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An dieser Stelle präsentieren wir Spieler, die bei Comunio noch etwas unter dem Radar laufen und ein starkes Preis-Leistungsverhältnis haben. Heute mit Herthas Teilzeit-Genie Javairo Dilrosun.

Marktwert: 870.000
Punkte: 3
Punkte pro Spiel: 0,75

Darum wird er unterschätzt: Keine Frage. Javairo Dilrosun hat schon geniale Momente in seinen bisher 44 Bundesliga-Spielen gehabt. Zuletzt geriet der junge Niederländer aber zunehmend in Vergessenheit. Unter Trainer Bruno Labbadia brachte er es in der Bundesliga auf exakt eine Startelf-Nominierung. Hinzu kamen Muskelverletzungen, die den Außenstürmer immer wieder zurückwarfen.

In dieser Saison sieht es bis jetzt nicht besser aus: Nach einer Oberschenkelverletzung zu Beginn, kommt er in vier Teilzeit-Einsätzen auf nur 90 Minuten Spielzeit. Dreimal schmorte er ganze 90 Minuten auf der Bank.

Entsprechend wenig zu holen gab es bei Comunio. Neben der mageren Punkteausbeute konnte man Dilrosun in diesem Jahr dabei zusehen, wie sein Marktwert vom Peak bei 5,4 Mio auf 740.000 fiel. Ein klassisches Millionengrab.

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Das macht ihn so stark: Der Einsatz im Berlin-Derby gegen Union könnte der Wendepunkt sein. Die Einwechslung Dilrousuns war der Schlüssel zum späteren Erfolg. Zuvor war der Hertha gegen zehn tief stehende Unioner schlicht nichts eingefallen. Dilrosun belebte nicht nur das Flügelspiel, er war letztlich auch der Vorbereiter der beiden Piatek-Treffer.

Aufgrund der Fantasy-Assist-Regel wurde ihm dabei leider nur eine Torvorlage zugesprochen. Sonst wäre der 22-Jährige am Ende bei weit mehr als drei Punkten rausgekommen.

Dieses Potenzial hat er: Nach diesem Auftritt dürfte klar sein: Dilrosun drängt mit großen Schritten nach mehr Einsatzzeit. Und Labbadia wird das nicht mehr ignorieren können. Auf den offensiven Außenpositionen gibt es ohnehin kaum Alternativen. Die Idee mit Matteo Guendouzi auf der linken Seite ging gegen Union nicht auf. Dodi Lukebakio wird eher weiter vorne gebraucht. Und auch Kandidaten wie Matthew Leckie oder Maximilian Mittelstädt haben nicht ansatzweise die Qualitäten in der Offensive – gerade wenn kreative Lösungen gesucht werden.


Was bei Dilrosun möglich ist, konnte man eindrucksvoll zwischen Spieltag 4 und 7 der Saison 2019/20 sehen, wo er in vier Partien an fünf Toren direkt beteiligt war – teilweise in kongenialer Manier. Das brachte ihn kurzzeitig sogar in den Fokus von Borussia Dortmund als möglicher Nachfolger von Jadon Sancho.

Diese Zeiten sind längst vorbei und Dilrosun muss vor allem auch gegen den Ball noch viel lernen. Nach dem größten Tiefpunkt seiner noch jungen Karriere kann es für das Talent, das sich zwischen Genie und Wahnsinn bewegt, aber eigentlich nur noch aufwärts gehen.

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