Foto: © imago images / Jan Huebner
An dieser Stelle präsentieren wir jede Woche einen Spieler, der unter dem Radar läuft, ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hat und seinen Marktwert schnell steigern könnte. Heute mit Clemens Riedel vom SV Darmstadt 98.
Marktwert: 550.000
Punkte: 2
Punkte pro Spiel: 2,0
Darum wird Clemens Riedel unterschätzt
Bereits in der letzten Saison erkämpfte sich der damals noch 19-jährige Innenverteidiger über längere Zeit einen Stammplatz in der Lilien-Abwehr. Doch nach 668 Minuten, die Clemens Riedel ununterbrochen auf dem Platz stand, hat er den Platz zum Saisonende wieder verloren. Dann verstärkte sich der SV Darmstadt 98 im Sommer mit zwei neuen Innenverteidigern: Matej Maglica (VfB Stuttgart, Leihe) und Christoph Klarer (Fortuna Düsseldorf) kamen nach Darmstadt.
Doch das erste Pflichtspiel gehörte Riedel: Zusammen mit Routinier Christoph Zimmermann und Neuzugang Klarer startete er in der Dreierkette. Das Spiel gegen den FC 08 Homburg lief jedoch schlecht – und die Lilien kassierten drei Gegentore, schieden aus dem DFB-Pokal aus. Nach einem schwachen Spiel musste Riedel also wieder auf die Bank – doch das half am ersten Spieltag nicht. Auch mit dem zweiten Neuzugang Maglica in der Startformation performte Darmstadt defensiv nicht sehr gut, verlor gegen Frankfurt.
Weil Zimmermann am zweiten Spieltag ausfiel, bekam der 20-Jährige dann eine neue Chance – und in der Hintermannschaft des SVD war er gegen den 1. FC Union Berlin mit Abstand der stärkste Verteidiger. Während Klarer und Maglica mehrere Fehler machten und beide im Laufe des Spiels auswechselt wurden, verteidigte Riedel als einziger sicher und hatte keine Anteile an den vier Gegentreffern. Höchstwahrscheinlich darf er also am dritten Spieltag gegen Bayer Leverkusen erneut ran.
Das macht den Darmstädter so stark
Clemens Riedel ist ein sehr talentierter, junger Innenverteidiger. Dabei ist er vor allem in der zentralen Abwehrrolle als Spielorganisator perfekt geeignet. Denn er besitzt ein richtig gutes Passspiel, sowohl flach als auch mit hohen Bällen auf die Flügel oder hinter die Kette. Spielt er auf einer der Halbpositionen in der Dreierkette kann er auch gelegentlich ins Mittelfeld andribbeln und so das Spiel eröffnen, zu seinen größten Stärken zählt es jedoch nicht.
Mit seinen 1,86m ist er zwar kein Riese, aber trotzdem ein großer, physischer Innenverteidiger. Er hat eine gute Sprungkraft und ist daher kopfballstark – sowohl im eigenen Strafraum als auch bei Standards. Auf Profiniveau konnte er seine Torgefahr jedoch noch nicht beweisen – in der U19 traf er in zehn Spielen jedoch sogar zwei Mal. Aber vor allem Defensiv sorgt seine Kopfballstärke für Sicherheit bei Darmstadt 98.
































