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Eintracht Frankfurt liegt nach 13 Spieltagen doch recht überraschend auf dem 5. Tabellenplatz. Punktgleich mit der TSG Hoffenheim und einen Zähler vor dem BVB. Die Hessen überzeugen nicht nur in der Defensive, sondern auch im Angriff – dort vor allem durch Variabilität und Effizienz.

Seit sieben Spielen sind die Frankfurter nun schon ungeschlagen. Am 6. Spieltag setzte es beim 0:1 in Freiburg die letzte Niederlage für die Truppe von Niko Kovac. Das macht momentan Platz 5 in der Liga, womit man sich in Schlagdistanz zu den Champions-League-Plätzen (zwei Zähler auf Hertha) befindet.

Neben der starken Defensive und einer Hintermannschaft, die bislang mit RB Leipzig gemeinsam die zweitwenigsten Gegentreffer zugelassen hat (11), lebt die Eintracht in der Offensive vor allem von ihrer Variabilität. So setzt die Eintracht auf verschiedene Formationen: Mal ein 3-4-3, mal ein 4-3-3, mal ein 3-5-2 oder ein 5-3-2. Waren die Hessen dabei in den vergangenen Jahren meist von ihrem Fußballgott Alex Meier abhängig, so hat es Kovac durch diese verschiedenen taktischen Kniffe geschafft, die Last auf mehrere Schultern zu verteilen.

„Das zeigt, dass wir mit unseren Ideen richtigliegen und jeder in der Mannschaft wichtig ist. Ich habe immer hervorgehoben, dass wir zusehen müssen, vielseitig zu werden, damit nicht alles auf einer Person, sprich Alex Meier, lastet. Das entlastet ihn und macht uns sehr variabel“, sagte Coach Kovac am Wochenende im kicker.

Meier ist zwar noch immer der erfolgreichste Torschütze der Eintracht, klar. Aber das Spiel ist nicht mehr nur auf ihn ausgelegt. Spieler wie Branimir Hrgota, Haris Seferovic, Mijat Gacinovic, Marco Fabian, Ante Rebic oder auch Shani Tarashaj und Danny Blum spielen im Gesamtkonzept der Hessen eine wichtige Rolle. Comunioblog erklärt sie.

Kaderanalyse Eintracht Frankfurt: Der Abwehr sei Dank!
eintracht frankfurt abwehr

Dass Eintracht Frankfurt so weit oben in der Tabelle steht, hat die Mannschaft ihrer Abwehr zu verdanken. Im Mittelfeld glänzt vor allem ein Mann – der Sturm ist für Comunio-Manager uninteressant.

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Alex Meier (Marktwert: 4,17 Mio., Position: Sturm, Punkte: 32)

Klar, der Fußballgott ist immer noch alles bei der Eintracht. Mit vier Treffer ist er weiterhin der beste Torjäger, aber die Hessen sind nicht mehr so abhängig von ihm. So kann er auch mal von der Bank kommen, wenn Kovac ihm mal eine Pause gönnt, weil Meiers Körper mit fast 34 nun immer mal öfter streikt und dann eben die Spiele entscheiden (wie gegen den SV Werder Bremen).

Branimir Hrgota (1,42 Mio., Sturm, 19)

Der Neuzugang aus Gladbach wurde in zehn der 13 Partien bislang eingesetzt, erzielte aber erst am vergangenen Spieltag sein erstes Tor im Eintracht-Dress. Er wurde geholt, um Meier im Sturmzentrum zu entlasten oder mit ihm eine Doppelspitze zu bilden. Hat bislang noch keine Partie über 90 Minuten absolviert, nun aber könnte der Knoten geplatzt sein.

Haris Seferovic (1,22 Mio., Sturm, 10)

Eigentlich müsste man ihn unter der Woche in der Königsklasse sehen, so aber sieht man Seferovic am Wochenende meist auf der Eintracht-Bank. Der Schweizer akzeptiert seine Rolle bislang aber ohne Murren und ordnet sich dem Gesamtkonzept unter und erzielte so als Joker den Siegtreffer beim BVB. Kann aufgrund seiner Flexibilität auf den Außen, im Zentrum oder als zweite Spitze eingesetzt werden. Möglich allerdings, dass er Frankfurt verlässt, falls im Winter ein gutes Angebot kommt.

Marco Fabian (5,12 Mio., Mittelfeld, 64)

Bei den Fans wird er liebevoll der kleine dicke Mexikaner genannt. Fabian ist der Senkrechtstarter bei den Hessen, nachdem er als letztjähriger Winterneuzugang lange nicht überzeugen konnte. Nun hat er schon drei Treffer und sechs Assists erzielt. Oft als hängende Spitze, aber auch auf den Außenbahnen eingesetzt, überzeugt Fabian bislang vollends. Zudem sind seine Standards eine Waffe.

Mijat Gacinovic (2,23 Mio., Mittelfeld, 20)

Der Relegationsheld hat in dieser Saison gelernt, dass Fußball über Arbeit funktioniert und sich vom reinen Schönspieler hin zu einem wichtigen Offensivakteur bei der Eintracht gemausert. Dass er fußballerisch alles drauf hat, stand nie zur Debatte – doch nun ist der 21-Jährige in dieser Spielzeit zum Mann geworden. Wurde er früher meist als Linksaußen aufgeboten, darf er nun immer häufiger im offensiven Mittelfeldzentrum ran.

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Danny Blum (0,25 Mio, Sturm, 6)

Der Ex-Nürnberger hat das Pech, dass er sich gleich zwei Mal am Knie verletzt hat und erst im neuen Jahr wieder zur Verfügung steht. Aber auch Blum war ein wichtiger Rollenspieler für Kovac und wird in der Rückrunde noch sicher seine Spielminuten bekommen.

Ante Rebic (1,05 Mio., Sturm, 12)

Zuletzt bemängelte Kovac seine Defensivleistung, weshalb der sehr talentierte Kroate kaum noch zum Zug kam. Auffällig ist aber, dass er in seinen drei bewerten Einsätze insgesamt zwölf Punkte erzielt hat. Man sieht also, Potenzial ist da. Es muss nur im Kopf Klick machen.

Shani Tarashaj (0,57 Mio., Sturm, 9)

Die Leihgabe aus Everton kam in dieser Saison zwar erst einmal von Beginn an zum Einsatz, traf gegen den HSV aber umgehend zum zwischenzeitlichen 2:0. Fällt nun aber schon seit einem Monat krankheitsbedingt aus. Wer allerdings in 121 Einsatzminuten neun Zähler macht, dem darf man auch gerne mehr Einsatzzeit geben.

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Autor: Florian Schimak

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