Eintracht Frankfurts Neuzugänge Keita Kosugi und Younes Ebnoutalib bereiten sich auf den Wiederbeginn der Bundesliga vor.

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Eintracht Frankfurt drückt im Wintertransferfenster mächtig aufs Gaspedal: Younes Ebnoutalib und Keita Kosugi sind zwei von bislang sechs spannenden Transfers. Wir stellen die beiden Neuzugänge vor!

Younes Ebnoutalib: Startelfeinsatz bei Frankfurt gegen BVB?

Position und bisherige Karriere: Nach dem Abgang des 1,90 Meter großen Hugo Ekitiké im vergangenen Sommer hat Eintracht Frankfurt wieder einen echten Sturmtank: Younes Ebnoutalib, der von der SV Elversberg für kolportierte zehn Millionen Euro inkl. Boni verpflichtet wurde, misst sogar 1,91 Meter.

Er kann neben der Mittelstürmerposition auch als Linksaußen und im offensiven Mittelfeld spielen. Der 22-Jährige kommt mit der Empfehlung von zwölf Toren in 17 Zweitligaspielen. Ihm gelangen drei Doppelpacks und sogar ein Dreierpack.

Die SGE verspricht sich viel von dem Shootingstar der Hinrunde der 2. Bundesliga. „Mit Younes Ebnoutalib haben wir einen der aktuell spannendsten deutschen Stürmer verpflichtet. Er bringt eine hohe Laufbereitschaft, große physische Präsenz und Durchsetzungsstärke in der Box mit. Zudem ist er technisch versiert und verfügt über einen guten Torabschluss“, beschreibt Sportdirektor Timmo Hardung den gebürtigen Frankfurter, den es ehrt, „für die eigene Stadt zu spielen. Das ist wie ein Traum“.

Vor seinem Durchbruch in Elversberg kickte Ebnoutalib für den FC Gießen in der Regionalliga und die AC Perugia in Italien. In der Jugend schnürte er für die hessischen Klubs Heddernheim, Rot-Weiss Frankfurt und Wehen Wiesbaden.

Situation: Ebnoutalib könnte gegen den BVB gleich zu seinem Pflichtspieldebüt für die SGE kommen. Jonathan Burkardt (Wadenverletzung) und Michy Batshuayi (Fußverletzung) fallen weiter aus, Jessic Ngankam scheint derzeit keine Option für die Startelf.

Der jüngste Neuzugang, Arnaud Kalimuendo, stieß erst am Mittwoch, 7. Januar, zur Mannschaft. Für Ebnoutalib die Chance, sich mit einer guten Leistung zum Start als Stürmer Nummer eins oder zwei bei Trainer Dino Toppmöller zu empfehlen.

Ebnoutalib erzielt die drittmeisten Punkte in der 2. Bundesliga

Marktwert und Entwicklung: Ebnoutalib startet mit einem Marktwert von rund 8 Millionen Euro in die Mission Bundesliga. In der Hinrunde erreichte der Knipser sehr starke 110 Punkte im Trikot von Elversberg. Vor ihm nur noch: Laurin Curda (Paderborn) und Marvin Wanitzek (Karlsruhe). Hinter Wanitzek war Ebnoutalib auch der zweitteuerste Spieler mit einem Marktwert von rund 13 Millionen! Bei einem Tor gegen Dortmund könnte Ebnoutalibs Marktwert weiter in die Höhe schnellen.

 

Keita Kosugi: Frankfurt sorgt für möglichen Brown-Abgang vor

Position und bisherige Karriere: Mit Keita Kosugi hat die Frankfurter Scoutingabteilung wieder einen Spieler aus dem Hut gezaubert. Der Linksverteidiger, der ein gutes Zweikampfverhalten und Offensivdrang vereint, kam dem Vernehmen nach für vier Millionen Euro vom schwedischen Erstligisten Djurgardens IF. Fünf Tore und sieben Vorlagen in 62 Pflichtspielen weckten das Interesse der SGE. Ausgebildet wurde er in seinem Heimatland Japan bei Shonan Bellmare. Kosugi ist U20-Nationalspieler Japans (fünf Einsätze).

Situation: Im 3-4-2-1-System der Frankfurter ist Kosugi zunächst als Back-up für Schlüsselspieler Nathaniel Brown eingeplant. Im Januar warten sechs Pflichtspiele auf die Hessen in der Bundesliga und Champions League. Der 22-Jährige Kosugi verfügt über Offensivdrang, aber auch ein gutes Zweikampfverhalten. Gut möglich, dass Trainer Dino Toppmöller den international erfahrenen Kosugi direkt mal reinwirft, wenn Brown eine Pause benötigt. Im Sommer könnte Kosugi bei einem möglichen Abgang von Brown umso wichtiger werden.

Rückrundenvorschau Eintracht Frankfurt: Neue Tormaschinerie, alte Schwächen?
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Eintracht Frankfurt hat schon einen neuen Stürmer, zwei sollen noch kommen. Allerdings ist die Defensive bislang die größere Schwäche. In welchem europäischen Wettbewerb spielt die SGE nächste Saison?

Marktwert und Entwicklung: Kosugis Marktwert liegt derzeit bei rund drei Millionen. Kurzfristig ist nicht mit viel Einsatzzeit zu rechnen, doch sollte die Eintracht in der Königsklasse in die Play-offs kommen, könnte der Japaner in der Bundesliga Spielpraxis sammeln. Derzeit erscheinen drei Millionen für einen Rotationsspieler, der seine Qualität in der Bundesliga erst nachweisen muss, noch recht hoch.