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Der BVB scheint sich unter seinem Interimstrainer gefestigt zu haben. Edin Terzic baut auf ein 4-2-3-1 mit einer festen Achse. Doch nicht alle Positionen sind fest vergeben.

Tor

Nachdem in der Spätphase von Lucien Favre das ein oder andere Mal Marwin Hitz zum Zuge kam, ist Roman Bürki bei Terzic, wie es zu erwarten war, die klare Nummer eins

Innenverteidigung

Es gibt sicher nicht viele, die bei der These widersprechen, dass Mats Hummels der beste Innenverteidiger der Saison ist. Das sehen auch seine Trainer so. Wenn Hummels halbwegs grade laufen kann, steht er in der Startelf. Hoch interessant ist eher die Entwicklung seines Nebenmannes Manuel Akanji. Der Schweizer war 2019/20 noch ein fehleranfälliges Sorgenkind und spielt eine absolut herausragende Saison. Auch er ist aktuell gesetzt.

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Das alles macht es nicht einfach für Dan-Axel Zagadou, der sich nach langer Verletzung wieder hinten anstellen muss. Der Franzose, ohne Zweifel in 90 Prozent der Bundesliga-Klubs Stammspieler, muss wohl oder übel warten, bis Mitte Februar die Champions League wieder losgeht und er durch Dreifachbelastung und/oder Verletzungen wieder zum Zuge kommt. Eher unwahrscheinlich ist es aktuell, dass Terzic auf Dreierkette umstellt. Das würde Zagadou wohl direkt in die Startelf spülen.

Außenverteidigung

Zunächst scheint es so als seien Thomas Meunier auf rechts und Raphael Guerreiro auf links gesetzt. Doch zumindest rechts dürfte es ein recht enges Stammplatzduell zwischen Meunier und Mateu Morey geben. Hier könnte Terzic je nach Anforderungsprofil entscheiden: Während Meunier der klar bessere Zweikämpfer ist, hat Morey deutliche Vorteile im Spielaufbau. Die Gerüchte, wonach Terzic Guerreiro im zentralen Mittelfeld einplant, scheinen sich nicht zu bewahrheiten. Nico Schulz verweilt also im Wartestand.

Zentrales defensives Mittelfeld

Thomas Delaney ist der größte Gewinner des Trainerwechsels und ist danke seiner Mentalität und Abräumerqualitäten auf der Sechs gesetzt. Nach der schweren Verletzung von Axel Witsel stellt sich nun die Frage, wer den Belgier ersetzt. Hier wird es zuvorderst einen Zweikampf zwischen Emre Can und Jude Bellingham geben. Während Cans Qualitäten in der aggressiven Zweikampfführung, aber auch in der Dynamik nach vorne liegen, hat Bellingham den etwas saubereren Spielaufbau. Mo Dahoud, mit einigen Lichtblicken in der Hinrunde, scheint bei Terzic komplett außen vor, spielte noch keine Sekunde und musste gegen Leipzig sogar auf die Tribüne.

Die Top-Elf des 15. Spieltags

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Tor: Ralf Fährmann (FC Schalke 04) - 9 Punkte | Foto: imago images / Poolfoto

 

Zentrales offensives Mittelfeld

Hier baut Terzic bedingungslos auf Marco Reus. Der Kapitän scheint nach einem für ihn katastrophalen Jahr 2020 wieder langsam zu seiner Top-Form zurückzufinden, wenngleich er schon sehr merklich an Geschwindigkeit eingebüßt hat. Was Reus mittelfristig jedoch nicht wird leisten können: Spiele im Dreitages-Rhythmus. Spätestens dann wird sich vermehrt die Chance für Julian Brandt ergeben, der seiner Form seit Wochen hinterherläuft. Alternativ könnte Brandt aber auch als Achter an der Seite von Delaney zum Zuge kommen. Von der ersten Elf ist er im Moment jedoch weit entfernt. Grundsätzlich ist die Zehner-Position auch prädestiniert für Giovanni Reyna, doch der wird aktuell an anderer Stelle gebraucht.

Offensive Außen

Und hier kommen wir direkt zur Problemzone. Denn aktuell gibt es zum bereits erwähnten Giovanni Reyna und zum immerhin sehr formverbesserten Jadon Sancho keine wirklichen Alternativen auf den Außenpositionen – zumindest bis Thorgan Hazard wieder zurückkehrt. Das könnte noch bis Februar dauern. Bei Engpässen oder Blessuren müssten aktuell wohl die Youngster Youssoufa Moukoko oder Ansgar Knauff aushelfen. Es scheint deshalb gar nicht unwahrscheinlich, dass Dortmund hier vielleicht sogar noch einmal auf dem Transfermakrt aktiv wird.


Sturmzentrum

Ein gesunder Erling Haaland ist gesetzt. Der Norweger ist aber durchaus verletzungsanfällig. Wenn ein 1,94 Meter großer Körper auf 35 km/h beschleunigt, wirken schließlich extreme Kräfte auf Bänder und Sehnen. Immerhin steht hier Youssoufa Moukoko bereit, der sich zunächst als Joker wird behaupten dürfen, in der ein oder anderen Partie mittelfristig vielleicht dann auch mal wieder von Beginn an ran darf. Steffen Tigges, ein großer Emporkömmling unter Terzic, ist maximal als Joker zu erwarten.

Fazit

Viele Positionen sind bei Terzic im bevorzugten 4-2-3-1 klar besetzt. Umkämpft ist aktuell lediglich die zweite Sechser-Position sowie die Besetzung der Rechtsverteidigung. Wenn es Mitte Februar wieder in die Dreifachbelastung geht, dürfte sich das Bild jedoch ein wenig in Richtung Rotation verschieben.

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Autor: Karol Herrmann

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