Kingsley Coman fällt für drei Monate aus.

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Kingsley Coman wurde am Montag in Tübingen operiert, das gerissene Syndesmoseband wurde wieder zusammengeflickt. Der Youngster fällt mindestens drei Monate aus, mit einer Rückkehr in der Hinrunde dürfte es eng werden. Dennoch will der FC Bayern auf den Flügeln nicht nachlegen. Das könnte sich am Ende rächen. Comunioblog schaut sich den Bayern-Kader einmal genauer an.

Es war der Schock-Moment, doch Kingsley Coman wusste sofort was passiert war. Nach der rüden Attacke von Nico Schulz war sich der Youngster bewusst, dass wieder das Syndesmoseband durch ist.

Immerhin hatte Coman dieselbe Verletzung bereits im Frühjahr erlitten, weswegen er nicht nur die wichtigen Partien (CL-Halbfinale, DFB-Pokalfinale) weitestgehend verpasste, sondern den WM-Triumpf der Franzosen lediglich von der Couch aus verfolgte.

Nun also wieder ein Riss des Syndesmosebandes, wieder mindestens drei Monate Pause. Ausgerechnet jetzt, wo dem 22-Jährigen der internationale Durchbruch gelingen sollte. Das wurde auch Franck Ribery und Arjen Robben so mitgeteilt, als man deren Verträge im Sommer nochmal um ein Jahr verlängerte.

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Coman sollte nicht mehr der Kronprinz sein, er sollte der Gesetzte sein. „Robbery“ sollten ihn unterstützen. Nun fällt der Franzose also wieder aus – und die beiden Oldies sind wieder wichtiger denn je.

Coman-Verletzung: FC Bayern legt personell nicht nach

Aus logischer Sicht müsste der FC Bayern eigentlich nochmal auf dem Transfermarkt aktiv werden, doch dem schob Uli Hoeneß am Montagabend einen Riegel vor. „Wir verpflichten doch keinen Spieler für drei Monate“, sagte der Präsident gegenüber „Sky“.

Möglichkeiten hätte es durchaus genügend gegeben: Anthony Martial steht bei Manchester United auf dem Abstellgleis, Julian Draxler hätte man mit Jerome Boateng verrechnen oder auch bei Juan Cuadrado wäre Juventus Turin sicherlich gesprächsbereit gewesen. Doch die Bayern machen nichts. Ein Risiko?

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Mit Ribery und Robben haben sie natürlich noch eine gewisse Klasse auf dem Flügel, allerdings sind bei 34 beziehungsweise 35 Jahre alt. Drei Spiele in der Woche über drei Monate auf höchstem Niveau bekommen beide nicht mehr hin – zumal sie ebenfalls verletzungsanfällig sind.

Genauso wie Neuzugang Serge Gnabry, der den Saisonstart wegen einer Oberschenkelverletzung verpasste. Bayerns Flügelspieler sind zwar gut, aber auch zerbrechlich. Im schlimmsten Fall könnten auch Thomas Müller und Juan Bernat auf den Flügeln aushelfen. Allerdings fühlt sich Müller im Zentrum deutlich wohler und Bernat könnte den Verein sogar noch verlassen.

Coman-Verletzung: So ändert sich die Statik des Bayern-Spiels

Auch James Rodriguez könnte vereinzelt auf dem Flügeln aufhelfen, doch ist er eher im Zentrum zu Hause. Ähnlich sieht es bei Thiago aus, der in der vergangenen Saison unter Jupp Heynckes nicht selten auf dem linken Flügel zum Zug kam.

Die Statik des Bayern-Spiels würde sich natürlich grundlegend ändern, weil nicht mehr so viel Tempo auf den Flügeln vorhanden wäre. Allerdings ist trotz allem noch Klasse vorhanden, um den Ausfall von Coman intern abzufangen.

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Auf lange Sicht wäre es vermutlich durchaus clever gewesen, einen neuen Star zu holen, laufen die Verträge von Ribery und Robben doch im Sommer aus. Allerdings haben Hoeneß und der FC Bayern ihre Prinzipien – und die großen Einkäufe sollen erst 2019 folgen.

Wenn es sich ein Bundesligateam leisten kann, keinen Ersatz für einen Leistungsträger zu verpflichten, dann ist es der deutsche Rekordmeister.

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Autor: Florian Schimak

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