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Der FC Bayern hat im ersten Jahr unter Niko Kovac das Double geholt – und das ist bei all den internen und externen Widerständen fast höher anzurechnen, als alles andere. Die Erfolge stellten die Macher vorübergehend ruhig. Nun aber muss Kovac das Team vor allem spielerisch weiterentwickeln.

Spieler der Saison: Mit Serge Gnabry hätte man an dieser Stelle vor der Saison wahrscheinlich nicht gerechnet. Als Youngster, dem nach nach seiner Leihe von der TSG Hoffenheim zurückgeholt hat, wollte man erstmal sehen, wie sich der Offensivspieler entwickelt. 

Und siehe da, Gnabry hat sich einen Stammplatz beim FC Bayern erkämpft, wo man guten Gewissens Arjen Robben und Franck Ribery in Rente schicken kann. Zudem spielt er auch im DFB-Team die erste Geige in der neu formierten Löw-Truppe. 

Wettbewerbsübergreifend 42 Spiele, 13 Treffer und neun Assists sind ein sehr ordentlicher Wert für einen jungen Spieler in seiner Debüt-Saison beim FC Bayern.

Mit 146 Comunio-Punkten schafft es Gnabry zwar nur knapp in die Top25 (23.), aber zwischenzeitlich war der 23-Jährige sogar der teuerste Spieler auf dem Comunio-Transfermarkt. 

Nun sind Robbery Vergangenheit, Gnabry ist die Zukunft. So klasse seine Entwicklung in der ersten Saison auch war, nun muss der nächste Schritt kommen.

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Enttäuschung der Saison: James Rodriguez. Der Kolumbianer ist ein wirklich feiner Fußballer, beim FC Bayern kam er aber in zwei Jahren nie wirklich an. 

Zwar erzielte er nach Robert Lewandowski (51) in dieser Zeit die meisten Tore für den FC Bayern, nämlich 14, doch so richtig durchsetzen konnte er sich nicht.

Nach dem vorzeitigen Aus von Förderer Carlo Ancelotti hatte er mit Jupp Heynckes zunächst noch einen Trainer, der mit dem sensiblen James umgehen konnte. Niko Kovac hatte in der abgelaufenen Saison keine Verwendung für den filigranen Techniker, dem auch immer wieder kleinere Verletzungen einen Strich durch die Rechnung machten. 

Wenn James mal ran durfte, überzeugte er auch – gemessen an seinem Potenzial waren aber deutlich mehr Comunio-Punkte drin, als die 134, die der 27-Jährige am Ende holte. 

Nach zwei unbefriedigenden Jahren bat James die Bayern nun, die Kaufoption nicht zu ziehen. Somit kehrt der Linksfuß zunächst zu Real Madrid zurück. Dort wird er allerdings nicht bleiben, angeblich wirbt Ancelotti mit dem SSC Neapel um seine Gunst. 

Auch Weltmeister Jerome Boateng (68 Punkte) spielte eine schwache Saison und wird den FC Bayern daher aller Voraussicht nach verlassen. 

Die zehn besten Bayern der Saison

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Platz 1: Robert Lewandowski (Sturm), 242 Punkte - Foto: Imago Images/Christian Schroedter

Größte Baustelle: Der Abschied von Robben und Ribery steht ja eigentlich schon seit anderthalb Jahren fest – und dennoch geht den Bayern aktuell der Arsch auf Grundeis, denn außer Gnabry, Kingsley Coman und den unerfahrenen Alphonso Davies hat der Rekordmeister aktuell keinen Flügelstürmer. 

Thomas Müller kann zwar auf dem Flügel spielen, doch sieht er sich selbst am liebsten im Zentrum und scheint dort auch am effektivsten. Der Abgang von James wird durch Corentin Tolisso aufgefangen. Der französische Weltmeister dürfte vom Spielertyp eher den Wünschen von Kovac entsprechen. 

Im Sturm gibt es mit Youngster Jann-Fiete Arp einen Backup für Lewy. Allerdings ist fraglich, ob dieser schon direkt bei den Bayern bleibt oder zunächst nochmal verliehen wird. Die Tendenz geht dahin.

Sollte der Pole daher mal ausfallen, müssten Müller oder Gnabry auf der Neun aushelfen. Mit der Verpflichtung von Benjamin Pavard und Lucas Hernandez ist der FC Bayern in der Abwehr fast überbesetzt.

