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In St. Petersburg und Sevilla kämpfen Spanien, Polen, Schweden und die Slowakei um den Einzug ins Achtelfinale. Wie stehen die Chancen der Teams und welche Spieler sollte man auf dem Zettel haben?

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Spanien

Spanien fährt erstmals ohne einen Profi von Real Madrid zu einem großen Turnier, nachdem Coach Luis Enrique auf die Nominierung des zuletzt verletzungsanfälligen Sergio Ramos verzichtet hat. Die Mannschaft hat eine radikale Verjüngerungskur durchlaufen. Spieler wie Sergio Busquets (Barcelona, 7 Mio.), Jordi Alba (Barcelona, 2,6 Mio.), Thiago (Liverpool, 6,8 Mio.) und Alvaro Morata (Juventus, 7,8 Mio.) zählen zu den erfahrensten Akteuren.

Auf Kosten der Qualität geht das aber nicht. Gleich eine ganze Reihe hoch interessanter Spieler sind nachgerückt, allen voran etwa die beiden Manchester-City-Vertreter Ferran Torres (9,8 Mio) und Rodri (5,4 Mio.), der junge Pedri (Barcelona, 4,7 Mio.) oder etwa Leipzigs Dani Olmo (10,8 Mio.). Die Fülle an qualitativ hochwertiger Spieler macht es dabei nahezu unmöglich, eine Startelf zu prognostizieren. 

Die Qualifikation gelang den Spaniern spielend, aber auch sonst stimmt die Form: Seit Anfang 2019 gab es in 21 Spielen nur eine Niederlage. Das Sahnehäubchen war dabei der 6:0-Sieg gegen Deutschland im vergangenen November in der Nations League, das Jogi Löw noch beinahe den Job gekostet hätte.  

Player to watch: Man könnte so viele nennen. Doch gemessen am Marktwert von nur 3,6 Mio. ist Mikel Oyarzabal von Real Sociedad San Sebastian ein recht heißer Tipp. Der Außenstürmer war in der La Liga an 19 Toren direkt beteiligt und schoss seine Mannschaft zum Pokalsieg. Der 24-Jährige ist seit 2019 fester Bestandteil der Elf von Luis Enrique und erweist sich auch im Nationaltrikot als treffsicher.


Polen

Polen hat den weltweit besten Stürmer in seinen Reihen, doch die Frage, die sich unmittelbar aufdrängt: Was kommt noch hinter Robert Lewandowski (16 Mio.) und wer kann den Bayern-Stürmer mit entsprechenden Bällen versorgen? Dass die Torquote des aktuellen Weltfußballers in der Nationalelf schlechter als bei den Bayern ist, versteht sich von alleine. 

Die meisten Akteure sind schon ein wenig länger dabei: Spieler wie Arkadiusz Milik (Olympique Marseille, 6,2 Mio.), Gregorz Krychowiak (Lok Moskau, 5,6 Mio.), Kamil Glik (Benevento Calcio, 4 Mio.) oder Torwart Wojciech Szczesny (Juventus, 3,7 Mio) haben schon eine beachtliche Anzahl an Länderspielen auf dem Buckel. Hoch veranlagte Nachwuchstalente sind hingegen eher rar gesät.

Die Ergebnisse waren zuletzt wechselhaft: Nach einer mehr als souveränen EM-Qualifikation mit Gruppensieg vor Österreich, hagelte es im letzten Jahr drei Niederlagen in sechs Nations-League-Spielen und auch in die WM-Qualifikation startete das Team von Trainer Paulo Sousa mit einem Remis gegen Ungarn und einer Niederlage gegen England.

Player to watch: Piotr Zielinski vom SSC Neapel (6,5 Mio.) ist das kreative Element im Mittelfeld und von seiner Form wird letztlich auch die Performance Lewandowskis abhängig sein. Der 27-Jährige hat in der Serie A eine starke Saison (8 Tore, 11 Vorlagen) hinter sich und drehte gerade im Saisonendspurt noch einmal richtig auf. 

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Schweden

Es wäre ein spektakuläres Comeback gewesen, doch dann musste der inzwischen 39-jährige Zlatan Ibrahimovic die EM-Teilnahme doch verletzungsbedingt absagen. Die Mannschaft muss die Last nun auf mehrere Schultern verteilen, was in jüngster Vergangenheit durchwachsen funktioniert hat. Während die EM-Qualifikation in der Gruppe hinter Spanien souverän abgeschlossen wurde, ging die Mannschaft in der Nations League 2020 mit gleich fünf Niederlagen aus sechs Spielen baden. 

Die Qualität der Einzelspieler hingegen ist vorhanden. Das Grundgerüst bilden dabei Innenverteidiger Victor Lindelöf (Manchester United, 4,9 Mio.), Sechser Albin Ekdal (Sampdoria Genua, 1,8 Mio.),  die Offensivkräfte Viktor Claesson (FK Krasnodar 3,3 Mio.), Dejan Kulusevski (Juventus, 5,2 Mio.) sowie Leipzigs Emil Forsberg (4,5 Mio.). Im Sturm sollen es ohne Ibrahimovic wahlweise der 34-jährige Ex-Hamburger Marcus Berg (2,2 Mio), der Mainzer Robin Quaison (2,5 Mio.) oder unser „Player to watch“ richten.

Player to watch: Alexander Isak. Bei Dortmund blieb ihm in jungen Jahren der Durchbruch verwehrt, doch in der spanischen Liga geht der inzwischen 21-Jährige bei Real Sociedad San Sebastian durch die Decke, war mit 17 Saisontoren unter den besten Torjägern. Er kostet bei Comunio aktuell 6,2 Mio.

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Slowakei

Als eines von vier Teams hat die Slowakei die Qualifikation über die Nations League geschafft. In den Playoffs setzte sich die Mannschaft immerhin gegen Bosnien und Nordirland durch. Spieler von internationalem Format sucht man jedoch bis auf wenige Ausnahmen vergebens: Innenverteidiger Milan Skriniar (Inter Mailand, 4,9 Mio.) ist da noch am ehesten zu nennen. Neapels Stanislav Lobotka (2,4 Mio.) hätte auch das Potenzial, hat aber in dieser Saison viel zu selten gespielt. 

Und dann gibt es da noch den ewigen Marek Hamsik (6 Mio.), nichts weniger als eine Legende mit 129 Länderspielen. Der 33-Jährige hat seinen Zenit aber längst überschritten, ist nach einem China Abenteuer inzwischen in Schweden bei Göteborg gelandet, wo er nicht mehr auf höchstem Niveau gefordert wird. Das gilt auch für zahlreiche andere Spieler dieses recht alten Kaders. So beackert Peter Pekarik (2,7 Mio.) von Hertha BSC mit seinen 34 Jahren noch immer die rechte Abwehrseite. 

Player to watch: Vor allem im Sturm hat die Slowakei ein Qualitätsproblem. Da könnte der Kölner Ondrej Duda (3,6 Mio.) Abhilfe schaffen, der beim FC nicht nur des öfteren in vorderster Linie gespielt – sondern auch eine richtig starke Saison abgeliefert hat. Der 26-Jährige fährt in Top-Form zur EM.

Prognose

Spanien sollte als einer der großen Turnier-Favoriten die Gruppe gewinnen. Dahinter dürfte Polen die besten Karten haben, doch auch Schweden ist Platz 2 durchaus zuzutrauen. Für die Slowakei ist nach der Vorrunde Endstation.

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Autor: Karol Herrmann

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