Mahmoud Dahoud von Borussia Dortmund

Foto: © imago images / HJS

An dieser Stelle präsentieren wir Spieler, die bei Comunio noch etwas unter dem Radar laufen und ein starkes Preis-Leistungsverhältnis haben. Heute mit dem Dortmunder Mittelfeldmann Mo Dahoud.

Marktwert: 2.140.000
Punkte: 9
Punkte pro Spiel: 3,0

Darum wird er unterschätzt: Mahmoud Dahoud war vor der Saison schon so etwas wie das fünfte Rad am Wagen bei Borussia Dortmund. Angesichts der Konkurrenz mit Axel Witsel, Winter-Neuzugang Emre Can, Thomas Delaney und dem aufregenden Youngster Jude Bellingham schienen die Einsatzchancen des 24-Jährigen gen Null zu tendieren. Die Positionen im defensiven Mittelfeld waren bereits doppelt besetzt, zudem hat auch Julian Brandt in der letzten Saison bewiesen, dass seine Idealposition eigentlich die auf der Acht ist.

Aufgrund einer Ansammlung von vielen Fehlern war Dahoud selbst in Dortmunder Fan-Kreisen bisweilen arg umstritten, mit dem traurigen Höhepunkt, dass es in der letzten Saison zeitweise sogar Pfiffe gab, wenn er eingewechselt wurde. Dass bei Dortmund gleich 18 Spieler einen höheren Marktwert haben, zeigt deutlich, dass er auch bei Comunio derzeit nicht allzu oft gekauft wird. 

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Das macht ihn so stark: Doch siehe da: Dahoud stand in den letzten vier Bundesliga-Spielen zweimal in der Startelf, in den letzten beiden Champions-League-Partien sowie auch im Supercup durfte er jeweils von Beginn an ran. Insgesamt durfte er exakt an sechs der bisherigen zwölf Pflichtspiele mitwirken. 

Und in diesen Partien hat Dahoud vollends überzeugt. Dass er technisch unglaublich gut ist, war bereits bekannt. Selbst beim BVB spielt er hier in einer Liga mit den Top-4 rund um Marco Reus, Raphael Guerreiro und Jadon Sancho. Dahoud hat aber vor allem seine Fehler abgestellt, legte gegen Schalke beispielsweise eine beeindruckende Passquote von 91 Prozent hin und hat auch noch einmal körperlich zugelegt. Bezeichnend auch hier die Zweikampfwerte gegen Schalke: Von 34 Zweikämpfen, was auch in der Summer sehr viel ist, gewann er extrem starke 65 Prozent. In dieser Partie (5 Comunio-Punkte) erinnerte bei Dahoud vieles an die besten Tage eines Ilkay Gündogan im BVB-Dress.

Schwer beeindruckend sind aber vor allem seine Pressingqualitäten und seine Mentalität. Sofern er taktisch nicht dazu gezwungen wird, etwas abwartender auf der Sechs zu agieren, ist Dahoud ein brutaler Balljäger geworden. Ein idealer Spielertyp, um das schnelle Umschaltspiel über Leute wie Sancho und Haaland einzuleiten. Aber auch die Ansagen des 24-Jährigen sind beeindruckend, hört man doch in den leeren Arenen vor allem ihn auf dem Platz mit seinen Anweisungen an die Mitspieler. Und das ist schon eine Entwicklung, denn die Stagnation seiner Leistung dürfte nicht zuletzt auch einem mangelnden Selbstbewusstsein in den letzten Jahren geschuldet gewesen sein. 


Dieses Potenzial hat er: Vom nahezu Aussortierten zu einem ernsthaften Startelfkandidat – das ist die Entwicklung von Mo Dahoud in dieser Saison. Zwar wird auch er nicht in jeder Partie von Beginn an auflaufen, er ist aber zumindest immer eine gute Option. Emre Can wird meist in der Abwehr eingesetzt, Ballmagnet Axel Witsel ist längst nicht mehr unantastbar, Thomas Delaney kommt mehr über die Zweikämpfe als über das spielerische und Jude Bellingham hat seine Stärken doch eher in der Vorwärtsbewegung. Dahoud vereint derzeit eigentlich die Vorteile aller Konkurrenten. Und vor allem: Während Witsel und Delaney eigentlich klare Sechser – Bellingham und Brandt aber klare Achter sind, kann Dahoud tatsächlich auf beiden Positionen spielen. 

Dass er neuerdings sogar Nationalspieler ist – geschenkt! Viel wichtiger ist da doch eher das Vertrauen, dass er von Lucien Favre genießt. Übrigens jener Trainer, der ihn in Gladbach einst zum Bundesliga-Spieler geformt hat und ihn in der letzten Transferperiode auf keinen Fall gehen lassen wollte.

Dahoud wird alleine aufgrund der vielfachen Belastung auch in den nächsten Wochen immer wieder spielen. Wenn er seine Leistungen zuletzt bestätigen kann, hat er durchaus das Potenzial eines Unterschiedsspielers, der in der Hierarchie steigen – und schnell einen Marktwert von 4 bis 6 Millionen generieren kann. Aktuell haftet ihm wohl noch immer das Image des Luftikus an. Wir bedanken uns für den geringen Marktwert und schlagen sofort zu!

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Autor: Karol Herrmann

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