Einwechslung in der 62. Minute immerhin noch zwei Punkte mit uns sorgte dafür, dass Union keinen weiteren Gegentreffer mehr kassierte. 

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Dieses Potenzial hat er 

Körperlich dürfte der 22-Jährige inzwischen auf der Höhe sein, taktisch wird er noch ein wenig brauchen, um die Ideen von Urs Fischer zu verinnerlichen. Aber Schäfer ist ein Spieler, der schnell lernt. „Es sind sehr viele Informationen, die er umsetzen und verinnerlichen muss“, sagte Fischer nach dem Spiel gegen Bayern und fügte hinzu: „Es ist wichtig, dass er auch Minuten bekommt. Das werden wir auch in Zukunft so versuchen.“

Nach einem Stammplatz hört sich das natürlich nicht an, aber wir werden Schäfer in der Schlussphase dieser Saison wohl sehr regelmäßig sehen. Als Backup für den kleinen Geldbeutel also eine vielversprechende Option, die gleich noch viel besser bei einem weichen Saisonübergang wird. Schäfer ist nämlich nichts weniger als der designierte Nachfolger von Grischa Prömel, den es im Sommer nach Hoffenheim zieht. 

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Autor: Karol Herrmann

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