Comunio-Geheimtipp der Woche: Aleksandar Pavlovic (FC Bayern München)

Foto: © imago images / Sven Simon
An dieser Stelle präsentieren wir jede Woche einen Spieler, der unter dem Radar läuft, ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hat und seinen Marktwert schnell steigern könnte. Heute mit Aleksandar Pavlovic vom FC Bayern München.

Marktwert: 1.150.000
Punkte: 7
Punkte pro Spiel: 3,5

Darum wird Aleksandar Pavlovic unterschätzt

Erst Ende Oktober gab Aleksandar Pavlovic sein Debüt für das Profi-Team des FC Bayern München. Beim 8:0-Sieg gegen Mainz wurde der defensive Mittelfeldspieler nach der roten Karte für Joshua Kimmich eingewechselt und stabilisierte die Zentrale wieder. Dieselbe Aufgabe hatte der Youngster gegen Borussia Dortmund – und er überzeugte auf hohem Niveau: Bis auf eine Szene, die Konrad Laimer mit seinem Gelbfoul für ihn ausbügelte, machte er seine Aufgabe fehlerlos – und konnte am Ende mit einer tollen Balleroberung bei einem unsauberen Pass von Niklas Süle sogar seinen ersten Bundesliga-Assist einsammeln; er bereitete den dritten Treffer von Harry „King“ Kane vor.

Beim FCB herrscht derzeit akute Personalknappheit in der Defensive. Kimmich ist noch ein weiteres Spiel Rot-gesperrt und das Defensivduo aus Leon Goretzka und Dayot Upamecano kam erst vor dem Klassiker gegen Borussia Dortmund aus ihrer wochenlangen Verletzung zurück. Upamecano musste gegen Dortmund nach 60 Minuten geplant runter – es kam Pavlovic, Goretzka ging in die Abwehrkette. Auch Raphael Guerreiro ist noch nicht einsatzbereit. Damit ist der einzige Einwechselspieler mit defensivem Hintergrund Rechtsverteidiger Bouna Sarr – und die beiden Youngster Pavlovic und Frans Krätzig (Linksverteidiger).

Doch die Belastung beim FCB wird nicht weniger: Am Mittwoch muss der FCB in der Königsklasse ran – immerhin hier darf Kimmich zwischendurch einspringen. Doch am 11. Spieltag wird die Defensive erneut dünn besetzt sein – und Pavlovic ist somit der erste Einwechsel-Kandidat für alle zentralen Defensivpositionen.

Das macht den Bayern-Youngster so stark

Der 19-jährige Aleksandar Pavlovic ist im zentralen Mittelfeld zuhause, spielt dort sowohl als Sechser als auch in der Achter-Rolle. Gegen Dortmund rückte er in Goretzkas Achter-Aufgabenfeld, jedoch stellte Thomas Tuchel zeitgleich auf ein 5-2-3 gegen den Ball um, sodass er effektiv eine echte Doppelsechs mit Laimer bildete. Dabei hilft Pavlovic, dass er das Spiel sehr gut lesen kann und sich daher sehr clever positionieren kann, um Räume zu schließen oder – wie vor dem 4:0 der Bayern gegen Dortmund – Pässe zu erkennen und dazwischenzusprinten.

Mit seinen 1,88m ist er zwar kein Riese, aber überdurchschnittlich groß – und setzt entsprechend gute seine Physis im Duell ein. Er ist robust und für einen Sechser kopfballstark bei langen Bällen. Auch im direkten Duell kann er sich schon gut auf Profi-Niveau durchsetzen. 

Seine Schwäche liegt auf jeden Fall in der Arbeit mit dem Ball am Fuß. Er ist kein guter Dribbler und hat Probleme, sich unter Druck auf engem Raum mit dem Ball zu behaupten. Häufig schafft Pavlovic es, das Problem zu umgehen, weil er den Ball schnell genug wieder abgibt – und sein Passspiel kann sich durchaus sehen lassen. 25 Mal versuchte er in seinen zwei Einsätzen einen Pass – und jeder der 25 Bälle fand den Weg zu seinem Mitspieler.

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Dieses Potenzial hat Aleksandar Pavlovic beim FC Bayern München

Vor allem am 11. Spieltag dürfte klar sein: Pavlovic wird sicher eine Einwechslung bekommen! Dann kommt Joshua Kimmich zurück und wird die Defensive um zumindest einen weiteren Spieler ergänzen. Da Kimmich genauso wie Laimer jedoch auch als Außenverteidiger (und Goretzka als Innenverteidiger) aushelfen könnten, bleibt die Personallage im Zentrum angespannt – und die Einsatzperspektive von Pavlovic hoch.

Mittelfristig dürfte es für ihn aber wieder schwer werden, sich durchzusetzen. Kommt Matthijs de Ligt zurück und der FCB verstärkt sich im Winter mit weiterem Personal in der Abwehr und der Schaltzentrale, könnte es für Pavlovic eng werden. Doch bis dahin vergehen noch einige Spieltage – und es ist noch nicht gesagt, ob die Bayern überhaupt ihre Wunschkandidaten bekommen.

Langfristig hat Pavlovic das Potenzial, sich auch dauerhaft auf Bundesliga-Niveau festzusetzen. Bevor er ein vollständiger Bestandteil des Kaders mit Startelf-Perspektive wird, dürfte zwar noch einiges an Zeit vergehen, doch wenn Tuchel weiterhin mit solchen Personalsorgen zu kämpfen hat, könnte der junge Deutsch-Serbe die Lösung für den FC Bayern München sein. Damit ist er nicht nur ein Geheimtipp für Comunio-Manager sondern auch für Thomas Tuchel.