Foto: ©imago/Sven Simon

Es war der 33. Spieltag der Saison 2008/2009. Während der FC Bayern bei der TSG Hoffenheim nicht über ein 2:2 hinauskam, sorgte das Wolfsburger Sturmduo gegen Hannover 96 dafür, dass die Wölfe nicht nur das Derby gewannen, sondern auch mit zwei Punkten Vorsprung in den letzten Spieltag gingen.

Wenn am Ende 21 bzw. 16 Comunio-Punkte bei dem Sturmduo stehen, haben die beiden in der 90 Minuten zuvor nicht so viel falsch gemacht. Mit zusammen 37 Zählern holten Grafite und Edin Dzeko an diesem Spieltag fast die Hälfte der Punkte der gesamten Truppe des VfL Wolfsburg (81).

Bei Hannover 96, das damals noch von Dieter Hecking trainiert wurde, absolvierte Michael Tarnat sein letztes Bundesliga-Heimspiel. Außerdem bekam Vereinslegende Jiri Stajner den Vorzug vor Jan Schlaudraff.

Punktgleich mit den Bayern und ohne Mittelfeldchef Josue (5. Gelbe) – für ihn begann Sebastian Schindzielorz – beherrschte die Magath-Truppe aus Wolfsburg das Spiel von Beginn an. So war es Dzeko, der das Schützenfest in der 14. Minute mit seinem 23. Saisontor eröffnete.

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Gut eine halbe Stunde war gespielt, da hatte dann auch Dzekos Sturmpartner seinen Torriecher gefunden. Grafite sorgte mit einem Doppelschlag (33., 36.) dafür, dass die Partie schon frühzeitig entschieden war. Es waren die Saisontreffern Nummer 25 und 26 für den Brasilianer.

Nach dem Seitenwechsel trug sich dann wieder der Bosnier ein und machte endgültig den Deckel auf die Partie – dabei waren damals noch nicht einmal eine Stunde gespielt. In Hoffenheim stand es beim Konkurrenten aus München zu dieser Zeit schon 2:2, die Wölfe lachten sich insgeheim ins Fäustchen und nahmen mehr als einen Gang raus.

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Dennoch war es abermals Dzeko, der mit seinem 26. Saisontreffer in der 79. Minute den Schlusspunkt setzen sollte und den VfL Wolfsburg (fast) zum Meistertitel schoss, während die eh schon geretteten 96er lediglich aufgrund der Spielpaarung gegen Arminia Bielefeld noch einmal in den Abstiegskampf eingriffen.

Neben den beiden bereits oft genannten Dzeko und Grafite überzeugten beim VfL vor allem die Mittelfeldantreiber Makoto Hasebe und Christian Gentner mit jeweils acht Punkten. Bei den Gastgeben hagelte es natürlich Minuspunkte. Arnold Bruggink war der einzige Feldspieler, der immerhin null Zähler erreichte – ansonsten gab es ausschließlich negative Bewertungen, mit Ausnahme von Robert Enke (vier Punkte).

Quelle: Comstats

 

In der Woche darauf krönte sich der VfL Wolfsburg mit einem 5:1-Sieg gegen den SV Werder Bremen dann tatsächlich zum Meister und holte zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die Deutsche Meisterschaft.

Grafite holte am Ende 223 Zähler und liegt somit auf dem 14. Platz in der ewigen Tabelle, während sein Kollege Dzeko auf 226 Punkte kam und es somit in die Top 10 schaffte. Erst sechs Jahre später schaffte ein Wolfsburger eine bessere Punktzahl – es war Kevin De Bruyne in der Saison 2014/15 mit 240 Punkte (6. Platz).

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Autor: Florian Schimak

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