Edimilson Fernandes

Foto: © imago images / Geisser
Mit Edimilson Fernandes haben sich die Mainzer einen hochkarätigen Neuzugang geleistet, der auf Anhieb Stammspieler sein dürfte. Der Schweizer besitzt Erfahrung in der Premier League und in der Serie A. Eventuell ist der Mittelfeldspieler bereits ein Vorgriff im Falle eines Abgangs. 

Position: Fernandes ist ein zentraler Mittelfeldspieler, der sich auf der Acht am wohlsten fühlt. Der Cousin des Frankfurters Gelson Fernandes kann aber auch auf der Sechs oder der Zehn spielen. Auf seiner Leihstation in Florenz kam der Schweizer zumeist auf der Acht zum Einsatz, aber auch immerhin zehn Spiele auf der Sechs. 

Bisherige Karriere: Der 23-Jährige kommt aus der Jugend des FC Sion. Bereits mit 17 Jahren debütierte er in der Super League für Sion. Insgesamt kam er 65 Mal für den Schweizer Traditionsverein zum Einsatz, ehe er 2016 in die Premier League zu West Ham United wechselte. 

Nachdem er in der ersten Saison noch Stammspieler für die Hammers war und insgesamt 28 Spiele in der Premier League absolvierte, reichte es in seiner zweiten Spielzeit nur noch zu 14 Einsätzen. Als Folge des Stammplatzverlustes folgte vor der letzten Saison der Wechsel in die Serie A.

Beim AC Florenz erlangte er den Status des Stammspielers zurück. 29 Mal lief er für die Viola in der ersten Liga auf, dazu kam er vier Mal in der Coppa Italia zum Einsatz. Auch in der Nati ist er mittlerweile ein fester Bestandteil. Acht Länderspiele hat er seit 2016 absolviert und stand auch im Nations League-Halbfinale und im Spiel um Platz 3 auf dem Feld. 

Einstiegsmarktwert: Drei Millionen. Fernandes kam am 4. Juni für drei Millionen auf den Markt, ging dann zwischenzeitlich auf 3,6 Millionen hoch und liegt aktuell bei 3,3 Millionen. Damit ist er nach Zehner Jean-Paul Boetius der zweitteuerste Mittelfeldspieler im Mainzer Kader. 

Die zehn besten Mainzer der Saison 2018/19

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Platz 1: Jean-Philippe Mateta (Sturm) - 150 Punkte | Bildquelle: imago images / Martin Hoffmann

Situation: Fernandes passt natürlich perfekt ins System der Mainzer, die zuletzt vornehmlich mit einer Raute im Mittelfeld agierten, aber auch gerne mal auf ein Dreiermittelfeld mit einem Sechser und zwei Achtern setzen. Und wenn ein Verein wie Mainz einen Spieler für rund neun Millionen Ablöse verpflichtet, ist davon auszugehen, dass dieser auch als Stammspieler eingeplant ist. 

„Edimilson Fernandes ist ein Box-to-Box-Spieler mit starkem fußballerischen Hintergrund, der sowohl offensiv als auch defensiv über eine immense Qualität verfügt und diese bereits in der Premier League sowie in der Serie A auf höchstem Niveau unter Beweis gestellt hat. Er passt auf der Position Acht sowohl sportlich, vom Alter als auch charakterlich mit seiner positiven Persönlichkeit hervorragend in unser Profil. Er ist noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung und kann aus seinem höheren Potential noch mehr ausschöpfen“, sagte 05-Sportvorstand Rouven Schröder.

Eventuell ist Fernandes auch schon ein Vorgriff, um im Falle eines Abgangs des wechselwilligen Jean-Philippe Gbamin abgesichert zu sein. Gbamin spielt natürlich etwas defensiver, aber grundsätzlich könnte Mainz so einen Abgang mit dem vorhandenen Spielern auffangen. 

Denn neben den beiden genannten Profis kommen noch Pierre Kunde, Danny Latza und Ridle Baku für die drei Plätze im Mittelfeld in Frage. Boetius ist auf der Zehn gesetzt. 

Marktwertpotenzial: Fernandes ist sicher eine gute Investition. Der Schweizer dürfte im Mittelfeld der Mainzer gesetzt und damit eine gute Option sein, um den Comunio-Kader aufzufüllen. Große Marktwertsprünge sind aber erst einmal nicht zu erwarten. Das haben die ersten zehn Tage im Spiel bereits gezeigt. 

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Autor: Marc-Oliver Robbers

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