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Mögliche Probleme: Die personaltaktischen Baustellen, die die Bayern dringend schließen müssen, sind erörtert. Die andere Baustelle ist die des Trainers – und die könnte die größten Probleme nach sich ziehen.

Zwar gewann Kovac das Double, doch vor allem Karl-Heinz Rummenigge gefiel die Art des Fußballs, die Kovac spielen ließ, absolut gar nicht. 

Zu wenig Ballbesitz, zu wenig Dominanz, zu wenig „Mia san Mia“. Kovac stand in seiner ersten Spielzeit als Bayern-Verantwortlicher nicht nur einmal vor dem Aus. In seiner zweiten Saison, muss sich die Mannschaft vor allem spielerisch deutlich steigern, sonst steht Kovac gleich wieder in der Kritik.  

Mögliche Überraschungen: Bei der Klasse, die die Bayern im Kader haben, sind eigentlich keine großen Überraschungen zu erwarten. Vielleicht ja Renato Sanches, falls er bleiben sollte.

In seinem dritten Bayern-Jahr sollte ihm nun der Durchbruch gelingen. Fraglich, ob Kovac ihm, aus Angst um seinen eigenen Job, die Chancen geben kann. 

Zudem ist der Langzeitverletzte Tolisso als eine Art Neuzugang anzusehen. Gut möglich, dass der 24-Jährige eine wichtige Rolle bei den Bayern spielen könnte. Je nachdem, wie er die schwere Knieverletzung verkraftet hat. 

Die Senkrechtstarter der Saison 2018/19

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Bayern München: Niklas Süle (Abwehr, 124 Punkte): Dass der 23-Jährige das in der letzten Dekade von Vielen als weltbestes Innenverteidiger-Duo Hummels/Boateng einfach rechts überholt hat, war nicht zwingend zu erwarten. Und zwar in der Nationalelf, wie auch bei Bayern. Auch bei Comunio hat er weit besser gepunktet als seine in die Jahre gekommenen Mitspieler. © imago images / DeFodi

Youngster to watch: Aktuell sieht es so aus, als müsste Alphonso Davies tatsächlich schon liefern. Der 18-jährige Kanadier ist aktuell noch der einzige Backup für Gnabry und Coman. Vielleicht eine Chance? 

Dass Neuzugang Arp ein großes Talent ist, hat man bereits gesehen, auch wenn die vergangene Saison für den 19-Jährige zum Vergessen war. Die Bayern wollen die Vorbereitung abwarten und dann sehen, ob sie den Youngster erst nochmal verleihen oder ihn direkt als Backup für Lewy behalten.   

Gerüchteküche: Die brodelt – und zwar heftig! Leroy Sane, Timo Werner, Callum Hodson-Odoi und zuletzt Sadio Mane. Sie alle werden mit den Bayern in Verbindung gebracht. 

Wie realistisch die Transfers letztlich sind, sei einmal dahingestellt. Bei Werner und Sane ist das Interesse wohl wirklich vorhanden, allerdings pokert man da noch um die Ablöse (Werner) oder wartet auf ein klares Zeichen vom Spieler (Sane). 

Zudem wird dem deutschen Rekordmeister ein Interesse an Atleticos Rodrigo nachgesagt. Der Sechser aus Madrid wäre der ideale Nachfolger für Javi Martinez – irgendwann. 

Ansonsten dürfte Boateng den Verein nach den deutlichen Aussagen von Präsident Uli Hoeneß verlassen. Inter, Juventus und PSG werden immer wieder mit dem Weltmeister von 2014 in Verbindung gebracht. 

Konkret ist in dieser Hinsicht aber noch nichts. Womöglich wird sich Boateng erst nach seinem Urlaub entscheiden, wie und ob es für ihn bei den Bayern weitergeht. 

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Zugänge: Lucas Hernandez (Abwehr, Atletico Madrid), Benjamin Pavard (Abwher, VfB Stuttgart, Jann-Fiete Arp (Sturm, HSV)

Abgänge: Arjen Robben, Franck Ribery, Rafinha (alle Ziel unbekannt), James Rodriguez (Leih-Ende, Real Madrid), Marco Friedl (Werder Bremen)

Sommerfahrplan: Trainingsauftakt: 8. Juli, Audi Summer Tour (USA): 15. – 24. Juli, Testspiele dort gegen FC Arsenal, Real Madrid und den AC Mailand, Audi Cup in München: 30./31. Juli, Trainingslager in Rottach-Egern: 5. – 8. August. 

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Autor: Florian Schimak

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