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An dieser Stelle präsentieren wir Spieler, die bei Comunio noch etwas unter dem Radar laufen und ein starkes Preis-Leistungsverhältnis haben. Heute mit dem Schalker Tafelsilber Malick Thiaw.

Marktwert: 900.000
Punkte: 14
Punkte pro Spiel: 7,0

Darum wird er unterschätzt: Malick Thiaw ist gewiss ein Name, den nur die Wenigsten auf der Rechnung hatten. Der 19-jährige Innenverteidiger kam zwar gegen Ende der Saison 2019/20 auf vier Kurzzeit-Einsätze, dass er sich aber als junger Spieler in für den Verein so schwierigen Zeiten zur Stammkraft etablieren könnte, hätten wahrscheinlich auch nicht viele Schalker Insider für möglich gehalten, zumal der gebürtige Düsseldorfer Thiaw (sprich: „Ciao“) bisher auch noch nicht für eine deutsche U-Nationalmannschaft in Erscheinung getreten ist.

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Das macht ihn so stark: Wir machen es uns an dieser Stelle vielleicht etwas zu einfach, den Schalker Torschützen beim 1:1 gegen Stuttgart zu empfehlen. Doch das Fazit dieser Partie ließ nur einen Schuss zu: Thiaw war am letzten Freitagabend der bester Schalker. „Ich fand seine Leistung wirklich gut. Er hat es in der Defensive in den Zweikämpfen sehr ordentlich gemacht. Nach Balleroberungen und im Spielaufbau hat er sich etwas zugetraut“, resümierte Trainer Manuel Baum. In der Woche zuvor hatte er gegen Dortmund bereits sein Startelf-Debüt in der Bundesliga gegeben.

Schon beim Revierderby – alles andere als ein leichtes Spiel für einen Neuling – führte Thiaw deutlich mehr Zweikämpfe als seine Nebenmänner Salif Sane und Matija Nastasic, von denen er auch noch gute 55 Prozent gewann.

Gegen Stuttgart konnte er sich dann aber noch einmal steigern und gewann starke 64 Prozent seiner Duelle. Zudem präsentierte er sich mit 74 Ballbesitzphasen als sehr aktiver Spieler, der 85 Prozent seiner Bälle zum Mitspieler brachte. Besonders faszinierend aber: Thiaw war mit drei abgegebenen Torschüssen gefährlichster Schalker. Einer seiner Kopfbälle landete zum 1:0 in den Maschen.

Die Torgefährlichkeit kommt aber nicht von Ungefähr: 2019/20 erzielte er in der A-Jugend Bundesliga West in 20 Spielen acht Tore – als Innenverteidiger. Die Quote eines Stürmers. Neben dieser Abschlussstärke zeichnet ihn aber auch ein äußerst starkes Stellungsspiel aus, sein Stil ist weniger aggressiv, dafür umso spielintelligenter.


Dieses Potenzial hat er: Keine Frage: Thiaw hat sich in den letzten zwei Wochen in die Schalker Mannschaft gespielt und wird dort vorerst nicht mehr zu verdrängen sein. Den beliebten Benjamin Stambouli hat er bereits in der Hierarchie hinter sich gelassen, doch selbst, wenn Schalke wieder auf Viererkette umstellen sollte, würden aktuell wohl eher Sane oder Nastasic auf die Bank müssen.

Zwei Startelf-Einsätze und ein Tor dürften seinen Marktwert in Kürze die 2-Millionen-Marke knacken lassen. Aktuell geht er also so gerade noch als Geheimtipp durch. Wer ihn zum Marktwertniveau verpflichten kann, dürfte hier noch locker eine Million an Zinsen einstreichen.

Thiaw, der übrigens ausschließlich eine finnische Staatsbürgerschaft hat, muss sich in Kürze wohl auch zwischen den beiden Verbänden entscheiden. Denn eine Nationalmannschaftskarriere ist trotz fehlender U-Nationalspieler vorprogrammiert. Der FC Liverpool soll den Schalker (ausgebildet bei Fortuna Düsseldorf, Bayer Leverkusen, Borussia Mönchengladbach und Schalke) schon seit Monaten intensiv scouten. Aber nicht nur deshalb wird Thiaw gerne mit Joel Matip verglichen. Auch in ihrer Spielweise lassen sich beide Typen durchaus vergleichen.

Ohnehin muss der finanziell schwer angeschlagene FC Schalke künftig mehr auf seine Eigengewächse setzen. Auf dem Transfermarkt ist man nur noch bedingt konkurrenzfähig und die Knappenschmiede produziert ja bekanntlich Talente am Fließband. Eines der vielversprechendsten ist derzeit ohne Frage Malick Thiaw. Er könnte sich zeitnah zum Schalker Tafelsilber entwickeln.

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Autor: Karol Herrmann

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