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Der Abschied von Peter Stöger scheint nach der Saison nahezu sicher. Wer könnte den Coach an der Seitenlinie des BVB beerben? Sieben Kandidaten im Check.

Lucien Favre

Keine Frage: Der Schweizer gilt als klarer Favorit auf den Trainerposten beim BVB. Favre sollte bereits im vergangenen Sommer Thomas Tuchel beerben und hätte das auch sehr gerne getan, er bekam jedoch keine Freigabe seines Clubs OGC Nizza. Jetzt könnte Favre dank einer Ausstiegsklausel für rund drei Millionen herausgekauft werden. In der Mannschaft gilt vor allem Marco Reus als großer Fürsprecher Favres, der unter ihm in Gladbach zum Weltklasse-Spieler heranreifte. Das Problem: Auch andere Top-Clubs wie der FC Arsenal sollen inzwischen die Fühler ausgestreckt haben.

Julian Nagelsmann

Der Name Nagelsmann taucht immer wieder auf, wenn es um den Trainerposten von Borussia Dortmund geht. Der Hoffenheimer Trainer könnte von seinem Stil her an die erfolgreichen Zeiten unter Thomas Tuchel anknüpfen, doch zuletzt wurde klar kommuniziert: Nagelsmann bleibt bis 2019 bei der TSG, erst dann gibt es eine Ausstiegsklausel. Eine einjährige „Übergangslösung“, möglicherweise doch noch einmal mit Peter Stöger oder dem Duo Sebastian Kehl / Matthias Sammer, sind eher unrealistisch. Gerüchten zufolge will Dortmund aber doch in diesem Sommer noch einmal einen Vorstoß in der Causa Nagelsmann machen.

Die Top-Elf des 32. Spieltags

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Tor: Ron-Robert Zieler (VfB Stuttgart) - 10 Punkte | Bildquelle: Imago

 

Marco Rose

Der Trainer von Red Bull Salzburg tauchte in den letzten Wochen immer wieder in den Medien auf, hatte er doch gerade den BVB aus der Europa League geworfen. Grundsätzlich ist der 41-Jährige eine heiße Aktie auf dem Trainermarkt und es dürfte nicht verwundern, wenn er im Sommer den nächsten Schritt gehen wird, um bei einem Verein in einer großen Liga anzuheuern. Rose ist trotz seiner derzeit enorm erfolgreichen Arbeit (Tabellenführer in Österreich, Europa-League-Halbfinale) erst ein Jahr im Profigeschäft als Seniorentrainer und dürfte beim BVB maximal die zweite Wahl sein. 

David Wagner

Der 46-Jährige war vier Jahre lang Trainer der Dortmunder Reserve und wird im Verein immer noch sehr geschätzt. Mit Huddersfield hat er sich inzwischen auch in England einen Namen gemacht. Gerüchte über ein mögliches Interesse von Eintracht Frankfurt und dem FC Chelsea registrierte er sichtlich geschmeichelt: „Aber ich möchte erst das Ziel Klassenerhalt erreichen, spreche mit Besitzer Dean Hoyle und schaue dann eventuell, welche Optionen noch da sind. Das erste und letzte Gespräch habe ich mit unserem Besitzer, dafür habe ich dem Klub zu viel zu verdanken und mit ihm so viele schöne Dinge erleben dürfen.“ Dennoch: Ein klares Bekenntnis ist das nicht.

Hannes Wolf

Ähnlich wie Wagner hat auch Hannes Wolf eine lange BVB-Vergangenheit, hauptsächlich als hoch erfolgreicher Jugendtrainer. Sein Standing im Verein ist gut, dass Wolf nach zunächst gutem Beginn beim VfB Stuttgart die Schwaben aber mit großen Schritten Richtung Abstiegskampf steuerte, dürfte es nicht unbedingt einfach machen, ihn als große Lösung zu präsentieren. Im Sommer wird er ohnehin erst mal als WM-Experte bei der ARD zu sehen sein.

Die fünf großen Absteiger der Rückrunde
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In der Hinserie waren sie noch Gold wert, doch seit Jahresbeginn gab es mit diesen Spielern keinen Blumentopf mehr zu gewinnen. Diese fünf Akteure haben noch einen satten Marktwert, bringen aber nur noch wenig.

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Slaven Bilic

Der einstige KSC-Profi soll bereits im Dezember als Bosz-Nachfolger heiß gehandelt worden sein, immerhin ist er seit seiner Entlassung bei West Ham United im November auf dem Markt. Für Bilic, der West Ham immerhin in die Europa League führte, dürfte Dortmund eine reizvolle Aufgabe sein. Ob das auch umgekehrt gilt, scheint fraglich. Viel mehr Interesse scheint derweil Eintracht Frankfurt am Kroaten zu haben.

Laurent Blanc

Blanc hat bei seinen Stationen bei Bordeaux, PSG und der französischen Nationalelf sehr erfolgreich gearbeitet und schon soll im Sommer Watzkes Favorit auf die Tuchel-Nachfolge gewesen sein, jedoch – so vermeldeten diverse Medien – habe der Franzose abgesagt. Das könnte sich ein Jahr später ändern, denn Blanc hat noch immer keinen neuen Job. Ob der BVB ihn jetzt noch will, darf nach der Absage aber bezweifelt werden, zumal der 52-Jährige im Gegensatz zu allen anderen Kandidaten auch kein Deutsch spricht.

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Autor: Karol Herrmann

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