Der FC Bayern hat sich zur Rückrunde in die Bundesliga geholpert. Nur eine kleine Delle oder hat der FCB schon ernsthafte Probleme? Eines ist sicher: Die Kontrahenten haben ihre Messer gewetzt.

Es ist schon irgendwie komisch. Noch vor knapp zwei Wochen schienen sich die Münchner Spieler für die Tabellensituation der Bundesliga entschuldigen zu müssen.

Die Presserunden an der Säbener Straße oder auch im Trainingslager in Katar gingen eigentlich nur noch nach einem Schema über die Bühne:  Fragen zu kommenden Gegnern waren für die schreibende Zunft ziemlich uninteressant.

Vielmehr wollten sie wissen, ob es für den FC Bayern nicht langweilig sei, immer zu gewinnen. Mache es überhaupt noch Spaß, gegen Mannschaften zu spielen, die sich bereits vor Anpfiff moralisch unterwerfen?

FCB: Stolpern oder mehr?

Nun – nach drei absolvierten Partien der Rückrunde lässt sich festhalten: Die Spieler des FC Bayern sind auch nur Menschen. Und jene, die dem Rekordmeister noch vor nicht allzu langer Zeit den Nimbus der Unbesiegbarkeit andichteten, scheinen kurz davor, das Wort Krise in den Mund zu nehmen.

Doch was ist eigentlich passiert? Nüchtern betrachtet haben die Bayern eine deftige Watschen einstecken müssen (Wolfsburg), im entscheidenden Moment keine richtige Zuordnung gehabt (Schalke) und die Karte „individuelle Klasse“ ausgespielt (Stuttgart).

Sicher: Vier Punkte aus drei Spielen sind für den Anspruch des so erfolgsverwöhnten Branchenprimus nicht annähernd das, was sich Guardiola und seine Mannen versprochen haben.

Dennoch steht der FC Bayern weiter mit acht Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze. Es könnte schlechter laufen. Ein Schulterblick in Richtung Westen mag in diesen Tagen schon genügen.

Nichtsdestotrotz: Welche Auswirkungen hat so ein vergleichsweise stotternder Start der Münchner für Comunio? Gab es trotzdem viele Punkte? Haben die Marktwerte abgenommen? Ein Blick in die Stats.

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Bayern holte als gesamtes Team gerade einmal 56 Punkte! Der Wert wird auch nicht besser, wenn dazu die Info kommt, dass alleine Arjen Robben von diesen 56 Zählern 22 Punkte erspielt hat. Insgesamt sind nach drei Spieltagen der Rückrunde nur der VfB, Hoffenheim und Paderborn schlechter.

Ein Stück weit alarmierend ist die hohe Anzahl der zugelassenen Punkte. In der gesamten Hinrunde hat der FC Bayern seinen Gegnern genau 188 Punkte zugestanden. Pro Partie gab es für die Kontrahenten lächerliche elf Zähler. Ein Wahnsinnswert!

In der Rückrunde gab es für Wolfsburg, Schalke und Stuttgart schon insgesamt 147 – sicherlich nicht das, was sich die Münchner und auch Comunios Manager vorgestellt haben. Nach zugelassenen Punkten in der Rückrunde steht der FC Bayern momentan sogar auf dem Comunio-Relegationsrang!

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Anfällige Defensive?: In der Hinrunde sah man Manuel Neuer in den Begegnungen eigentlich recht selten.

Während seine Vorderleute die Gegner dominierten, schien der Weltmeister eher wie ein Wachposten in einer Nachtschicht, der so ziemlich gar nichts zu tun hat. So kassierte Neuer in 17 Partien lediglich vier Gegentore.

Doch seit dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg ist eine Diskussion ob der Verteidigungsstrategie entbrannt. Vier Gegentreffer: In 90 Minuten schluckte der FCB so viel wie in der gesamten Hinrunde.
Drei Tore erzielten die Wölfe mit schnellen Gegenstößen. Die Abwehr der Bayern lief den Offensivspielern Wolfsburgs nur hinterher.

Die Frage ist doch – hat der Rekordmeister die Treffer kassiert, weil die Abwehr so hoch stand oder vielmehr, weil die Staffelung und Zuteilung bei Ballverlust in der gegnerischen Hälfte nicht funktionierte? Die Verteidiger sind in diesem Fall nämlich die ärmsten Schweine auf dem Platz.

Dante und Jerome Boateng bekamen für ihre Darbietung in der VW-Arena jeweils -4 Punkte. Auch Mitchell Weiser (-4) und David Alaba (0) haben sicherlich schon bessere Tage erlebt.

Aber nicht vergessen: Seitdem geht es für die Abwehr wieder ein wenig aufwärts. Beim ersten Zu-Null-Spiel des Jahres in Stuttgart bekamen die Innenverteidiger Dante (4) und Medhi Benatia (6) ordentliche Punkte. Die kleine „Krise“ also schon wieder vorbei?

Marktwerte im Sinkflug: Klar, eine dem FC Bayern nicht gerechte Punkteausbeute in der Liga hat auch bei Comunio Auswirkungen. Zum Ende der Hinrunde kostete der gesamte Kader des FCB ca. 120 Millionen Euro.

Mittlerweile ist dieser Wert auf 97 Millionen Euro gesunken. Es darf in diesem Zusammenhang aber natürlich nicht verschwiegen werden, dass eine Fallhöhe auch aufgrund der Winterpause nicht unnormal ist.

Dennoch: Kostete ein Akteur der Münchner im Dezember im Schnitt 4,6 Millionen, so sind es heute „nur“ noch 3,7 Millionen Euro. Hat die Leistungsdelle also auch ihr gutes? Es gibt sicherlich Schlimmeres, als einen Bayern-Spieler für einen netten Preis zu verpflichten.

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Autor: Sebastian Schramm

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