Kennen Sie diesen Mann? Die Bayern jetzt schon.

Foto: © imago / Jan Huebner
Die erste Runde im DFB-Pokal ist zur Hälfte gespielt. Während die Bayern es irgendwie geregelt haben, hat´s andere erwischt. Und sogar bei einem Kantersieger gab es Verlierer. Wir haben einen ersten Überblick.

Die Vorbereitung, spätestens das 0:5 im Supercup gegen den FC Bayern ließen erahnen, was heute Realität wurde: Eintracht Frankfurt steht vor einer schwierigen Saison. Verletzungsprobleme nerven, zuletzt kam noch die Hiobsbotschaft, dass Verteidiger Timothy Chandler ein halbes Jahr ausfallen wird. Der gestiegene Druck nach der rauschhaften Pokalfeier, Ein Umbruch mit neuem Trainer und der Verlust von wichtigen Stützen wie Torhüter Hradecky und Kevin-Prince Boateng. All das kam heute zusammen, sodass der Viertligist aus Ulm den Titelverteidiger in der ersten Runde aus dem Pokal kugeln konnte. Frankfurt hatte Probleme im Spielaufbau, in der Offensive blieb zu viel Stückwerk. Bedenklich: Neuzugang Lucas Torro, der eigentlich die Geschicke der Eintracht aus der Zentrale steuern sollte, lieferte eine ganz schwache Vorstellung ab. Nun hängt wohl alles an Rückkehrer Ante Rebic, der heute noch nicht im Kader stand – und weiteren Verstärkungen, die sicher noch bis zum Ende der Transferperiode ihren Weg an den Main finden müssen.

Und auch beim zweiten Erstrundenverlierer aus den Reihen der Bundesligisten gibt es ein paar Dinge zu besprechen. Die Neuzugänge – Tayfun Korkut hatte mit Maffeo, Castro, Didavi und Gonzalez gleich vier in die Startformation eingebaut – konnten kaum begeistern, der in der Vorbereitung treffsichere Gonzalez ließ zwei gute Möglichkeiten liegen. Eine der Enttäuschungen des für die Schwaben ohnehin wenig begeisternden Pflichtspielauftakts war dann aber Erik Thommy. Der Mittelfeldspieler, von uns schon als einer der Gewinner der Vorbereitung gefeiert, blieb völlig blass und musste seine linke Außenbahn nach einer Stunde für Christian Gentner räumen.

Bei der TSG Hoffenheim haben sie solche Sorgen nicht. Die Mannschaft von Julian Nagelsmann nahm die Auftakthürde Kaiserslautern enorm souverän, erzielte sechs Tore und stand schon nach gut 20 Minuten praktisch als Sieger fest. Besonders viel Spaß gemacht haben dürfte natürlich die Menge an Toren im Pflichtspiel 1 nach dem Abgang von Torjäger Mark Uth in Richtung Gelsenkirchen. In Abwesenheit von Torjäger Andrej Kramaric, der im Sturm gesetzt ist, sobald er seine Verletzungspause in Kürze überstanden hat, nagelte sich Neuzugang Joelinton mit einem Dreierpack nachdrücklich in die Besetzungsliste für den Platz neben dem kroatischen WM-Fahrer. Konkurrent Adam Szalai konnte beim Scheibenschießen dagegen überhaupt nicht überzeugen, der Ungar ist der Verlierer des Kantersiegs.

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Im Gegensatz zu Eintracht Frankfurt und dem VfB Stuttgart ist der 1.FC Nürnberg beim Fünftligisten SV Linx noch einmal mit einem tiefblauen Auge davon gekommen. Dank zweier Tore von Ishak langte es für den Aufsteiger, der mit einer Startformation völlig ohne Neuzugänge antrat, zu einem 2:1 in der regulären Spielzeit. Erkenntnis: Der in der Vorbereitung gefeierte Knöll wird sich seine Einsätze hart erarbeiten müssen, Fabian Bredlow hat den Kampf um den Platz im Kasten (etwas überraschend) tatsächlich für sich entschieden und Alexander Ishak, die designierte Lebensversicherung der Franken (so zumindest derzeit offensichtlich der Plan) ist gesund und fit durch die Vorbereitung gekommen. Ob es gegen einen Bundesligisten auch immer noch irgendwie gut ausgeht, bleibt allerdings abzuwarten.

Zumindest gegen den FC Bayern wird es reichen, gut auszusehen. Wer sich kurz vor knapp gegen die SG Drochtersen/Assel zum mühsamen Weiterkommen zittert, der wird in der Liga wenig Land sehen. Quatsch, natürlich werden die Bayern auch in dieser Saison Meister, die Frage ist wie immer nur, ob schon im April oder ob die Konkurrenz es doch mal wieder bis in den Mai schafft, „dran“ zu bleiben. Das 1:0 dürfte beim Rekordmeister heute schon abgehakt sein, als Erkenntnis bleibt: Sebastian Rudy wird in der kommenden Woche den Verein verlassen. Niko Kovac hatte den Mittelfeldspieler nicht für den Kader nominiert und damit das deutliche Signal zum Aufbruch gegeben.

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Autor: Till Erdenberger

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