Es geht wieder los! Am Wochenende startet in Melbourne die neue Saison der Königsklasse. Was ist neu? Wie haben sich die Regeln verändert? Ein kleiner Überblick über die größten Anpassungen.

Nach fünf Jahren in technisch geregelten Bahnen steht die neue Formel-1-Saison vor allem für eines: Revolution! Die Königsklasse des Motorsports kommt in einem völlig neuen Gewand daher – Comunioblog gibt ein kleines Roundup über die Veränderungen.

Die Motoren und das Benzin: Die wohl größte Revolution im neuen Jahr. Weg von den 2,4-Liter V8-Saugmotoren hin zu einem schnuckligen 1,6-Liter V6-Turbomotor. Zudem ist vorgeschrieben, dass es nur einen Turbolader geben darf. Auch die Anzahl der pro Saison einsetzbaren Aggregate hat sich verändert: Statt vormals acht Motoren müssen die Fahrer und Teams mit insgesamt fünf durch das Jahr kommen. Mit diesen Änderungen gehen auch Regelanpassungen einher. Ein Beispiel: Benötigt Weltmeister Sebastian Vettel bereits beim Grand Prix in Monza im September einen sechsten Antrieb, so müsste er aus der Box starten. Wird nur ein einzelnes Teil des Power Unit ausgetauscht, erfolgt eine Strafversetzung um zehn Plätze innerhalb der Startaufstellung. Noch ein Wort zum Benzin: In der neuen Saison dürfen pro Auto und Rennen nicht mehr als 100 Kilogramm Kraftstoff verwendet werden. Sprit sparen made in the Formel 1!

Energie und ihre Rückgewinnung: Das bereits seit Jahren eingesetzte Energierückgewinnugsystem KERS, welches Reibungswärme beim Bremsen aufnimmt und in Power umwandelt, bleibt weiterhin bestehen. Allerdings müssen sich die Fans an einen neuen Namen gewöhnen – ab sofort bitte als Motor Generator Unit – Kinetic (MGU-K) bezeichnen. Darüber hinaus gibt es eine zweite Form der Rückgewinnung: Motor Generator Unit – Heat, kurz MGU-H, das vereinfacht ausgedrückt die Energie der Abgase in elektrische Energie umwandelt. Insgesamt dürfen die Fahrer beide Systeme 30 Sekunden pro Runde abrufen, allerdings nicht mehr per Knopfdruck.

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Wenn in Australien die Ampeln auf grün springen, ist die Formel-1-Saison 2018 eröffnet! Wir sind mit ComunioGP natürlich auch in diesem Jahr dabei. Das Spielprinzip wird erklärt in Tutorial Nr. 36!

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Getriebe: Kurz und knapp: Die vormals sieben Gänge wurde um einen auf insgesamt acht erweitert. Allgemein ist aufgrund der Kostenersparnis das komplette System vereinfacht worden. Einmal pro Saison darf die Übersetzung geändert werden.

Auspuff: Kompliziert und häufig wohl der Schlüssel zum absoluten Siegerauto – das Auspuffsystem! Doch Coanda und Co. gehören der Vergangenheit an: Es darf nur noch ein einziges Auspuffendrohr geben, dass mittig am Ende des Fahrzeugs enden muss. Somit können keine Abgase mehr benutzt werden, um Abtrieb zu generieren.

Body: Sind wir ehrlich: Schön sind die neue Fahrzeuge nicht wirklich. Die FIA gibt zur neuen Saison vor, dass die Nasen höchstens 18,5 Zentimeter über den Asphalt schweben dürfen. Vormals lag diese Grenze bei 55 Zentimeter. Die Folge sind zum Teil richtig hässliche Boliden. Dazu muss der Frontflügel insgesamt 150 Millimeter schmaler werden. Auch der Beam-Wing, ein Flügel unter dem Heckflügel, ist per Regel nicht mehr erlaubt.

Mehr Punkte in Abu Dhabi: Beim Saisonfinale im Emirat werden alle Piloten, die auf den Rängen eins bis zehn liegen, die doppelte Anzahl der Punkte kriegen, die sonst verteilt werden. Gewinnt also Fernando Alonso, gibt das satte 50 Zähler! Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone wollte das System sogar auf die letzten drei Rennen ausweiten – dies wurde von dem Teams aber abgeschmettert.

Neue Nummer: Wie im amerikanischen Motorsport bekommen die Formel-1-Piloten eine feste Startnummer, die sie bis zu ihrem Karriereende nutzen. Der Weltmeister darf trotzdem, wenn er denn möchte, die Nummer eins fahren.

Strafpunkte: Begeht ein Fahrer Mist, wird in Zukunft ordentlich gesammelt! Bis zu fünf Punkte können für Vergehen verteilt werden. Hat ein Pilot zwölf gesammelt, gibt es ein Rennen Sperre, solange es sich um Verfehlungen innerhalb eines Jahres handelt.

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Autor: Sebastian Schramm

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