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Die neue Formel 1 2018: Ein Heiligenschein, Reifenmischmasch und das Deutschland-Comeback
Von Marc-Oliver Robbers
Foto: © imago / Thomas Melzer
Die neue Formel1-Saison startet am Wochenende in Melbourne und wie in jedem Jahr gibt es ein paar Änderungen im Rennzirkus. Comunioblog stellt sie vor, damit ihr perfekt vorbereitet in die neue ComunioGP-Saison gehen könnt.
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Das ist neu
Sicherheit
Was in dieser Saison direkt auffällt, ist der große, hässliche Bügel über dem Cockpit. Das Teil nennt sich „Halo“, also Heiligenschein, und schützt die Fahrer vor herumfliegenden Teilen oder Reifen. „Safety first“ ist sicher richtig, aber dennoch gibt es viele kritische Stimmen.
So sieht Halo nicht nur ziemlich bescheiden aus, die Bügel versperren dem Fahrer mitunter sogar die Sicht. Teilweise müssen die Startampeln anders angebracht werden, damit Vettel und Co. diese wieder im Blick haben. Dazu erhöht das Bauteil aus Titan das Gewicht des Wagens um bis zu 14 kg. Für schwerere Fahrer kann dies zu einem Problem werden. Das Mindestgewicht eines Boliden steigt nun von 725 auf 733 kg.
Doch die Vorteile überwiegen. Eine Simulation der FIA von 40 historischen Unfällen hat ergeben, dass die Fahrer mit dem Halo-System eine um 17 Prozent höhere Überlebenschance gehabt hätten. Und das ist es alle mal wert.
Im Zuge dessen sind die Reifen anstatt mit zwei Seilen nun mit drei Seilen gesichert, was ein Verselbstständigen noch weiter erschweren soll. Zudem müssen die Radmuttern besser gesichert werden und die Wagen neuen Crashanforderungen genügen.
Die Formel1-Saison 2018: Alle Teams im Überblick
Team: Alfa Romeo Sauber F1 Team, Fahrzeug: C37, Motor: Ferrari, Teamchef: Frederic Vasseur
Motor
Auch die Kostenfrage ist seit Jahren ein Thema in der Formel 1. Zwar hat sich in Sachen Budgetreglementierung weiter nichts getan, dafür werden die Teams aber dazu gezwungen, den Verschleiß der eingesetzten Teile zu verbessern.
So sind ab dieser Saison nur noch drei Motoreneinheiten anstatt deren vier erlaubt. Bei den Batterien und Steuergeräten dürfen nur noch zwei straffrei eingesetzt werden. Das bringt einige, kleinere Teams sogar dazu, zu überlegen, ob es nicht Sinn macht, eventuell eine Strafe in Kauf zu nehmen, und dafür den Motor mehr auf Leistung als auf Haltbarkeit auszurichten.
Zudem müssen die Teams nun in Echtzeit die Füllmenge des Hauptöltanks an die FIA übermitteln. Damit soll verhindert werden, dass dem Benzin Öl beigemengt wird.
Aerodynamik
In Sachen Aerodynamik gab es nur kleinere Änderungen. So sind die auffälligen Finnen, die im Vorjahr noch an der Motorabdeckung angebracht waren, nun verboten. Das gilt auch für die Zusatzflügel an der Motorabdeckung und an den Auspuffendrohren. Zudem wurde die Bodenfreiheit der Vorderachse bei den Lenkbewegungen auf maximal 5 Millimeter beschränkt.
Reifen
Pirelli mag es bunt. Nachdem der italienische Reifenhersteller im Vorjahr fünf verschiedene Reifenmischungen zur Verfügung stellte, sind in es in diesem Jahr gleich sieben. Zu den bekannten Ultrasoft, Supersoft, Soft, Medium und Hard kommen nun noch Hypersoft und Superhard. Welche Mischung gerade montiert ist, erkennt der Zuschauer am farbigen Streifen am Pneu. Insgesamt sollen die Reifen aber weicher werden. Pro Rennwochenende stehen den Teams weiterhin drei dieser Mischungen zur Verfügung.
Fahrer
Zwei Neulinge gibt es im Fahrerfeld. Der Monegasse Charles Leclerc ersetzt bei Sauber Pascal Wehrlein, der nun Testfahrer bei Mercedes ist. Leclerc steht bei Ferrari unter Vertrag, soll sich aber beim Motorenpartner für höhere Aufgaben in rot empfehlen.
Dazu kommt mit Sergey Sirotkin wieder ein Russe in die Formel 1. Sirotkin ersetzt Felipe Massa, der nun endgültig seine Karriere beendet hat. Für Sirotkin und gegen Testfahrer Robert Kubica sprach dabei in erster Linie die vielen Rubel, die der Russe dank Sponsor Lukoil ins Team bringt.
Die Formel1-Saison 2018: Alle Fahrer im Überblick
Marcus Ericsson (Sauber, Schweden, 27 Jahre), Formel1-Debüt 2014, Punkte 2017: 0, GP-Starts: 76, Größter Erfolg: Platz 8 in Australien 2015