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An dieser Stelle präsentieren wir euch jede Woche einen Spieler, der noch unter dem Radar läuft und von dem in Kürze eine deutliche Marktwertsteigerung zu erwarten ist. Heute mit dem Fürther Max Christiansen.

Marktwert: 1.390.000
Punkte: 35
Punkte pro Spiel: 1,94

Darum wird er unterschätzt

Nun, zunächst einmal spielt Max Christiansen bei der SpVgg Greuther Fürth. Kein Spieler des Tabellenschlusslichts, abgesehen von Branimir Hrgota, kostet mehr als zwei Mio. Eine Mitnahme in die neue Saison käme nur bei einem Wunder in Frage und mit vielen Punkten wurden Fürther Spieler in der Hinrunde ja auch nicht belohnt. 

Doch selbst bei Fürth gibt es noch mehr als ein halbes Dutzend Spieler, die teurer sind als Max Christiansen. Der 25-Jährige saß zu Beginn der Saison noch auf der Bank und konnte sich erst im Spätherbst einen Stammplatz erspielen. Zur Rückrunde hatte er 20 Punkte bei einem Schnitt von 1,5 geholt. Nichts, wo man ins Schwärmen geraten müsste.


Das macht ihn so stark

Im neuen Jahr hat Christiansen dann aber einen großen Schritt gemacht. In den bisherigen fünf Rückrunden-Spielen hat der Sechser schon 16 Punkte gesammelt. Jetzt reden wir schon über einen Punkteschnitt von 3,2. Zuletzt waren es gegen Hertha sogar sieben Zähler. Christiansen hatte in dieser Partie am 22. Spieltag herausragende Werte in Defensive wie Offensive zu bieten. 

Von seinen 17 Zweikämpfen gewann er überragende 65 Prozent. Hinzu kamen jeweils vier abgefangene Bälle, geblockte Schüsse und geklärte Aktionen – herausragend! Dazu legte Christiansen aber auch noch zwei Torschüsse auf und gab einen selbst ab. Mit 12,4 Kilometern war er außerdem laufstärkster Fürther. Auf ein ähnliches Niveau, was Daten betrifft, kam er auch schon am 20. Spieltag gegen Mainz. Hier nahm er immerhin fünf Punkte mit.

Dieses Potenzial hat er

Christiansen ist niemand, der aus dem Nichts hervor kommt. Für Ingolstadt war er als Teenager schon in knapp 30 Bundesliga-Spielen auf dem Rasen gestanden, er hat alle U-Nationalmannschaften durchlaufen und holte 2016 an der Seite von Serge Gnabry, Julian Brandt und Co. bei Olympia immerhin die Silbermedaille. Das Talent war bei Christiansen immer da. Nun kommt aber auch eine gewisse Erfahrung hinzu. Christiansen hat in den letzten Jahren die harte Schule der 2. und 3. Liga genossen und ist ein Bundesliga-Spieler geworden, der im Sommer auch für besserer Konkurrenten interessant sein könnte. 

Fürth kann in der Rückrunde außerdem befreit aufspielen und wird noch den ein- oder anderen Ligakonkurrenten ärgern. Die Mannschaft von Stefan Leitl hat sich mittlerweile in der Bundesliga akklimatisiert. Auch, wenn das für den Klassenerhalt zu spät kommt. Dennoch sind von den Kleeblatt-Akteuren fortan deutlich mehr Punkte zu erwarten. 

Christiansen ist einer davon – und von allen interessanten Fürthern ist er auch noch unverhältnismäßig günstig. Als Sechser steht er kaum im Fokus und dürfte auch bis Ende der Saison weitgehend unter dem Radar laufen. Es deutet in dieser Personalie also vieles auf einen Dauergeheimtipp hin. 

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Autor: Karol Herrmann

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